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Review: Ronny Munroe |
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Album:
| | THE FIRE WITHIN, 2009, Metal Heaven |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 31.12.2009 |
Review:
| | Frustration und trübe Zukunftsaussichten setzen schon häufig kreative Kräfte frei, die es in einem harmonischen Umfeld nie geben würde. So auch im Fall des Albums THE FIRE WITHIN von Ronny Munroe. Der einstige Frontmann von Metal Church, angefressen, weil die Tour ins Wasser gefallen war, zog von Los Angeles wieder zurück nach Seattle und hatte dabei nur die Wahl irgend einen Job anzunehmen, um täglich seine Brötchen kaufen zu können oder tatkräftig seine musikalische Laufbahn fortzusetzen. Dass dann auch noch das Label SPV Insolvenz anmelden musste und kurz darauf Metal Church seine Aktivitäten endgültig einstellte, war vielleicht noch zusätzliche Motivation, Nägel mit richtigen Köpfen zu produzieren.
Tatkräftig unterstützt wird der Sänger Ronny Munroe dabei von den Gitarristen Rick Van Zant, Michael Wilton von Queensryche und Randy Cooper. Den Bass übernahm Izzy Rehaume und Johnny Ringo bediente die Schießbude.
Mit diesem Team und dem geeigneten Songmaterial sollte also nichts schief gehen. Der Beipackzettel spricht von: It's true, it's pure, it's in-your-face und das triff es recht gut. Wer jetzt allerdings innovative Quantensprünge erwartet hat, der befindet sich auf dem Holzweg. Das Album klingt genau so wie es Metal Church-Fans von ihren Idolen erwartet hätten, nur irgendwie einen Tick besser. Besser zumindest, als das letzte Album von Ronnys Stammband.
Bereits beim Opener "Far" zeigt Ronny, wo für ihn der Metal Hammer hingehängt gehört. Schneidende Gitarren-Riffs, Up-Tempo, aggressive Shoutings und eine treibende Rhythmusfraktion prügeln jede Note gnadenlos aus den Boxen. Die leichte Melancholie und die Ausgestaltung des Songs erinnert mit seinem Iron Maiden-Flair an die guten 80er Jahre.
So kann es weiter gehen und tut es auch. "What you choose to call Hell (I call Home)" mit leicht orientalischem Einschlag bietet schnörkellosen Heavy Metal, die tierisch nach vorne marschiert und nicht einmal beim Refrain locker lässt. Erneut erinnert Ronnys Art des Gesangs entfernt an Bruce Dickinson.
Druck und Tempo werden über "Deafening Hypocrisy" bis hin zu "Demon Opera" mühelos gehalten, wobei gerade bei Letzterem richtiges Gänsehaut-Gruselfeeling aufkommt.
Einige Alben beginnen bereits bei ihrer Halbzeit langsam zu schwächeln. Anders hier. Mit "Desperate Man" und "Ivory Towers" wird noch mal richtig metallisch abgefeiert, bevor mit dem abschließenden melodischen "Ride me" ein richtiger Edelstein ans Tageslicht kommt. Umso erstaunlicher, dass Ronny so vor Selbstbewußtsein strotzt und sich den Leckerbissen bis zum Schluss aufgehoben hat.
Warum betone ich ständig "Schluss", wenn doch noch das Rainbow-Cover "Man on the Silver Mountain" auf seinen Einsatz wartet. Für mich etwas unverständlich, warum man gerade diesen Titel gewählt hat, denn hier schafft es wohl kaum jemand dem Original adäquat Paroli zu bieten - und damit meine ich stimmlich ebenso wie instrumental. Aber eine Coverversion darf schon mal etwas daneben gehen. Schlimmer wäre es, wenn ein Cover das beste Stückchen eines Albums wäre. Ok, hat es auch schon gegeben, aber mit Sicherheit nicht hier.
Fazit: Ronny Munroe ist unverkennbar seinem letzten musikalischen Schaffen treu geblieben und hat mit diesem Album THE FIRE WITHIN ein durchaus überzeugendes Tribut an die zu Grabe getragenen Metal Church abgeliefert. Angesichts der gebotenen Performance bin ich sicher, dass einige Fans nun ihm weiterhin die Treue halten werden und wer weiß heutzutage schon, ob eine Band wider erwarten seine Auferstehung wie ein Phönix aus der Asche feiert. |
Tipp:
| | Fans aufgepasst, auch wenn die "Metal-Kirche" beerdigt wurde, so lebt der Geist in diesem Album THE FIRE WITHIN weiter. |
Titel-Liste:
| | - Far
- What you choose to call Hell (I call Home)
- Deafening Hypocrisy
- Rebuild the Ruins
- Delirium
- Demon Opera
- Across the Sea of Souls
- Desperate Man
- Ivory Towers
- Evil Genius
- Ride me
- Man on the Silver Mountain (Rainbow Cover)
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.ronnymunroe.com  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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