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Review: Metalforce |
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Album:
| | METALFORCE, 2009, Magic Circle |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | S.M., 23.10.2009 |
Review:
| | Ich denke, es ist allgemein bekannt, dass es die True Metaler Majesty nicht mehr gibt. Im Juli 2008 gab Bandleader Tarek Maghary bekannt, dass die Band nicht mehr existiere und an ihre Stelle nun Metalforce trete. Das Line-Up war erstmal identisch, inzwischen gab es da wohl aber auch Neubesetzungen an Gitarre und Bass. Neben Sänger Maghary blieb noch Drummer Jan Raddatz von der ehemaligen Majesty-Crew übrig. Die dicken Saiten schrubbt jetzt Freddy Schartl und als Melodienmeister wurde Tristan Visser engagiert. Beide Künstler kenne ich bislang überhaupt nicht.
Auch warum die Namensänderung erfolgte, erschließt sich mir nicht so ganz. Ging's mal wieder um Vertragsstreitigkeiten mit einem Label? Keine Ahnung! Jedenfalls sind Metalforce jetzt beim Manowar-Label Magic Circle Music untergekommen. Oder waren Majesty es leid, den Bandnamen mit ungefähr tausend gleichnamiger Truppen teilen zu müssen? Who knows!
Nun, lassen wir solche Überlegungen mal beiseite und wenden wir uns dem Debüt der umbenannten Truppe zu. Es heißt schlicht: METALFORCE.
Schon der Opener "Faster, louder, Metalforce" lässt keine Zweifel aufkommen, wohin die Reise geht: in Regionen des dynamischen und kraftvollen True Metal, der allerdings auch keinerlei Pathos und Klischee unberührt lässt. Dennoch macht die Nummer sofort Laune, ist genial hymnisch und geht gnadenlos gut ins Ohr. Wer hier seine Muskeln ruhig halten kann, liest zweifellos das falsche Review. Der Song versprüht eine Energie, die den Körper praktisch automatisiert.
"Freedom Warriors" beginnt eher schleppend mit einer mächtigen, dominanten Bassline. Zum Höhepunkt hin dynamisiert sich auch hier der Groove und Bridge und Refrain setzen auch diesem Stück eine hymnische True-Metal-Krone auf.
Bei "I rule the Night" steht der so ein bisschen von Manowar übernommene Epik-Pathos im Vordergrund. Ein guter Song mit einer intensiven Performance und einer tollen Melodie ist es trotzdem. Solch eine Nummer müssen die großen Szene-Vorreiter erst einmal hinbekommen. "Thunder and Lightning" steht seinem direkten Vorgänger in nichts nach, ist höchstens noch einen Ticken intensiver und hymnischer.
Weniger episch, sondern wieder kräftiger und geradliniger kommt "Metal Crusaders" und erinnert mich so ein bisschen an Top-Songs von Saxon mit einem Hauch Powerwolf-Pathos. Es ist jedenfalls eine Metal-Hymne par excellence, wie man sie einfach besser nicht komponieren kann.
Die emotionale Halbballade "When the Valkries fly" hat eine tolle Melodie, transportiert erneut eine sehr getragene Epik und bewegt sich dabei hart an der Grenze zum Schmalz, ohne diese jedoch wirklich zu übertreten. Klasse Drahtseilakt, und klasse Songwriting! Alle Achtung.
"Thunderchild" baut auf Bewährtem auf, also auf einer Mischung aus druckvollen Riffs, kräftigem Groove und epischen Melodien, wartet jedoch mit dem bis dahin besten Solo auf.
"We are the Fire" ist eine geradlinige Power-Nummer, die rechtzeitig zum Höhepunkt wieder an Melodie und Hymnik zulegt. Was Metalforce auf diesem Album an tollen Refrains auspacken, ist kaum zu beschreiben. Und Tarek Maghary performed diese wie ein junger Gott.
Schon wenn man den Titel "Melt thy Steel" vernimmt, kann man sich fast vorstellen, was jetzt kommt. Ich würde es fast wie eine Hommage an Manowars Hochzeiten bezeichnen. Und auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: doch so gut hat man die amerikanischen True-Metal-Götter schon lange nicht mehr gehört. Und Tarek lässt sogar Screams á la Eric Adams vom Lager.
Metalforce geben sich auf dem gesamten Album keiner Schwäche hin. Das ganze Werk spielt sich auf höchstem Niveau ab. Das ändert sich auch bei der nächsten klasse Epik-Nummer "Let the Battle begin" nicht. Man mag ihnen vielleicht vorwerfen, dass sie soundmäßig nicht allzu viel variieren. Doch wenn das altbewährte Rezept immer wieder funktioniert und mitzureißen versteht, ist großartige Abwechslung vielleicht auch gar nicht die Intention.
Und beim abschließenden "Son of the North" erreichen epische und hymnische Elemente noch einmal ihren Höhepunkt. Auch eine leicht folkige Lead-Melodie fließt noch in die Komposition mit ein. Auf diese Weise wird ein tolles Album angemessen beendet.
Fazit: Wer waren Majesty? Wer braucht Manowar? Hier kommen Metalforce, und die hauen mit METALFORCE dem geneigten Hörer eine richtige True-Metal-Granate um die Ohren. Besser kann ein "Debut" eigentlich nicht sein. Zusammen mit Powerwolfs BIBLE OF THE BEAST ganz klar das beste True-Metal-Werk dieses Jahres! Wie dieses auch, versprüht METALFORCE eine unheimliche Hymnik.
Metalforce haben sich wirklich ins Songwriting reingehängt und tolle Kompositionen erschaffen. Und auch bei der musikalischen Umsetzung stimmt alles, besonders Maghary liefert eine klasse Leistung ab. So können die Jungs gerne weitermachen. Turn it loud! |
Anspieltipps:
| | Also, ich empfehle mal die Tracks 1 bis 11. |
Tipp:
| | Pflichtkauf für die True-en, doch auch die Traditionellen und die Power Metaler sollten sich METALFORCE nicht entgehen lassen. |
Titel-Liste:
| | - Faster, louder, Metalforce
- Freedom Warriors
- I rule the Night
- Thunder and Lightning
- Metal Crusaders
- When the Valkries fly
- Thunderchild
- We are the Fire
- Melt thy Steel
- Let the Battle begin
- Son of the North
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.metalforce.eu  |
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