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Review: Mikkel Schack Band
 
...ABOUT TO DESTROY SOMETHING BEAUTIFUL

Album:
 ...ABOUT TO DESTROY SOMETHING BEAUTIFUL, 2007, Trechoma

Stil:
 Rock

Wertung:
 3,5 von 7
3,5 von 7 Punkten
 S.M., 07.12.2007

Review:
 Mit ...ABOUT TO DESTROY SOMETHING BEAUTIFUL liegt uns das Debüt der Dänen Mikkel Schack Band vor. Neben dem Namensgeber, der singt und Gitarre spielt, besteht die Formation aus Mads Jśrgensen (Gitarre), Kennet Lauridsen (Gitarre), Nils Kvist (Bass) und Kristian Pedersen (Schlagzeug).
Laut der Beilage der Promo-Agentur nennt sich die Stilrichtung Dark Pop. Ich bin sehr gespannt, was mich unter dieser Bezeichnung erwartet.

Mit Akustikuntermalung und ruhigem, emotionalem Gesang startet "Doing Time" und läuft auch großteils in dieser Stimmung ab. Der Song ist natürlich sehr gut geeignet um Mikkels Stimme hervorzuheben. Obwohl ich keine besonderen Merkmale am Gesang feststellen kann, klingt er gut und ausdrucksstark und bleibt in angenehmen, mittleren Tonlagen. In der Mitte des Stücks kommt dann erst Rhythmusunterstützung hinzu, später auch erst geringe, dann immer weiter zunehmende Anteile der E-Gitarre. Trotzdem wird die emotionale Grundstimmung bis zum Ende weitergetragen.
Rockiger beginnt "As good as it gets", dann wird erst ruhig mit verzerrtem Gesang aufgebaut, bevor der Höhepunkt eines eingängigen Refrains markiert wird. Die Härte wird zum Schluss hin etwas gesteigert, als Metal-Riffs miteingebracht werden.
Und mit diesen Riffs geht es bei "Anthem of the Different" direkt weiter, soll heißen, dass die musikalische Härte des Albums bislang so nach und nach zunimmt. In der Tat tangiert dieser Track durch sein Instrumentenspiel und aggressiveren Gesang durchaus den True Metal. Der Refrain, unterstützt von starken Licks, kann punkten.
Bei "Getting older?" dominiert dann wieder das genaue Gegenteil: ruhige, teils akustische Rockmusik. Diese Ballade bringt nicht nur eine schöne Melodie sondern auch ausdrucksstarken Gesang mit sich, der besonders im Refrain wieder überzeugt. Zum Ende hin häufen sich wieder die Einsätze der E-Gitarre, was auch sehr gut passt.
Anleihen von Hard Rock und Rock`n´Roll werden "From Time to Time (I lose my Mind)" beigemischt. Es wird auch wieder mit diesem verzerrten Gesang experimentiert, was bei dem Stück gewaltig nervt. Auch sonst ist es eher ein unterdurchschnittlicher Rock-Song.
Mit kontrastreichem Spiel zwischen Akustik- und E-Gitarre beginnt "Treadmill" ganz interessant, flacht dann aber bald ab. Der Aufbau ist langweilig und schon zu oft gehört. Auch der chorale Höhepunkt kann nicht überzeugen.
Der Rhythmus von "Surreal/So Real" klingt ein wenig wie bei Genesis oder Phil Collins. Das Gitarrenspiel ist aber höher und melodischer und der Gesang bringt natürlich deutliche Unterschiede zu den Genannten. Stilistisch fällt der Song unter Soft-Rock-Ballade. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern bringt er aber wieder eine musikalische Steigerung.
Bei "Nothing" dürfen dann mal wieder heavy Gitarrenriffs ran. Auch die Rhythmusbegleitung erscheint wuchtig. Der fast poppige gesangliche Höhepunkt wirkt im Gegensatz dazu etwas kontrovers.
Orientalische Saitentöne und kirchlich klingender Chorus eröffnen "Where are we heading?" äußerst exotisch. Danach wird der Song schleppend, aber in gewohnter Soft-Rock-Manier aufgebaut. Es scheint den Dänen ein wenig am Ideenreichtum zu fehlen. Leider wieder nur Durchschnittskost.
Mit "Never talk to Strangers" kommt noch eine vollkommen akustische Ballade als Schlußstrich. Mikkel Schack kann nochmal mit seiner Stimme glänzen. Von der Melodie erinnert mich das Stück ein wenig an ruhige Sachen von Oasis oder No Mercy.

Fazit: Dark ist an diesem Album gar nichts, deswegen ist die Bezeichnung Dark Pop völliger Humbug. Es mag sein, dass manchmal typisch britischer Pop angeschnitten wird, aber ebenso Mainstream, Hard Rock und das ein oder andere mal sogar der Metal. Im Endeffekt wird uns hier variantenreiche Rockmusik präsentiert.
Diese Vielseitigkeit kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auf ...ABOUT TO DESTROY SOMETHING BEAUTIFUL auch Schwächen und Durchschnittsstücke präsent sind. Die besseren Songs summieren sich am Anfang des Albums, und wirkliche Höhepunkte gibt es eigentlich wenig. Meines Erachtens müssen Mikkel Schack und seine Jungs noch einige Arbeit leisten, um im Rock-Metier Fuß zu fassen.

Titel-Liste:
 
  1. Doing Time
  2. As good as it gets
  3. Anthem of the Different
  4. Getting older?
  5. From Time to Time (I lose my Mind)
  6. Treadmill
  7. Surreal/So Real
  8. Nothing
  9. Where are we heading?
  10. Never talk to Strangers

Laufzeit:
 53:48 Min.

Band-Infos:
 
  • www.mikkelschack.dk 


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