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Review: Metal Law
 
LAWBREAKER

Album:
 LAWBREAKER, 2008, Metal-on-Metal

Stil:
 Heavy Metal, True Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 S.M., 16.12.2008

Review:
 Metal Laws Debüt NIGHT OF THE WOLF ist mir noch in guter Erinnerung. Ich war gespannt, was mich unter dem recht hochtrabenden Bandnamen erwartet, und die vier Old-Schooler aus der Bundeshauptstadt haben meine wirklich hohen Erwartungen sogar noch locker übertroffen und ihrem Namen alle Ehre gemacht. Der Nachteil daran ist, dass ich nun noch höhere Ansprüche an den Nachfolger LAWBREAKER habe. Mal sehen, ob Metal Law mich erneut begeistern können.
Am Line-Up hat sich nichts geändert. Noch immer bestehen Metal Law aus Karsten Degling (Gesang, Gitarre), Michael Dobbertin (Bass), Thomas Parchem (Gitarre) und Ingo Creß (Schlagzeug).

War NIGHT OF THE WOLF noch vielerlei Einflüssen ausgesetzt, haben sich Metal Law nun etwas spezialisiert. Die Hauptinspiration holt man sich wohl bei den True Metal-Göttern Manowar. Nicht nur die Songtitel der ersten drei Tracks "Legacy of Knights (Intro)", "Crusaders of Light" und "Right to rock" rufen diese Assoziation hervor, auch das Soundgerüst hat man teilweise dem der Amerikaner angepasst. Einzig der äußerst charakteristische Klang der Leadgitarre widerspricht diesem Eindruck. Und die Tatsache, dass Metal Law mit diesen Kompositionen Manowar in Sachen Songwriting heuer den Rang ablaufen. Das rockt, das grooved, das animiert zum Headbangen und ist in jeder Hinsicht eine Ohrenweide.
Der Titeltrack "Lawbreaker" ist nicht nur der erste Song, mit dem Metal Law eine eigene Marke setzen, sondern auch eine geniale Metal-Hymne, die sofort zum mitwippen anregt. Auch "Between Dark and Light" profitiert von den eigenen Ideen der Berliner. Das Riffing ist allererste Sahne und das Songkonstrukt ebenso gut durchdacht wie eingängig. Und wer beim Leadsolo nicht zur Luftgitarre greift, ist kein Metal-Fan.
"Heroes never die" ist dann True Metal pur und greift auf bekannte epische Manowar-Trademarks zurück. Aber angesichts der Gesangsleistung von Karsten Degling müsste sogar Eric Adams aufhorchen. Er kommt zwar nicht an Adams Höhen früherer Zeiten ran, hat aber unheimlich viel Power und Ausdruck in den mittleren Lagen und kann die Töne lange halten. Und auch sonst ist dieser Track absolut gelungen und sollte jedem True-Anhänger die Freudentränen aus den Augen treiben. Von Mr. DeMaio und Co. habe ich so eine starke Nummer schon lange nicht mehr gehört.
Um bei "Open the Gates of Hell" eine etwas düsterere Atmosphäre zu erschaffen, sind die Gitarren tiefergestimmt und der Song wird regelmäßig mit satanisch anmutenden Sprachfetzen angereichert. So wird auch ein typisches 80er-Jahre-Classic-Metal-Feeling erzeugt. Man sieht die guten, alten Zeiten von langen Mähnen, Leder, Nieten und Jeanskutte voller Patches förmlich vor sich. Und Bandnamen, die heute kaum noch jemand kennt wie Warlord, Oz, Torch, Omen oder Heavy Load. Dass die Nummer dabei rockt wie die Hölle, ist wohl gar keine Frage.
Aus den Frühzeiten der Vorbilder Manowar bedient man sich bei "Metal Law". Es hätte wohl niemand gewundert, wäre diese Metal-Hymne auf BATTLE HYMNS, INTO GLORY RIDE oder HAIL TO ENGLAND erschienen. Metal Law bringen uns hier praktisch Manowar zu den Hochzeiten zurück.
"The Caravan" wirkt anfangs etwas unausgereift, entfaltet seinen Charme erst nach mehrmaligem Hören. Aber auch diesen Song haben Metal Law mit interessanten Ideen und starken Gitarrenparts gespickt. Nur der Refrain lässt etwas zu wünschen übrig.
Zum Abschluss gibt es nochmal einen richtige Heavy-Metal-Kracher, wie es sich für den Titel "Heavy Metal is forever" gehört. In meinen Ohren treffen hier frühe Manowar auf Primal Fear. Dynamischer Groove, tolle Gitarrenpassagen, eingängige Hookline und kraftvoller und ausdrucksstarker Höhepunkt. Metaller-Herz, was willst du mehr?

Fazit: Metal Law haben mich bereits mit ihrem Erstling tief beeindruckt und machen auf LAWBREAKER genauso weiter. DAS ist Heavy Metal wie er sein muss. DAS ist True Metal, wie ihn sich die Anhänger der Spielart wünschen.
Es ist weder instrumental noch gesanglich der geringste Makel zu finden. Herausragend finde ich dabei noch die variantenreichen Gitarrenlinien und Karsten Deglings kraftvolles und ausdrucksstarkes Organ. In Sachen Songwriting erwartet uns ein Mix aus Manowar-Einflüssen und Metal Laws eigenen Ideen. Aus dieser Vereinigung erschaffen sich Metal Law sogar durchaus eine eigenes musikalisches Markenzeichen.
LAWBREAKER ist absolut straighter, eingängiger, druck- und kraftvoller Heavy Metal, der 80er-Attitude mit neuzeitlichen Sounds verbindet. Bei mir sind Metal Law bereits zu meinen persönlichen Helden des traditionellen Metal aufgestiegen, und ich kann jedem Fan der Genres nur raten, an diesem Album nicht ungehört vorüber zu gehen.

Anspieltipps:
 Hier kann ich im Grunde nur auf die gesamte Tracklist verweisen.

Tipp:
 Uneingeschränkte Kaufempfehlung für jeden Anhänger des klassischen Heavy Metal und des True Metal.

Titel-Liste:
 
  1. Legacy of Knights (Intro)
  2. Crusaders of Light
  3. Right to rock
  4. Lawbreaker
  5. Between Dark and Light
  6. Heroes never die
  7. Open the Gates of Hell
  8. Metal Law
  9. The Caravan
  10. Heavy Metal is Forever

Laufzeit:
 47:37 Min.

Band-Infos:
 
  • www.metallaw.de 


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