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Review: Mystic Prophecy
 
SAVAGE SOULS

Album:
 SAVAGE SOULS, 2006, Massacre

Stil:
 True Metal, Power Metal

Wertung:
 7 von 7
7 von 7 Punkten
 S.M., 16.08.2007

Review:
 Mit SAVAGE SOULS legt die deutsch-griechische Band Mystic Prophecy bereits ihr viertes Album vor. Und allen Unkenrufen ob der vielen Besetzungswechsel zum Trotz ist es ein absolutes Hammer-Album geworden. Denn immerhin verließ unter anderem eines der Aushängeschilder, Gitarrist Gus G., die Band.
Im Jahre 2006 besteht Mystic Prophecy nun aus:
Roberto Dimitri "Lia" Liapakis - Vocals
Markus Pohl - Guitar (Ex-Symphorce)
Martin Grimm - Guitar (Ex-Headstone Epitaph)
Martin Albrecht - Bass
Matthias Straub - Drums (Ex-Sacred Steel)
Vom ursprünglichen Mystic Prohpecy Line-Up sind also nur die beiden früheren Valley´s Eve-Musiker Lia Liapakis und Martin Albrecht übrig geblieben. Auch das Label wurde gewechselt. Erschien NEVER ENDING noch bei Nuclear Blast, so sind nun Massacre Records verantwortlich.
Aufgenommen und gemastert wurde die neue Platte im Music Factory Studio und gemixed von Fredrik Nordström in dessen Fredmann-Studio. An den Kompositionen der genialen Songs haben sämtliche Band-Mitglieder mitgearbeitet.

Doch nun kommen wir zum Eigentlichen. Kaum dreht sich die Scheibe in meinem CD-Player, greife ich auch schon zur Luftgitarre. "Shadows beyond my Soul" kracht aus den Boxen, dass mir fast die Luft wegbleibt. Power Metal allererster Güte.
Und mit "Master of Sins" geht es gerade so weiter. Fette Riffwände, wummernde Drums, eine glasklare Produktion und Vocals, die weit über den Eunuchen-Gesang anderer Mikro-Künstler hinausgehen, den man heute viel zu oft hört. Überhaupt gilt es „Lia“ hervorzuheben. Was für ein Super-Sänger. Eine so ausdrucksstarke kraftvolle Stimme. Man nehme Bruce Dickinson, mische ihn mit Dave Meniketti (Y&T). Der daraus resultierenden Rock-Röhre gebe man noch mehr Lungenvolumen und Stimmpower und man hat Roberto Dimitri Liapakis. Einfach der Wahnsinn!
Bei Stück drei schalten die Jungs dann einen Gang runter. "Evil Empires" ist ein Mid-Tempo-Rocker mit tollem Refrain.
Es folgt der Titel-Track. "Savage Souls" ist etwas schleppender; man verabschiedet sich vorerst vom Power Metal und wendet sich nun schnörkellosem True Metal zu.
Bei "In the Darkness" wechseln sich High-Speed und langsamere, fast hymnische Passagen ab. Eines der Glanzstücke des Albums.
Danach folgen mit "Deceptin of Hate" und "Sins and Sorrows" zwei True Metal-Stücke, die recht stark am Maiden-Sound angelehnt sind. Hier fallen auch die stimmlichen Ähnlichkeiten zwischen Dickinson und Lia auf. Nur - wie gesagt - Lia finde ich noch besser.
Stück acht "Best Days of my Life" ist mein persönlicher Favorit. Stilistisch vielleicht am ehesten mit einem sehr harten Judas-Stück zu vergleichen und mit einer Super-Melodie, die sofort ins Ohr geht und dort so schnell nicht wieder verschwindet.
Mit "Nightmare of Demons" löst man die Handbremse dann wieder. Aggressiver, nackenbrecherischer Power Metal, der fast in den Speed/Thrash Metal-Bereich geht.
Mit "Victim of Fate" bringt die Formation dann kurz vor dem Ende wieder Melodic Power Metal ins Spiel, und das Schlussstück "Into the fire" beginnt mit einem Melodic-Metal-Intro, welches in einen Low-Tempo-Track (sprich: Ballade) übergeht.
Grundsätzlich kann ich bei einem Metal-Album auf Balladen verzichten, aber Lia und Co. bringen diesen Song so bombastisch rüber, dass ich den Jungs nur sagen kann: Danke, dass ihr ihn uns nicht vorenthalten habt! Wer den Player nach dem letzten Track einige Minuten weiterlaufen lässt, kommt noch in den Geschmack eines "versteckten Gimmicks". Auch wenn ich darüber schmunzeln konnte frage ich mich, ob man deswegen die Gesamtdauer der CD um fast 10 Minuten (davon 9 Minuten Leerlauf!) hinausziehen musste. Meiner Gesamtwertung tut das jedoch keinen Abruch.

Fazit: SAVAGE SOULS ist ein Highlight des Metal-Jahrganges 2006. Wenn ich mir so eine Platte anhöre, weiß ich, warum ich ein Heavy Metal Fan bin. Mystic Prophecy haben mit dieser Scheibe die Meßlatte unheimlich hoch gelegt. Mal sehen, ob sie diese Leistung mit zukünftigen Produktionen noch übertreffen können.

Tipp:
 Das Album kann ich allen Fans von ausdrucksstarkem True Metal oder (melodischem) Power Metal nur wärmstens empfehlen. Ihr könnt mit SAVAGE SOULS absolut nichts verkehrt machen.
Anspieltipps: Eigentlich die gesamte Scheibe. Aber noch ein wenig herausragend finde ich: "Evil Empires", "Best Days of my Life" und "In the Darkness"

Titel-Liste:
 
  1. Shadows Beyond My Soul
  2. Master Of Sins
  3. Evil Empires
  4. Savage Souls
  5. In The Darkness
  6. Deception Of Hate
  7. Sins And Sorrows
  8. Best Days Of My Life
  9. Nightmares Of Demon
  10. Victim Of Fate
  11. Into The Fire

Laufzeit:
 59:39 Min.

Band-Infos:
 
  • www.mysticprophecy.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Mystic Prophecy: SAVAGE SOULS

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