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Review: Mencea
 
DARK MATTER, ENERGY NOIR

Album:
 DARK MATTER, ENERGY NOIR, 2008, Indie Recordings

Stil:
 Death Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 M.S., 09.02.2009

Review:
 Mencea nennt sich eine fünfköpfige Combo aus der griechischen Hauptstadt Athen, die jetzt nach fünfjährigem Bestehen und mehreren Demos ihr erstes Album DARK MATTER, ENERGY NOIR auf den Markt wirft. Dass diese Demos nicht unbedingt schlecht gewesen sein können beweist der Umstand, dass das Album von Daniel Bergstrand produziert wurde, den der ein oder andere richtigerweise mit Bands wie Meshuggah, In Flames oder Soilwork in Verbindung bringen wird. Und damit nicht genug: Das Mastern wurde dann abschließend von Georg Marino besorgt, der auch schon unter echten Hochkarätern wie AC/DC, Metallica oder Iron Maiden "dienen" durfte. Perfekte Rahmenbedingungen kann mal also feststellen, nun liegt es einzig und alleine an der Band, was sie daraus macht. Im Infozettel des Labels wird der musikalische Output der Südeuropäer dabei derart beworben und gelobt, dass man gespannt sein muss, was da so komme mag.

Die ersten Töne des Openers "The Passing" gehören zunächst einmal einen stampfenden Stakkato-Riff an, das von kraftvollen Growls von Sänger Andy Giolmas begleitet wird. Dann brechen nach und nach alle Dämme und der Song zeigt sein wahres Gesicht: Um die Musik wirklich einordnen zu können, kann man sich in etwa einen Bastard aus älteren In Flames, Opeth und einzelnen Hypocrisy-Elementen vorstellen, insgesamt handelt es sich also um verzwickten und doch stellenweise recht melodischen Death Metal.
Was zur Hölle ist nur "Ardad"? Nun ja, wenn dies die einzige ungelöste Frage des Song bleibt, ist es ja in Ordnung. Und in der Tat macht der Track schnell deutlich, wohin die Reise geht: Insgesamt deutlich schneller als beim Opener wird nun zu Werke gegangen, auch etwas weniger komplex. Schade nur, dass das Riff nicht unbedingt das Innovativste ist! Dafür können die stellenweise dezent im Hintergrund hörbaren Keyboards dem Song ein gewisses Feeling verleihen.
Wenn ein Song schon "Forbidden" heißt, dann muss er bitteschön auch gehörig Thrash-Einflüsse haben - dachten sich zumindest auch Mencea und haben dies in die Tat umgesetzt, wobei man nun allerdings keineswegs einen echten Thrash-Song erwarten darf. Ganz im Gegenteil: Dem Thrash-Anteil im Riff stehen ruhige und erneut von Keyboard getragene Stellen gegenüber, die mit einer Vielzahl von Breaks ein- und ausgeleitet werden.
"Deep in the Under" besitzt sehr starke Einflüsse von Opeth, wenn auch nicht die Genialität, mit der die Mannen um Mikael Akerfeldt in der Regel ans Werk zu gehen pflegen.
"The holy Cast" beginnt atmosphärisch, bevor er sich zu einen thrashigen Deathmetal-Monster verwandelt. Gefangene werden hier auf dem härtesten Song des Albums jedenfalls nicht gemacht. Eins darf man über die jungen Griechen definitiv nicht sagen: Dass sie ihre Instrumente nicht unter Kontrolle hätten: Denn es ist absolut beeindruckend, was sowohl die beiden Gitarristen Stamos Koliousis und Vangelis Labrakis als auch die Rhythmusfraktion mit Drummer Nick Prapas und Bassist Kostas Alatas so auf dem Kasten haben.
Dies zeigt sich etwa beim äußerst vertrackten "Eminence".
Die beiden abschließenden Songs "Curse the Damned" und "When Strife and Greed collide" sind mehr oder weniger lediglich eine weiter getriebene Variation bereits bekannt gewordener Stilelemente der Band, wobei man gerade den letzten Track doch noch herausheben sollte, da dieser interessante und hörenswerte Stellen aufzuweisen hat und mit knapp neun Minuten Spielzeit ein echtes Epos geworden ist.

Fazit: Der Einsatz der großen Namen hat sich zumindest soundtechnisch gelohnt, denn glasklar und ideal ausdifferenziert präsentiert sich DARK MATTER, ENERGY NOIR. Musikalisch kann die Platte den zweifelsohne hohen Ansprüchen insgesamt leider nicht die gesamte Spielzeit über gerecht werden. Mit der Zeit wird das Album nämlich doch etwas ermüdend, was unter anderem auch an den Vocals liegen dürfte, die mit zunehmender Spieldauer etwas zu monoton wirken.

Anspieltipps:
 "Forbidden", "When Strife and Greed collide"

Titel-Liste:
 
  1. The Passing
  2. Ardad
  3. Forbidden
  4. Deep in the Under
  5. The holy Cast
  6. Eminence
  7. Curse the Damned
  8. When Strife and Greed collide

Laufzeit:
 41:01 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/mencea 


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