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Review: Mother Misery
 
STANDING ALONE

Album:
 STANDING ALONE, 2011, Transubstans

Stil:
 Heavy Rock

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 J.G., 22.12.2010

Review:
 Sorgt bei Sister Sin die Frontfrau Liv für den richtigen Ton am Mikro, damit der Heavy Rock auch mit voller Wucht das Ohr des Fans erreicht, so nimmt sich bei den Landsleuten von Mustasch Ralf Gyllenhammar der Sache an und bei Mother Misery ist es eben Sänger, Gitarrist und Komponist John Hermansen, der sich das Mikro zur Brust nimmt. Ebenfalls in die gleiche Heavy Rock-Kerbe schlagen die Songs des Neulings STANDING ALONE, wenngleich auch leichte Stoner-Anleihen etwas Erinnerungen an aktuelle Werke der US-Amerikaner Monster Magnet wach rütteln.
Je länger man jedoch in das dritte Album der Schweden hinein hört, desto klarer wird einem, dass hier keine Vergleiche zu den genannten Vorbildern gescheut werden müssen. Ganz im Gegenteil, war man von den letzten Outputs der Monster Magneten-Truppe Mother Misery um Dave Wyndorf nur noch bedingt begeistert, so könnten Mother Misery schnell den Platz einer interessanten Alternative einnehmen.

Der Start von "Dirty little Secrets" mit seinem verzerrten Gesang und treibenden Riffs macht solches Vergleichen leicht. Schnell wird klar, dass Mother Misery aber deutlich agiler zu Werke gehen und Hooklines gezimmert haben, die sich in den Gehörgängen sofort wohl fühlen.
Mit "In Monochrome" bis zum Titelsong "Standing Alone" setzt sich der flotte Heavy Rock fort und unterfüttert sie mit einer guten Ladung Groove, der sofort zum mitnicken,
-singen und -tanzen einlädt, bevor "This is what I am" das stonerlastige Intermezzo einläutet.
"Fade away" und "Eyes of the Moth" zeigen, dass sich die Truppe um Mastermind John Hermansen auch hier recht wohl fühlen und Stoner richtig in Szene setzen können.
Zum Abschluss gibt's dann noch mit "State of Grace" eine waschechte Ballade mit Akustik-Gitarre und orchestralen Elementen, die sich zugegeben nicht ganz schlüssig ins bisher Gehörte einfügt, aber für sich betrachtet eine gute und pathosfreie Figur abgibt.

Fazit: Da haben Mother Misery mit ihrem dritten Werk STANDING ALONE wahrlich Nägel mit Köpfen gemacht und können so manchen in die Jahre gekommenen Genre-Urgesteinen das Fürchten lehren. Schwächelnde "Dave Wyndorfs" sind dabei eine leichte Beute und müssen sich schon ihrer früheren Stärken besinnen, wollen sie nicht von den Heavy Rock-Riffs, Catchy Hooklines und gefälligen Grooves der Schweden niedergebügelt werden. Und Konkurrenz belebt das Geschäft - so sportlich sollte es auch Mustasch & Co. sehen.

Tipp:
 Heavy Rock-Fans dürfen sich freuen, denn Mother Misery verbreiten mit STANDING ALONE gute Laune von der ersten bis zur letzten Rille.

Titel-Liste:
 
  1. Dirty little Secrets
  2. In Monochrome
  3. Dying Heroes
  4. Standing Alone
  5. This is what I am
  6. Fade away
  7. Inside the Hive
  8. Eyes of the Moth
  9. To Hell
  10. War inside
  11. State of Grace

Laufzeit:
 41:33 Min.

Band-Infos:
 
  • www.mothermisery.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Mother Misery: STANDING ALONE

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