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Review: Mely
 
...LEAVE AND ENTER EMPTY ROOMS...

Album:
 ...LEAVE AND ENTER EMPTY ROOMS..., 2007, Black Bards Entertainment

Stil:
 Melodic Metal, Doom Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 M.S., 21.10.2007

Review:
 Das Anhören dieses Albums sorgt beim Hörer für alles andere als gute Laune und das ist auch das erklärte Ziel der Band: Melancholic Power Metal nennen die fünf Österreicher von Mely ihre Musik und die Melancholie kann man auch ganz klar als bestimmenden Element im Sound der Truppe ausmachen.

Bereits der erste Song "Dead Shelf" gibt die Marschrichtung vor: Melodischer Powermetal, dem einige gehöriger Portion Doom Metal beigemischt wird.
Das folgende "Fail while I try" erinnert in der Grundstimmung stark an Swallow the Sun mit klaren Vocals und besitzt einen Refrain, der selbst gestandenen Rockern Tränen in die Augen treiben sollte.
"What am I doing here" beginnt mit einem akustischen Intro, zu dem Sänger Andreas Mataln die Welt und ihre Gebrechlichkeit anzuklagen scheint, steigert sich aber zu einer lebendigen Rocknummer.
"Still als why" ist wieder ein langsamer Stampfer, der von der Rhythmusfraktion um Drummer Helmut Waltl und Bassist Daniel Huber bestimmt wird.
Eine astreine Rockballade ist auf ...LEAVE AND ENTER EMPTY ROOMS… natürlich auch enthalten und zwar in Form von "You smell like after".
Bei "Rememberance" wird wieder die harte Gitarre ausgepackt, die dem Song den erforderlichen Druck verschafft, allerdings bleibt das Tempo wie auf dem ganzen Album überhaupt wieder im unteren Bereich.
"That Lunatic I bear" ist mein persönlicher Favorit des Album: Beginnend mit dem geradezu obligatorischen Intro schaukelt sich der Song langsam hoch und gipfelt in einer Melodie, die man nicht mehr aus dem Kopf bekommt.
"God nowhere" besitzt ein Riff, das genauso aus der Feder von Black Sabbath stammen könnte. Damit wäre über die Qualität des Songs wohl schon genug gesagt, würde Andreas Mataln mit seinem Gesang dem Song nicht noch zusätzlich veredeln.
Der Rausschmeißer "High five" folgt leider zu sehr dem aus den ersten acht Songs bekannten Muster der Band und ist daher leider nicht mehr als ein Lückenfüller.
Insgesamt drei Bonustracks, die im Vergleich zu den eigentlichen Tracks der Platte keineswegs weniger Niveau besitzen, verhelfen der Platte zu einer Spielzeit von über 65 (!) Minuten.

Fazit: Die Österreicher Mely schaffen es auf ihrem insgesamt dritten Album Hymnen für die Traurigkeit zu schreiben. Die Zeit wird zeigen, ob daraus auch Hymnen für die Ewigkeit werden können. Dass die Band Potential hat, kann nach diesem insgesamt äußerst gelungenen Album niemand abstreiten.

Tipp:
 Mit ...LEAVE AND ENTER EMPTY ROOMS… können Mely eine breit gefächerte Anhängerschar erwarten, da man das Album einerseits Metalfans empfehlen kann, denen eine gehörige Portion Melodie wichtig ist, andererseits aber auch Fans von guter Rockmusik hier voll auf ihre Kosten kommen werden.

Titel-Liste:
 
  1. Dead Shelf
  2. Fail while I try
  3. What am I doing here
  4. Still ask why
  5. You smell like after
  6. Rememberance
  7. The Lunatic I bear
  8. God nowhere
  9. High five
    - - - Bonus - - -
  10. There are Days...
  11. My Wave
  12. Dust

Laufzeit:
 65:32 Min.

Band-Infos:
 
  • www.mely.at 


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