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Review: Minotauro
 
Minotauro - MASTER OF THE SEA

Album:
 MASTER OF THE SEA, 2013, Dust On The Tracks

Stil:
 Symphonic Metal / Power Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 U.B., 16.11.2013

Review:
 Der Minotaurus ist eine Gestalt der griechischen Mythologie und war so eine Art Arnold Schwarzenegger Verschnitt mit Stierkopf. Ob der überreichliche Genuss von Red Bull für den Stierkopf verantwortlich ist, keine Ahnung. Vielleicht wollte man ja nur einen Superathleten für die Olympischen Spiel züchten. Wie auch immer, nur so viel ist bekannt, Theseus schlug dem Stiermann den Schädel ein um dann mit der berühmten Rolle Nähgarn aus dem Labyrinth (die Wohnung vom Stiermann war wohl sehr unübersichtlich) zu entkommen. So oder so ähnlich, schließlich ist mein Geschichtsunterricht schon lange her. Bei der Band Minotauro hingegen handelt es sich um einen Newcomer aus Italien, um genau zu sein aus Triest, gegründet in 2010. Wer beim Herkunftsland Italien sofort auf Power Metal tippt liegt richtig. Und die symphonischen Elemente ala Rhapsody Of Fire sind auch vorhanden. Minotauro hat sich somit einer Musiksparte verschrieben, die in ihrer Heimat schon von vielen Bands beackert wird. Da hat es eine neue Band besonders schwer sich durchzusetzen. MASTER OF THE SEA ist das Debüt der Truppe und wurde von Achim Köhler gemixt und gemastert. Der Mann arbeitete unter anderem schon für Godiva und Amon Amarth. Das Cover Artwork zeigt einen Engel mit Totenkopfgesicht der aus den Fluten steigt. Der Todesengel passt eigentlich nicht so recht zur Musik denn, so viel vorweggenommen, finster ist die Stimmung der Songs nicht und schließlich handelt es sich auch nicht um Death Metal. Eingespielt wurde das Album mit Roko Smailagic Gitarre, Peter Talhor Gitarre (inzwischen ersetzt durch Damjan Caharija), Rudy Berginc Vocals, Ales Lavric Keyboards, Davor Parvelic Bass und Emanuele Petrucci Drums. Man sieht schon an den Namen, hier haben wir es nicht mit einer rein italienischen Formation zu tun, da sind auch Musiker aus dem slawischen Raum mit dabei.

"The Idol" beginnt mit klassischem Orchester, mit dem Heulen des Windes im Hintergrund. Mit Einsetzen der Drums und Gitarren wird das Orchester aus dem Fokus verdrängt und dient als Untermalung. Die Vocals sind kräftig mit gutem Vibrato in den Höhen. Neben dem starken Bass sind es die fast ständig Vollgas spielenden Drums die hier Akzente setzen. Das Ende überlässt die Band dann wie beim Start dem Orchester.
Beim Titelstück "Master of the Sea" serviert uns Minotauro Melodic Power Metal mit gut dosierter Orchester Begleitung. Mal sind es die Blechbläser, mal die Streicher die für den symphonischen Sound sorgen. Das Stück ist durch zahlreiche Tempo- und Rhythmuswechsel progressiv, bleibt aber immer gut eingängig.
Auf "Hero" hat das Orchester gar das Spinett ausgepackt, eine kleine Rokoko Einlage. Wie bei fast allen Tracks setzt Minotauro am Anfang und Ende verstärkt auf das Orchester, so auch hier. Die mehrfachen Wechsel zwischen orchestralen Parts und dem Power Metal gelingt gut und wirkt wie aus einem Guss.
Ähnlich ist "The Day of Redemption" aufgebaut, Anfang und Ende mit Orchester und Chören, sehr melodisch, die Vocals von tief und aggressiv bis hell und klar in den Höhen.
"Another Day" ist zur Abwechslung eine Ballade, zumindest im weiteren Sinne. Startet man nur mit Piano und Vocals so steigert sich die Nummer fast unmerklich und mit vollem Streichereinsatz verbreitet der Song eine fast fröhliche Stimmung.
Bei "This is what we need" haben wir es nochmals mit einem orchestralen Beginn zu tun, mit Chören die breiten Raum einnehmen. Später nehmen die Twingitarren das Zepter in die Hand, begleitet wie immer von den äußerst dynamischen Drums. Die Gitarrensoli fallen härter aus. Das Stück ist ziemlich progressiv, sanfte Stellen gehen plötzlich in Passagen über mit aufbrausenden Instrumenten.
Bei der Schlussnummer "Devil`s Sign" hat der ex Malmsteen Frontmann Göran Edmann einen Auftritt als Gastsänger. Über die stimmlichen Qualitäten von Edmann brauche ich nicht viele Worte zu machen, der Mann ist topp. Und da seine Stimmlage der von Rudy Berginc ähnlich ist, harmonieren die beiden auch ganz prima wenn sie sich gegenseitig ablösen. Hier kommt das Orchester dann auch mal in der Mitte des Songs voll zum Zuge. Was generell für das gesamte Album gilt trifft hier besonders zu, die Mischung aus melodischem Power Metal und dem Bombast des Orchesters geht gut zusammen und wirkt nie aufgesetzt und gekünstelt.

Fazit: Für ein Debüt ist MASTER OF THE SEA mehr als ordentlich ausgefallen. Klar, man kreiert keinen neuen Stil, vieles hat man schon ähnlich gehört, aber die Musik von Minotauro hat dennoch was Eigenständiges. Nicht ganz so opulent instrumentiert wie bei Rhapsody, man könnte auch sagen nicht so überfrachtet, dafür etwas härter und näher am klassischen Heavy Metal. Orchestriert sind die Stücke zwar auch und auf Keyboards wird ebenso nicht verzichtet, aber es bleibt alles im Rahmen. Die Musiker beherrschen ihre Instrumente und Sänger Rudy Berginc passt mit seiner kräftigen Stimme, die in den hohen Lagen ein wenig an Bruce Dickinson erinnert, ausgezeichnet zum Charakter der Songs. Dass der Stil nicht ganz so italienisch ausgefallen ist wie anfangs vermutet liegt wohl mit daran, dass auch Leute aus Kroatien und Slowenien in der Band sind. Und Minotauro tut gut daran ihr eigenes Ding durchzuziehen, einen weiteren Rhapsody Clone braucht kein Mensch. Die symphonischen Passagen stammen nicht etwa aus dem Computer sondern vom Orchester IstiraPhonic aus Kroatien, das ist heute nicht mehr selbstverständlich. Die Gastauftritte bekannter Musiker wie Göran Edman oder Tom Naumann von Primal Fear und Sinner, hätte es meiner Meinung nach nicht unbedingt bedurft. Hier wollte man bestimmt, gerade weil es sich um ein Debüt-Album handelt, für Aufmerksamkeit sorgen. Achim Köhler ist ein guter Mix gelungen, alle Instrumente sind gleichberechtigt, höchstens die Drums sind eine Spur zu dominant, was mich jedoch nicht stört, ist Emanuele Petrucci doch ein Könner an den Drumsticks. Die Produktion ist gut, der Sound kommt druckvoll aus den Boxen und da die Spielzeit mit 52 Minuten auch OK ist, gibt es wenig zu meckern.

Anspieltipps:
 "Master of the Sea", "The Day of Redemption", "Another Day", "Devil's Sign".

Tipp:
 Hörempfehlung mit Bandvergleichen und Genre

Titel-Liste:
 
  1. The Idol
  2. Master of the Sea
  3. Hero
  4. The Day of Redemption
  5. Another Day
  6. Never loose your Faith
  7. This is what we need
  8. The Taste of Freedom
  9. Devil's Sign

Laufzeit:
 52:05 Min.

Band-Infos:
 
  • www.minotauro-band.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Minotauro: MASTER OF THE SEA


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