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Review: Messenger
 
UNDER THE SIGN

Album:
 UNDER THE SIGN, 2006, STF

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 S.M., 18.02.2012

Review:
 Mit ihrem letzten Werk SEE YOU IN HELL fuhren die True-Metaller Messenger durchweg gute Kritiken ein. Auch meine Wenigkeit war von dem Album begeistert. Die Saarländer haben aber schon zuvor einige Werke herausgebracht, und wir werfen nun mal einen Blick auf das vorletzte Album UNDER THE SIGN. Es erschien 2006, damals unter dem Banner von STF Records.

Das Intro "Firegate" erschafft eine ziemlich düstere Atmosphäre, die in den Titeltrack "Under the Sign" mit übergeht. Der Mid-Tempo-Aufbau ist kraftvoll, die Melodie hat aber etwas Mystisches, Unheilvolles. Lediglich beim Refrain wird es kurz harmonischer, so dass der Höhepunkt schön hymnisch über dieser Atmosphäre thront. Das ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber von der Band wirklich gut gelöst.
"Titans" ist auch kraftvoll, in seiner Machart aber wesentlich geradliniger und eingängiger gestrickt. Die Hookline ist harmonisch und die Lead-Melodie geht gut ins Ohr. Und Messenger beweisen wieder ihr Gespür für krönende Höhepunkte.
Da ist "New Hope" wesentlich facettenreicher. Rhythmus und Tempo ändern sich mehrfach, die Arrangements sind technisch anspruchsvoll und die Stimmung des Songs geht wieder mehr ins Düstere. Insgesamt erinnert der Track stark an den modernen US Metal.
Messenger bringen einiges an Abwechslung auf dem Album unter. Der nächste Song mit dem vielsagenden Titel "Kill the DJ" ist eine typische Live-Hymne mit true-em Flair und erweitertem Headbanger-Potential. Bei "Intruders" haben sich Messenger von Iron Maiden inspirieren lassen, einschließlich der Epik und der orientalischen Klänge, wie sie auf Alben wie POWERSLAVE zu hören sind.
Dieses Exotische weiten sie bei dem coolen Instrumental "Hymn to Aton" noch deutlich aus und lassen es auch in "Pharaoh" einfließen, was man sich angesichts des Songtitels denken kann. Allerdings lassen Messenger hier eigenen Ideen freien Lauf und das klappt richtig gut. Die Melodie und das starke Bridge-Refrain-Konstrukt vereinnahmen schnell die Gehörgänge.
Mit der Powerballade "Pray to Odin" zeigen Messenger, dass sie sogar emotionale Klänge gut beherrschen. Eingebettet in ein episches Konstrukt mit einem hymnischen Chorus, würde ich den Song sogar mit zu den Albumhighlights zählen.
Als Kontrast machen sie bei "Feel the Fire" wieder ordentlich Dampf und servieren einen energievollen Stampfer nach bester Accept- oder U.D.O.-Manier. In der Mitte des Songs bremsen sie kurz ab, um eine vielschichtigere, atmosphärische Passage einzufügen und sich zum Ende hin wieder zu steigern.
Den Abschluss bildet mit "Metal Day" ein weiterer true-er Track, der aber ein bisschen zu sehr auf Pathos getrimmt wird.

Fazit: So stark wie SEE YOU IN HELL ist UNDER THE SIGN nicht, aber es ist insgesamt ein gutes Heavy-Metal-Album, das außerdem viel Abwechslung sowie manche kleine Überraschung mit sich bringt. Die Songwriting-Qualität spielt sich auf einem gleichbleibend guten Level ab. Ausfälle gibt es nicht, lediglich kleine Schwankungen zwischen "sehr solide" und "richtig gut". An der handwerklichen Leistung gibt es nichts zu beanstanden. Alle Musiker machen einen prima Job, allen voran der ausdrucksstarke, variable Sänger Sigi Schüssler. Messenger waren auch schon 2006 eine vielversprechende Metal-Band, auch wenn es damals noch nicht so viele festgestellt haben wie heute.

Anspieltipps:
 "Titans", "Kill the DJ", "Pharaoh" samt dem vorgelagerten Instrumental "Hymn to Aton" und Pray to Odin".

Tipp:
 Heavy- und True-Fans sind gut beraten, auch UNDER THE SIGN mal anzutesten.

Titel-Liste:
 
  1. Firegate
  2. Under the Sign
  3. Titans
  4. New Hope
  5. Kill the DJ
  6. Intruders
  7. Hymn to Aton
  8. Pharaoh
  9. Pray to Odin
  10. Feel the Fire
  11. Metal Day

Laufzeit:
 42:06 Min.

Band-Infos:
 
  • www.messengerband.de 

  • Probehören und Kaufen:
    Messenger: UNDER THE SIGN

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