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Enjoy it! |
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Review: Motörhead |
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Album:
| | ACE OF SPADES, 1980, Bronze |
Stil:
Wertung:
| |  7 von 7 Punkten | | S.M., 15.05.2010 |
Review:
| | Es war irgendwann Ende 1980 / Anfang 1981 als ein Kumpel mit einer Platte (Vinyl versteht sich, denn damals dachte noch kein Mensch an so etwas wie Compact Discs) bei mir auftauchte, die auf dem Artwork drei Typen zeigte, die in einer wüsten Einöde posierten und so ein wenig wie Figuren aus dem Sergio-Leone-Western "The Good, The Bad and The Ugly" in Ledermontur wirkten. Allerdings hätte ich beim besten Willen nicht sagen können, wer davon der Gute sein sollte.
Und obwohl ich schon längst ein Fan der NWoBHM war, überraschte mich die Musik durch ihren Härtegrad. Es handelte sich hier um ACE OF SPADES, das zu diesem Zeitpunkt bereits fünfte Studioalbum von Motörhead, dass ich hier nun auch in unserer Klassikerrubrik besprechen werde.
Das beste kommt hier gleich am Anfang. Noch nie hatte ich zuvor solch eine Bassline gehört wie beim Titelrack "Ace of Spades". Auch die Geschwindigkeit war atemberaubend und der Gesang von Ian "Lemmy" Kilmister erinnerte zuweilen an das Schärfen einer Metall-Feile. Das Songkonstrukt war kraftvoll und straight, und der Höhepunkt hervorragend ausgearbeitet. Der Refrain setzte sich sofort im Kopf fest. Am genialsten fand ich jedoch das Leadsolo von Fast Eddie Clarke, der seinem Nickname hier alle Ehre machte.
Motörhead waren mit ihrem kompromisslosen Heavy Rock damals einzigartig. Heute gibt es unzählige Nachahmer, die aber allesamt nicht an das Original heranreichen - schon gar nicht an solch ein klasse Album wie ACE OF SPADES. Neben IRON FIST ist es heute noch mein Lieblings-Motörhead-Werk.
Es hat natürlich noch viel mehr super Songs zu bieten, als nur "Ace Of Spades". Auch das nicht ganz so schnelle, dafür um so kräftiger groovende "Love me like a Reptile", gehört dazu, oder das vergleichsweise schleppende "Shoot you in the Back", das wahrscheinlich aber das stärkste Leadsolo des Albums beinhaltet.
Nur ein einziger Song sprengte die Vier-Minuten-Marke. Geradlinigkeit und Power waren die Devise von Motörhead, und daran hat sich eigentlich bis heute nicht viel geändert. Die zwölf Tracks der Originalversion brachten es auf gerade mal 36 Minuten Gesamtspielzeit. Die Stücke kommen schnell auf den Punkt und leben in erster Linie von der unbändigen Energie, die diese Power-Mucke verströmt, von dem unheimlich kraftvollen Rhythmus und dem intensiven Gitarrenspiel. Und Lemmys Gesang - obwohl an Variabilität sicherlich erheblich eingeschränkt - passt durch dieses tiefkratzige und rauhe Timbre hervorragend zum Sound.
All diese Markenzeichen zeichnen die Stücke von Motörhead aus, und auch ACE OF SPADES profitiert durchgehend davon. Sei es beim vielseitigen Riffing von "Fast and loose", bei der straight-dynamischen Eingängigkeit von "(We are) The Road Crew", bei der aggressiven Energie des quasi-Thrash-Metal-Vorreiters "Fire, Fire", der simpel-genialen Einfachheit von Songs wie "Jailbait" und "The Hammer" oder bei dem fetten Groove des längsten Tracks "The Chase is better than the Catch" - alle Stücke "leben" von dieser bis dato nie gehörten Energie, die diese drei recht finster aussehenden Musiker in der minimalistischsten Instrumental-Ausstattung einer Rockband so dermaßen kraftvoll rüber brachten.
Fazit: Ich bin froh, dass meine erste "Konfrontation" mit Motörhead so früh war, denn so konnte ich den Werdegang der Band gut mitverfolgen. Sie haben über all die Jahre unzählige tolle Alben herausgebracht, aber nicht alle wurden solche Klassiker, wie ACE Of SPADES.
Aus meiner Sicht gilt: no Fillers, just Killers! Es gibt auf ACE OF SPADES eigentlich keine Schwachpunkte. Es ist mit das beste Album von Motörhead. Mir ist durchaus bewusst, dass die Briten sicherlich nicht Jedermanns Favorit sind, doch wer nur irgend etwas für Motörhead übrig hat, wird ACE OF SPADES lieben. Und für mich gibt es für diese Hammerscheibe jedenfalls nur eine Wertung: die höchste! |
Titel-Liste:
| | - Ace of Spades
- Love me like a Reptile
- Shoot you in the Back
- Live to win
- Fast and loose
- (We are) The Road Crew
- Fire, Fire
- Jailbait
- Dance
- Bite the Bullet
- The Chase is better than the Catch
- The Hammer
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