 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: M.ill.ion |
 |
| |
Album:
| | THRILL OF THE CHASE, 2008, Metal Heaven |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | U.B., 11.05.2008 |
Review:
| | Wenn der Lehrer früher in der Schule fragte, was ich später beruflich werden wollte habe ich immer: "Millionär" geantwortet. Leider ging mein Berufswunsch nicht in Erfüllung, schließlich ist von meinen Klassenkammeraden aber auch keiner Pilot, Stuntman oder Lokführer geworden. Leider habe ich auch keine Million CDs, aber eine von der schwedischen Band M.ill.ion. Die GET MILLIONIZED ist eine Art Best Of der ersten drei Alben. Daher war ich mit der Musik der Nordmänner gut vertraut als mich die neue Scheibe THRILL OF THE CHASE zum Review erreichte. Zwar gab es inzwischen auf den Positionen an der Gitarre und dem Mikro Besetzungswechsel, aber stilistisch blieb man sich treu. Aus Göteborg kommend, eigentlich eine Hochburg der ganz harten Mucke, hat sich das Quintett dem Hard Rock verschrieben und speziell mit dem letzten Studioalbum KINGSIZE auch für gehörig Aufsehen und überaus positive Resonanz gesorgt. Das vorliegende Werk ist bereits das sechste Album.
Direkt mit dem Titelstück "Thrill of the Chase" geht es schnell und dynamisch zur Sache. Drum betont mit einigen Hammond Orgel Einlagen und teils mehrstimmigem Gesang bringen die Millionäre eine gute Hookline zu Gehör.
Leise E-Gitarre und verhaltene Vocals klingen nach Ballade doch sehr schnell wird auf "Menace of Society" ein Sound Orkan entfesselt. Der Song ist ein prima Rocker mit schneidenden Gitarren und ballernden Drums, sehr schön der Wechsel von Vocals mit einigen aggressiven Shouts und Backing Chor.
Gewitterdonner leitet "Slave to you" ein. An eine Sitar erinnernde Gitarrenklänge und leises Keyboardspiel werden hinweggefegt von heftigen Riffs. M.ill.ion scheint eine Vorliebe für das Antäuschen einer Ballade auf der linken Seite zu haben um dann urplötzlich mit viel Dampf auf der rechten Spur vorbeizupreschen. Die Vocals schwanken zwischen sanft und intensiv. Der Track ist etwas langsamer als die beiden ersten, aber mit Power, melodisch aber diese Seite nicht überbetont, steigert sich das Ganze zum Schluss hin bevor das Stück wie zu Beginn mit Donnergrollen ausklingt.
"The One above" legt los mit einer Hammond Orgel wie zu Uriah Heep Zeiten, dann heizen Drums und Bass mächtig an. Die Orgel fällt immer wieder mit kurzen Einlagen auf bevor die Gitarre mit schnellen Läufen mehr in den Focus rückt.
"Lonely in a crowded Room" könnte vom Titel eine Ballade sein aber auch hier Fehlanzeige. Dröhnend stampft der Midtempo Song dahin. Drums und Keys sind stark präsent. Dazwischen gibt es ein Gitarrensolo und die Fußspitzen wippen automatisch mit.
Und erneut scheint bei "U.F.O." mit leiser Gitarre und ein wenig traurigen Vocals eine Ballade eingeläutet zu werden bevor nach wenigen Augenblicken das Gaspedal voll durchgetreten wird. Vor allem die Gitarre hat hier mal mehr Freiraum als auf den anderen Tracks. Sonst eher ein durchschnittlicher Song.
"From Heaven to Hell" erweckt bei mir vom Titel sofort die Assoziation zum berühmten Black Sabbath Album HEAVEN AND HELL. Zwar erreicht man nicht die große Klasse von Sabbath, aber das Stück ist eine druckvolle Nummer mit melodiebetontem Chorus. Im Laufe des Songs wird der Titel sehr gut musikalisch umgesetzt. Startet man recht freundlich wird es im Verlauf immer düsterer als bewege man sich wirklich von freundlichen hin zu dunkleren Gefilden.
"Son of the Son" ist ziemlich unspektakulär. Keyboards und schrammelnde Gitarre, ein ansprechender mehrstimmiger Chorus und die doch sehr monotonen Drums, das war es schon.
Auch "Through the Eyes of a Child" reißt nicht vom Hocker. Man legt sofort mit vollem Sound los, sehr stark der Bass. Ein schönes Gitarrensolo lockert die Sache auf.
Erheblich besser erweist sich "Beware of the Wolf". Erneut ein sanfter Start mit verträumten Keyboards, die Vocals klingen weich bevor es einen abrupten Wechsel zu harten Riffs gibt. High Speed erklingt die Orgel im Wettstreit mit der Gitarre. Ähnliche Gitarren- Keyboard Duelle kennt man von Blackmore und Lord aus der Deep Purple Ära. Ein Song der einem gehörig den Staub aus den Gehörgängen bläst, eines der besten Stücke des Albums.
"Fires of Siberia" ist der härteste Track der Scheibe. Die Gitarrenriffs klingen bedrohlich die mehrstimmigen, melodischen Vocals erhellen die eher dunkle Stimmung. Das Stück ist nicht sonderlich schnell, bezieht aber seine Power aus den doch heftig aufspielenden Instrumenten. Hard Rock mit Saft und Kraft.
Bei "Need to believe" gibt es am Anfang ein kleines Kabinettstückchen. Wie aus dem Probenraum in einer Garage mit schlechter Akustik hört man einige Drumschläge bevor es mit einem Stück im typischen Hard Rock Gewand losgeht. Die Drums treiben heftig an. In der Mitte gibt es eine ruhige Phase, dann legen sich die Gitarren ins Zeug im Wechsel mit den Keys.
Fazit: Auch auf THRILL OF THE CHASE gelingt es den Schweden mit flottem Hard Rock zu gefallen. Die Songs sind ohne Ausnahme eingängig, mit großer Spielfreude vorgetragen und schnörkellos straight, von einigen kleinen Spielereien abgesehen. Damit darf sich eine breite Käuferschicht angesprochen fühlen. Als Kritik lässt sich aus meiner Sicht der wenig variable Gesang, der dazu nicht sonderlich melodisch ist, anführen. Mit Unterstützung der Backing Vocals klingt die Sache sofort erheblich besser. Auch beim Songwriting fehlt mir der letzte Schliff. Die Gitarren sind meist zu sparsam eingesetzt, zu sehr dominieren die Drums und bei einigen Tracks die Hammond Orgel. Auf der Haben Seite stehen druckvolle Songs und eine gute Produktion. Die Scheibe beschert einem zwar nicht eine Million auf dem Konto, aber dafür ein Dutzend munterer Rock Songs die einfach für gute Laune sorgen und das ist doch auch was. |
Anspieltipps:
| | "Slave to you", "From Heaven to Hell", "Beware of the Wolf" und "Fires of Siberia" |
Tipp:
| | Für jeden der mit schnellem Melodic Hard Rock etwas anfangen kann und nicht unbedingt auf Balladen steht, die hier komplett fehlen, erhält hier das richtige musikalische Futter. Don Dokken, Def Leppard und Uriah Heep stehen bei Euch schon im Schrank, dann ist dieser Silberling bestimmt kein Fehlgriff. |
Titel-Liste:
| | - Thrill of the Chase
- Menace of Society
- Slave to you
- The One above
- Lonely in a crowded Room
- U.F.O.
- From Heaven to Hell
- Son of the Son
- Through the Eyes of a Child
- Beware of the Wolf
- Fires of Siberia
- Need to believe
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.million.o.se  |
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Neue Reviews |
 |
|