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Review: Mennen
 
PLANET BLACK

Album:
 PLANET BLACK, 2008, Wacken Records

Stil:
 Hard Rock

Wertung:
 3,5 von 7
3,5 von 7 Punkten
 S.M., 08.05.2008

Review:
 Eine Band, von der ich, trotz bereits sechs Veröffentlichungen seit der Gründung im Jahre 1992, noch nichts gehört habe, nennt sich Mennen. Namensgeber ist der niederländische Sänger Joss Mennen, der auch schon bei Zinatra, einer weiteren holländischen Formation, das Mikro schwang.
Das derzeitige Line-Up besteht neben dem Bandleader aus Alex Jansen (Bass) und Fon Janssen (Drums). Gitarrist ist laut dem Promoflyer Eric van de Kerkhof, während in dem erst kürzlich akualisierten Encyclopedia-Metallum-Eintrag der Band ein gewisser Gino Rerimassie die Klampfe bedient. Aber vielleicht gab es den letzten Besatzungswechsel nach Einspielen des hier rezensierten Albums PLANET BLACK.
Drei Seiten lang lässt sich die Promobeilage sehr ausufernd über die Biographie der Band aus, aber besonders die Anmerkung ...den großen Durchbruch haben Mennen bisher noch nicht geschafft... im letzten Satz, ist ziemlich bezeichnend.

Denn von meinem Standpunkt aus, wird sich auch mit PLANET BLACK an dieser Tatsache nichts ändern. Es gibt zwei klare Schwachpunkte, und die heißen Songwriting und Gitarrenspiel.
Dass Eric von de Kerkhof seinen Koffer möglicherweise schon wieder packen musste, würde mich jedenfalls nicht wundern. Ich habe selten derart uninspiriertes Riffing erlebt. Teilweise klingt das einfach nur disharmonisch und beißt sich dabei total mit den recht eingängigen gesanglichen Höhepunkten. Es gibt auch kein einziges Soli, dass mir erwähnenswert schien.
Natürlich hängen die Mängel beim Gitarrenspiel mit dem Songwriting zusammen, denn wer die Songs komponiert, ist ja auch zum Teil für die Gitarren-Arrangements verantwortlich. Darüberhinaus gibt es kaum strukturierte Hooklines, an denen sich das Ohr orientieren kann. Oft kommt nach einem etwas diffusen Aufbau ein eingängiger Refrain, der in völligem Widerspruch dazusteht.
Pluspunkte gibt es beim Bassspiel, dass einige schöne Läufe auch im Vordergrund hat, und auch beim Gesang, denn Joss Mennen hat eine angenehme Stimme, die auch Emotionen gut vermitteln kann.

Von den Songs möchte ich den tiefgründigen, schleppenden Rocker "Power to the Bone", die beiden gelungenen Hardrocker "Crash and burn" und "Wait another Day" sowie die jazzig angehauchte Ballade "Future ahead" hervorheben, die quasi auch meine Anspieltipps wären.
Alles andere rangiert im Mittelmaß und einige Songs - besonders aufgrund des dissonanten Gitarrenspiels - sogar deutlich darunter.

Fazit: PLANET BLACK ist ein in jedem Sinne durchschnittliches Werk, mit dem Mennen sicherlich keine Akzente setzen und auch nicht ins Rampenlicht rücken werden. Es kann gut sein, dass einige Stücke live besser fruchten, aber unter einem gelungenen Studio-Album stelle ich mir etwas anderes vor. Und schließlich wollen Mennen ja nicht nur live Eindrücke hinterlassen.

Titel-Liste:
 
  1. Planet black
  2. Can't get it out of my Head
  3. Power to the Bone
  4. Solitary Man
  5. Feel put aside
  6. On Fire
  7. Green Elephants and blue Clouds
  8. Reason
  9. Mister Father
  10. Time will tell
  11. Crash and burn
  12. Wait another Day
  13. Future ahead

Laufzeit:
 56:04 Min.

Band-Infos:
 
  • www.mennen.net 


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