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Review: Mena Brinno |
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Album:
| | ICY MUSE, 2007, Dark Balance |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | M.W., 17.10.2007 |
Review:
| | Das Quartett von Mena Brinno stammt aus Tampa, Florida. Die Südstaatler vergleichen ihren Sound u.a. mit Evanescence und Within Temptation. ICY Muse ist ihr erster Longplayer. Nun wollen sie auch in Europa Fuß fassen, denn die amerikanische Szene haben sie schon recht gut im Griff.
Ruhig und besinnlich beginnt "Run from me" bis Katy Deckers hoher und heller Gesang einfließt. Die Doublebase sorgt für den richtigen Druck. Die Ähnlichkeit mit Bands wie Evanescence ist in der Tat verblüffend. Nur die Vocals wirken femininer. Von der Lyrics her könnte dieser Song auch ein typischer Within Temptation-Song sein. Das Gitarrensolo lässt etwas Hektik aufkommen, fasziniert aber zugleich auch. In Kombination mit dem männlichen Gesang am Ende macht das Lied echt was her.
"The lone green Valley" beinhaltet einen Touch von Mittelalter, was zum einem an der gezupften Gitarre und zum anderen an den Flöten liegt. Das Schlagzeug ist wieder in recht dunklen Tönen gespielt. Der helle und teilweise recht hohe Gesang Deckers setzt Gegenakzente. Die Flöten, die nach dem Intro später einen Break einleiten, stören an der Stelle ein wenig.
Wiederum recht bedenklich startet "Icy Muse" - Namensgeber des Albums - durch. Das Tempo ist im Gegensatz zu den beiden vorherigen Songs enorm zurückgefahren. Der Song geht mehr ans Herz, was vor allem an einem sehr emotional dargebotenen Gesang liegt. So kommt ein wenig Ruhe in die LP. Leider wirkt das Gitarrensolo sehr abgenutzt.
Auch "Love is a terrible Thing" zeigt starke Anlehnungen an mittelalterliche Musik, denn die Flöten sind wieder aus der Kiste ausgegraben worden. Dadurch kreiert Mena Brinno ihre eigene Note und hebt sich von Genre-ähnlichen Bands wie Nightwish, etc. ab. Der Songausbau ist sehr durchschaubar und kann meiner Meinung nur durch das relativ variable Schlagzeug die Langeweile abhalten. Die Vocals zum Ende hin sind einfach nur nervig. Ist ja auch nicht schwer nur "Ahahahaaaaaa" zu singen.
Weiter geht's mit dem genau 5 Minuten langen "Pleading". Der Gesang setzt unmittelbar mit dem Gitarrenintro ein und erinnert von der Atmosphäre an ein gesungenes Gebet in einer Kirche. Das Tempo wird hier wieder etwas reduziert und das Schlagzeug sorgt nicht so sehr für den Druck. Besonders schön ist die ab und an eingeflochtene Klaviermelodie, die wieder spezielle Akzente setzen kann. Je Näher wir dem Ende kommen, desto öfter zeigt sich Tom Klinesmith am Schlagzeug von seiner kraftvollen Seite im Wechsel mit ruhigen Hintergrundparts.
Auch "This Meeting" stellt sich mit einer Gitarreneinleitung vor. Der Gesang steigert sich von nachdenklichen, leisen Charakterzügen hin zu sehr bestimmenden Vocals - danach fängt das Spiel wieder von vorne an. Die Lyrics sind perfekt für diesen Song wie mir scheint. Ein Gitarrensolo von fast einer Minute schafft Ruhe mittendrin. Leider ist der Bass wenig stilprägend. Das Klavieroutro ist ziemlich überraschend.
Oh nein! Mal wieder dieselben Gitarrenklänge eröffnen einen Song. Leider ist auch der Gesangspart nicht wirklich anders. "The Precipice" fängt genauso an wie es bisher bestimmt schon drei Songs auf der Platte getan haben. Die Flöterei zwischendrin hätte sich die Band besser sparen können. Okay, Vince Greco an der Gitarre erzeugt mehr Druck und arbeitet gut mit Schlagzeuger Tom zusammen, aber ansonsten erwartet uns hier dieselbe Marmelade wie zuvor. Und wie einem die Flöten auf den Keks gehen können...
Mit 5:22 Min ist "Theodora" der längste Song auf ICY MUSE. Die Kritik war angebracht, wird aber jetzt von einem neuartigen Intro weggeblasen. Der Gesang präsentiert sich dunkel und tief im Gegensatz zu den vorherigen Tracks. Immer wieder fließen aber auch hohe Gesangsparts ein. Dieser Wechsel verleiht dem Song einen eigenen Charakter. Durch das gleichmäßige Schlagzeug wirkt er eingängig. Da die Lyrics ab und an leider einige Klischees aufgreifen, ist "Theodora" keine unbedingt schwere Kost für den Hörer. Macht aber nichts, trotzdem oder vielleicht gerade deswegen ist der Song recht hörenswert.
"Nightbird" bildet den Abschluss von ICY MUSE. Dabei ist sogar das Schlagzeug mit Gitarre und Klavier ins Intro involviert. Leiser Gesang entwickelt sich wieder zu hohem, leicht kreischendem Gesang (nicht wie eine Kreissäge, sondern angenehm kreischend). Dunkle Vocals bieten Gegenakzente. Leider bringt der Track sonst nichts Neues. Er greift zwar fast alle Elemente aus den vorherigen Songs auf und bildet somit einen guten Abschluss, andererseits wirkt der "Nightbird" dadurch auch wie ein Wolleknäuel. Auf gut Deutsch: Struktur ist schwer erkennbar; Kuddel-Muddel wäre die passende Bezeichnung für Track #9.
Fazit: Für das erste Album ist die Platte wirklich gut gelungen. Da gibt es zwar auch den ein oder anderen Durchhänger, aber der gehört auch mal dazu. Schließlich rennt Otto-Normal-Verbraucher auch nicht 365 Tage im Jahr mit zufriedenem Grinsen durch die Welt. Viele Tracks präsentieren durchaus die hervorragenden Talente der vier Amerikaner. Auch der Sound ist überraschend gut. Vor allem durch den variablen Gesang erschaffen Mena Brinno ihre eigenen Charakterzüge. |
Anspieltipp:
| | "Run from me", "Theodora" |
Titel-Liste:
| | - Run from me
- The lone green Valley
- Icy Muse
- Love is a terrible Thing
- Pleading
- This Meeting
- The Precipice
- Theodora
- Nightbird
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.menabrinno.com  |
Empfehlen:
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