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Review: Metal Law
 
NIGHT OF THE WOLF

Album:
 NIGHT OF THE WOLF, 2007, Battle Cry

Stil:
 True Metal, Power Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 S.M., 21.09.2007

Review:
 Die Vorläuferband von Metal Law wurde bereits im Jahre 1997 von Carsten Degling (Vocals, Guitar) gegründet. Nach einigen Besetzungswechseln, wurde Ende 2002 mit dem Einstieg von Michael Dobbertin (Bass) ein Mitstreiter gefunden, der die musikalischen Visionen von Carsten hundertprozentig teilt. Nachdem sich Anfang 2005 nochmals das Personal - Karussell drehte, wurden mit Ingo Creß (Drums) und Thomas Parchem (Guitar) zwei weitere Vollblut-Metaller engagiert, so dass nunmehr die Besetzung und der Wille zum Erfolg felsenfest stehen.
Was erwartet man nun von einer Band, die sich Metal Law nennt?
Richtig! Astreinen Heavy Metal und nichts anderes! Mal sehen, ob die Jungs halten, was der Name verspricht.

Nach dem verhaltenen Intro "March of the Law" hauen einem die ersten Takte von "Hunter and Prey" die Boxen um die Ohren. Power Metal wie er sein sollte: Eine antreibende Rhythmus-Fraktion mit Double Bass, herausragende Gitarren-Riffs und eine eingängige Hookline, die punktgenau auf den Song-Höhepunkt mit Ohrwurm-Refrain zusteuert. Bestens! Musikalische Vergleiche - wenn man sie denn unbedingt suchen muss - findet man bei härteren Primal Fear-Stücken oder Rage, wobei Metal Law wohlgemerkt keineswegs wie ein Plagiat klingen.
Mit einer kurzen Wolfsgeheul-Sequenz startet der Titeltrack "Night of the Wolf". Die Gitarren und Deglings starkes Organ bestimmen den etwas schleppenderen Song, der allerdings nicht so einprägsam im Gehörgang heften bleibt, wie sein Vorgänger. Dennoch bieten die vier Berliner auch hier schnörkellosen True Metal der alten Schule, wie ihn die Fans erwarten.
Das reduzierte Tempo bleibt bei "Positive Pain" vorerst erhalten. Es handelt sich um eine Halb-Ballade mit sehr gelungenem Gitarren-Solo und einprägsamen Chorus. Leider wird die Intensität der Stimme hier etwas zurückgeschraubt, was ich schade finde. Sie hätte meines Erachtens einen herausragenderen Part verdient gehabt und das hätte auch besser zum Gesamteindruck des Stücks gepasst.
"Slaying Creature" geht dann wieder mehr Tempo und Power zur Sache. Die ausdrucksstarken Vocals führen mit Lead-Gitarren-Unterstützung den Song zu einem eingängigen Höhepunkt. Frontmann Carsten Degling muss man ganz klar zu den Könnern seines Fachs zählen. Kein häufig gehörter Kastratengesang sondern immer stimmgewaltig und kraftvoll in mittleren und tiefen Lagen.
Beim "Once-upon-a-time-Gelaber"-Intro und dem Gesang von "Raise your Fist" standen eindeutig Manowar Pate, während das Gitarrenspiel des Tracks ein wenig an eine langsamere Maiden-Nummer erinnert. "Raise your Fist" ist alles in allem nicht schlecht gemacht, aber ragt auch nicht besonders heraus.
Sehr schnell und schnörkellos geht "Infesting Beliefs" zur Sache. Man fühlt sich fast ein bisschen in 80er-Jahre Speed-Metal-Zeiten zurückversetzt. Nach einem recht abrupten Break folgt ein hörenswertes Lead-Solo, danach wird das Stück ein wenig hymnischer, bevor kurz vor Ende das Gaspedal wieder durchgetreten wird.
"Thin Guy" fällt wieder in den Low-Tempo-Bereich. Eine einprägsame Hookline leitet den Hörer zu einem choralen Refrain. Auch bei diesem Track fällt wieder auf, dass Deglings Power-Stimme irgendwie gedämpft wird (bzw. von den Soundmixern heruntergeregelt wird). Möglicherweise, um nicht zu dominierend zu erscheinen. Das Stück bleibt trotzdem im Ohr hängen.
Stimmiges Gitarrenspiel eröffnet "The old Man" und bleibt auch den ganzen Song durch ständiger Begleiter, während der Gesang arg an eine Manowar-Mitgröhl-Hymne erinnert. Aber alleine die hervorragenden Riffs halten diesen Track hoch.
"Metal or Die" bringt uns dann ein Melodic Power Metal-Stück allererster Güte. Hier stimmt einfach alles: Gesang, Instrumente, Melodie, Refrain und ein schöner Lead-Gitarren-Abstecher in den Klassik-Bereich. Die Lyrics gehen auch hier eindeutig in den Manowar-Krieger-Schlachten-Bereich, aber das soll nicht stören. Es ist einfach ein Super-Ohrwurm.
Mit "Master of Thunder" wird die Scheibe von einem eher durchschnittlichen Long-Track beendet. Ein "Lückenfüller" an ungewohnter Position zum Abschluss, aber ein Album hat ja äußerst selten nur Highlights.

Fazit: Metal Law erfinden das Metal-Rad sicherlich nicht neu, aber wer kann das schon von sich behaupten. Sie bedienen sich bei Genre-Größen wie Judas, Manowar oder auch Rage, aber ohne jemals zu billigen Kopierern zu werden. Sie bringen - insbesondere durch den hochkarätigen Gesang und geniale Gitarrenparts - ganz klar auch ihre eigene Note in die Kompositionen ein. Für ein Debüt zeigen die Jungs eine beachtliche Leistung. Ich hoffe, dass man von Metal Law in Zukunft noch mehr hören wird und ich bin mir sicher, dass sie noch ein klein wenig zulegen können, um bald in der ersten Liga mitzuspielen. Die ersten Schritte auf dem Weg nach oben sind jedenfalls getan.
Und Fakt ist: Ihrem Namen machen sie alle Ehre!

Anspieltipps:
 "Hunter And Prey", "Slaying Creature" und "Metal Or Die"

Tipp:
 NIGHT OF THE WOLF spricht vor allen Dingen Anhänger von True Metal und Power Metal an, und im Besonderen die, die auf eine leichte Verschmelzung der beiden Spielarten stehen.

Titel-Liste:
 
  1. March of the Law
  2. Hunter and Prey
  3. Night of the Wolf
  4. Positive Pain
  5. Slaying Creature
  6. Raise your Fist
  7. Infesting Beliefs
  8. Thin Guy
  9. The old Man
  10. Metal or die
  11. Master of Thunder

Laufzeit:
 53:05 Min.

Band-Infos:
 
  • www.metallaw.de 


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