 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: Milk+ |
 |
| |
Album:
| | WHO WAS MR. FELDMAN?, 2009, Pate |
Stil:
Wertung:
| |  3,5 von 7 Punkten | | N.Z., 11.06.2010 |
Review:
| | Experimentell, ungewöhnlich, komplex aber auch befremdlich - so und auf gefühlte tausend andere Arten könnte man das 2009 erschienene, zweite Studioalbum der österreichischen Band Milk+ WHO WAS MR. FELDMAN? beschreiben. Es ist schwierig, den Stil zu bestimmen oder das Ganze einem Genre zuzuordnen; eins ist jedoch sicher: Leichte Kost ist das aktuellste Milchprodukt der drei Österreicher auf keinen Fall. Es scheint, als wollten David Furrer (Vocals, Gitarre), Navid Djawadi (Bass) und Christopher Czerny (Schlagzeug) mehr machen als "nur" Musik; eine Revolution gegen die gängigen Konventionen, Regeln und Einschränkungen der Musikindustrie, ein eigenwilliger Feldzug für künstlerische Freiheit, Innovation und Kreativität. Dass sie in ihren Bemühungen teils in sperrige Dissonanzen verfallen und umständlich jede Form von Harmonie sabotieren ist wohl gewollt, macht das Hören jedoch recht anstrengend. So mag es vielleicht geistig anregend sein, über anspruchsvolle Kunst, welche hier scheinbar zu schaffen angestrebt wurde, nachzudenken, jedoch kann man beim Lauschen der rund 76 Minuten gebündelter Disharmonie eher nicht von Freude, Genuss oder Entspannung sprechen, allerdings war die Erschaffung derartiger Empfindungen des Hörers wohl auch nicht die Intention der Band.
Gleich das erste Stück, "Celadoár" verdeutlicht oben genannte Besonderheiten: Ruhige und harmonische Gesangsparts wechseln sich ab mit originellen instrumentalen Elementen, die erst beim zweiten Hören ihre versteckte Ästhetik offenbaren. Stimmlich erinnert Sänger David Furrer stark an Matthew Bellamy (Muse), was unweigerlich teils zu unterbewusstem Vergleichen verleitet.
Das folgende "Zensmark" bietet einen Wechselspiel aus verspielten Rhythmen und holprig wirkenden Passagen, hat aber einen sehr schönen, ruhigen Instrumentalteil.
Sphärisch geht es mit "Paragon Negative" weiter, welches wieder ruhige, melodische mit schnelleren, teils etwas holprigen Parts kombiniert und sogar leichte Jazz Einflüsse vermuten lässt. Hier wird einfach ausprobiert was das Zeug hergibt; Selbstverwirklichung in Reinkultur.
Gut gefallen mir außerdem "Ephemerol" und "409: Ichikawa Story" welche mit oben genannten Besonderheiten aufwarten, während mir persönlich der Titeltrack "Who was Mr. Feldman? " doch etwas ZU experimentell und abgefahren ist.
Fazit: Generell lässt sich sagen, dass die Struktur der einzelnen Tracks zwar in ihrer Gesamtheit ungewöhnlich sein mag, jedoch im Vergleich mit sich selbst immer recht ähnlich aufgebaut ist. Skurrile Elemente werden mit klassischen verschmolzen, einfache Muster befinden sich in steter Umklammerung komplizierter Klangkombinationen und langsame Harmonien werden von rasanten Dissonanzen gejagt. |
Anspieltipps:
| | In jedem Fall "Ephemerol" |
Tipp:
| | Wer es gerne anspruchsvoll und unkonventionell hat, sollte dieses Album ausprobieren. Ich rate dabei zu mehrmaligem Hören, da ansonsten die, unter verfahren und mühsam wirkenden Melodien verborgene, Anmut leicht zu überhören ist. |
Titel-Liste:
| | - Celadoár
- Zensmark
- Paragon Negative
- Seksy Surprise
- Stephead
- Drencrom
- Ephemerol
- Synthemesc
- Who was Mr. Feldman?
- 409: Ichikawa Story
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.milkplus.net  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Neue Reviews |
 |
|