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Review: The Murder Of My Sweet
 
DIVANITY

Album:
 DIVANITY, 2010, Frontiers

Stil:
 Gothic Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 S.M., 30.03.2010

Review:
 Wenn jemals ein Bandname auf ein Genre schließen ließ, dann The Murder Of My Sweet. Das klingt nach Gothic pur, und die Truppe enttäuscht die Erwartungen auch nicht, denn genau in diesem Stil fröhnt das Quintett. Die Band besteht aus den vier schwedischen Musikern Angelica Rylin (Gesang), Daniel Palmqvist (Gitarre), Johan Niemann (Bass) und Andreas Lindahl (Keyboard), sowie dem aus Chile stammenden Drummer Daniel Flores. Einige der Künstler - insbesondere Flores - können schon auf einige Engagements zurückblicken. Unter der Formation The Murder Of My Sweet veröffentlichen sie aber nun erst ihr Debüt mit Namen DIVANITY.

Der Gothic Metal von The Murder Of My Sweet lässt am Ehesten Vergleiche mit Within Temptation und Krypteria zu. Die Mischung aus Eingängigkeit, Power und Tiefgründigkeit ist gut gewählt. So gehen die Songs einwandfrei ins Ohr, versprühen ordentlich Energie und lassen trotzdem eine kompositorische Tiefe nicht missen.
Im Grunde spielt sich DIVANITY auf einem gleichbleibend guten Level ab. Ausfälle kann ich nicht entdecken. Manchmal gibt es im Konstrukt und bei den Melodien leichte Ähnlichkeiten. Insgesamt dürfte noch gerne noch etwas mehr Abwechslung in den Sound der Schweden einfließen.
Dennoch vermag das Album schon durch die melodiöse Seite und die vermittelte Energie mitzureißen. Ob der Opener "No Evil", "Follow the Rain" oder "Bleed me try" - alle Songs entwickeln Atmosphäre, haben gekonnte Melodielinien und schön erarbeitete Höhepunkte.
Ich spare es mir, auf jeden Song einzugehen, da die Unterscheidungsmerkmale jetzt nicht sooo ausgeprägt sind. Mit dem ebenso tiefgründigen wie symphonisch-melodischen "Kiss of Death", dem straighten und eingängigen "Tonight"und dem schön vielschichtigen "Storms of the Sea" nenne ich nur noch die besonderen Highlights, wobei hier eigentlich die drei weiter oben bereits genannten ebenfalls dazu gehören.
Die technische Leistung von The Murder Of My Sweet ist astrein. Auch wenn es sich um das Debut der erst 2006 gegründeten Band handelt, merkt man, dass hier Profis am Werk sind. Einen sehr guten Eindruck hinterlässt die Sängerin Angelica Rylin. Sie singt in einer normalen, sehr variablen Tonlage und hebt sich dadurch herrlich von dem Opern-Sopran-Einerlei dieses Genres ab. Bei ihr stecken Ausdruckskraft, Stimmgewalt und das richtige Feeling für die jeweilige Stimmung dahinter. Sie kann den Songs besinnliche und emotionale Momente aufdrücken, ihnen aber auch einen richtig rockigen Anstrich verpassen. Klasse Gesangsleistung!

Fazit: Obwohl The Murder Of My Sweet weder den Gothic Metal neu erfinden noch die ultimative Abwechslung liefern, gefällt mir DIVANITY ausgesprochen gut. Es liegt an den tollen Melodien, die die Schweden servieren, an der Energie und Spielfreude, die sie vermitteln und an der ausgesprochen professionellen technischen Leistung. Wenn es ihnen zukünftig noch gelingt, kompositorisch mehr zu variieren, könnten sie locker zu den ganz großen Acts des Gothic Metal aufsteigen. Und solch eine starke Sängerin können ohnehin nur die Wenigsten vorweisen.
Ich sehe einige Parallelen zum letzten Krypteria-Werk MY FATAL KISS - auch qualitativ. So bekommt DIVANITY von mir ebenfalls verdiente 5,5 Punkte. Für ein Debüt liefern The Murder Of My Sweet wirklich eine tolle Leistung ab.

Tipp:
 Fans von Krypteria, Within Temptation, Nighwish & Co. sollten reinhören.

Titel-Liste:
 
  1. No Evil
  2. Follow the Rain
  3. Bleed me dry
  4. Chemical Attraction
  5. Kiss of Death
  6. One Bullet
  7. Tonight
  8. Storms of the Sea
  9. Destiny
  10. Revolution
  11. Valerie
  12. Death of a Movie Star

Laufzeit:
 53:29 Min.

Band-Infos:
 
  • www.themurderofmysweet.com 

  • Probehören und Kaufen:
    The Murder Of My Sweet: DIVANITY

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