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Review: Mr. Irish Bastard |
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Album:
| | A FISTFUL OF DIRT, 2010, Reedo |
Stil:
| | Punk Rock, (Irish) Folk Rock |
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 16.04.2010 |
Review:
| | Da verschlägt es doch tatsächlich einen Iren nach Nordrhein-Westfalen und dieser hat nichts besseres im Sinn, als seine klassischen Irish Folk Wurzel mit der Ausgelassenheit des Punk Rocks zu vereinen. Dass dieses Unternehmen durchaus erfolgreich ist, zeigen die bereits erschienenen Vorgänger ST. MARY'S SCHOOL OF DRINKING und BASTARD BROTHERHOOD. Klar, dass nicht nur die Fans nach mehr Futter lechzen und für A FISTFUL OF DIRT die Messlatte entsprechend hoch gehängt wurde. Bedenkt man, dass die Band erst seit 2006 besteht und so ganz nebenbei schon 180 internationale Gigs herunter gerissen wurden, so kann man mit dem dritten Album zumindest neidlos einen gewissen Arbeitseifer bescheinigen. Da sollte sich so manche andere Combo eine Scheibe abschneiden.
Nach kurzem Intro "Thirty Pieces of Silver" geht es mit dem Opener "Bite the Dust" dann so richtig in die vollen. Schmissige Melodie, gepaart mit fetten Chören, traditionellen Instrumenten und der herrlich schmutzig klingenden zigaretten- und whiskeyschwangeren Stimme von Mr. Irish Bastard himself, gibts gute Laune ab der ersten Rille.
Etwas ruhiger mit einem guten Schuss Folk drückt man dann bei "Skin & Bones" mit interessanter Temposteigerung und der klassischen Dreiviertel-Takt-Walze "Ghosttrain" den Zuhörern auf die Lauscher.
Zu viel Folk zu wenig Gitarre und Rock? Kein Problem, für die nötige Abwechslung sorgt beispielsweise das flotte "I smell the Blood" mit seinem treibenden Drumming.
Apropos Abwechslung, Mr. Irish Bastard schrecken auch nicht davor zurück, die guten alten 80er in ein schillerndes Folk-Kostüm zu pressen, was die Cover-Version des Dead or Alive-Songs "You spin me round" aus dem Jahre 1984 eindrucksvoll beweist.
In jedem Fall ist die Gute Laune garantiert, egal ob es punkiger oder folkiger zur Sache geht. Die Mischung machts und die wurde hier genial getroffen. Selbst besinnlichere Kost wurde nicht ausgespart und so endet das Album mit leicht melancholischem, typisch irischem Touch von "End of the World", der einen erneuten Durchlauf fast zwangsläufig zur Pflicht macht. "Barkeeper bitte noch 'n Pint..."
Fazit: Auch mit dem dritten Album A FISTFUL OF DIRT liefert das gemischte Quintett eine blitzsauber Gute-Laune Scheibe ab, die genau die richtige Mischung aus Irish Folk und dezentem Punkrock zu bieten hat. Wem bisher die kalifornischen Young Dubliners zu viel Rock und zu wenig Folk geboten haben, aber bei den Erlanger Fiddlers Green den Rock vermissen, der sollte sich hier pudelwohl fühlen. Mr. Irish Bastard wird seinem Namen mehr als gerecht und wird bei so mancher Party neben Bier und Whiskey erst richtig für die richtige Laune sorgen. Bei der richtigen Lautstärke kann man sogar gänzlich auf die flüssigen Enthemmer verzichten, denn auch Musik kann berauschen. Wer es nicht glaubt, soll es einfach ausprobieren. |
Tipp:
| | Wer auf Rock gepaart mit (irischem) Folk abfährt, der bekommt mit A FISTFUL OF DIRT hochprozentigen Treibstoff für die Sammlung und nächste Party. |
Titel-Liste:
| | - Thirty Pieces of Silver (Intro)
- Bite the Dust
- Skin & Bones
- I smell the Blood
- Ghosttrain
- Paddys last Tango
- Forty Something Street
- Don't judge me
- Second World Song
- Refugee from Hell
- You spin me round
- Another Mans Country
- Isn't it grand, Boys?
- End of the World
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.mririshbastard.com  |
Probehören und Kaufen:
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