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Review: Metal Inquisitor
 
UNCONDITIONAL ABSOLUTION

Album:
 UNCONDITIONAL ABSOLUTION, 2010, Hellion

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 S.M., 20.01.2011

Review:
 Metal Inquisitor sind eine deutsche Band, die den Underground-Status bislang nicht hinter sich lassen konnten, obwohl die bisherigen Releases ordentliche Kritiken einfuhren. Aktuell haben sie ihr drittes Album UNCONDITIONAL ABSOLUTION am Start. Mal sehen, ob sie sich damit etwas mehr in den Blickpunkt der Metal-Gemeinde spielen können.
Mit ihren wirklichen Namen gehen die Mitglieder der Band nicht hausieren. Die Nicks heißen El Rojo (Gesang), Kronos (Bass), Blumi (Gitarre), T.P. (Gitarre) und Havoc (Schlagzeug). Laut der Bandwebsite scheint Kronos aber inzwischen die Band verlassen zu haben. Doch genug der Vorrede, wenden wir uns dem Inhalt des Albums zu.

Metal Inqusitor fröhnen dem traditionellen Heavy Metal, und dabei schauen sie gerne zurück zu den goldenen 80ern. Sie verbinden die NWoBHM mit modernen Soundstandards. So wirkt das Material nicht antiquiert und bewahrt sich aber trotzdem seine Old-School-Authentizität.
Die Stücke sind kraftvoll, geradlinig und eingängig. Als Vorbilder stehen hier sicherlich Bands wie Judas Priest, Iron Maiden, Saxon, Accept oder auch unbekanntere Truppen wie Maltese Falcon, Trance, Cloven Hoof und Grim Reaper Pate. Dennoch agieren Metal Inquisitor eigenständig genug, um nicht wie irgendein Klon zu erscheinen.
Die technische Leistung ist durchweg in Ordnung. Bei den Songs steht oft ein vielseitiges Riffing im Vordergrund, das auch von der Klasse der Gitarristen zeugt. Der Gesang von El Rojo wirkt mit der hellhohen Stimme mitunter etwas kauzig, doch das stützt den Eighties-Eindruck. Er sing jedenfalls ausdrucksstark und trifft die Töne.
Das Songwriting ist solide, ohne jetzt irgendwelche Überhits zu offenbaren. Auf der anderen Seite schleichen sich auch keine Ausfälle ein. Es wird durchweg ein zumindest gutes Niveau gehalten. Und grundsätzlich ist es doch bestimmt besser, über eine ganze Albumdauer mit guten Kompositionen überzeugen zu können, als nur einen Top-Hit zu präsentieren, umrahmt von viel Durchschnittsware. Oder wie seht ihr das?
Meine persönlichen Albumfavoriten sind die instrumentell schön ausgearbeiteten und vielseitig arrangierten "Quest for Vengeance" und "Betrayed Battalion", das kraftvoll-straighte, leicht Maiden-eske "Drowning Death", das eingängige "Persuader" und das vom Old-School-Speed- und -Thrash-Metal inspirierte "Suffer the Heretic to burn".
Doch letztendlich sind es nur Kleinigkeiten, die diese genannten Anspieltipps ausmachen, dann alle Stücke sind gut, und besonders die tollen Riffs vermögen Gitarrenfetischisten bestimmt zu begeistern.

Fazit: Metal Inquisitor hätten es auf jeden Fall verdient, dass man ihnen mehr Aufmerksamkeit zukommen lässt. Nur wenig Bands gelingt es, die NWoBHM derart gekonnt in die Neuzeit zu transferieren. Kompositorisch und technisch ist das Drittwerk der Koblenzer Truppe eine runde Sache. Und eine Stunde Albumdauer erfreuen auch das Herz des gerne-über-zu-kurze-Spielzeiten-meckernden Rezensenten.
UNCONDITIONAL ABSOLUTION ist ein Album, dass sich Old-School-Fans und Anhänger des traditionellen Heavy Metal unbedingt zu Gemüte führen sollten.

Titel-Liste:
 
  1. Extinction
  2. Casuality Evacuation
  3. Quest for Vengeance
  4. Drowning Death
  5. Betrayed Battalion
  6. Satan's Host
  7. The Arch Villain
  8. Neropolis
  9. Persuader
  10. Suffer the Heretic to burn
  11. The Path of the rightous Man

Laufzeit:
 60:18 Min.

Band-Infos:
 
  • www.metal-inquisitor.de 

  • Probehören und Kaufen:
    Metal Inquisitor: UNCONDITIONAL ABSOLUTION

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