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Review: Mystic Prophecy |
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Album:
| | RAVENLORD, 2011, Massacre |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | U.B., 08.01.2012 |
Review:
| | Die deutsch- griechische Band Mystic Prophecy existiert bereits seit zehn Jahren und bringt mit RAVENLORD nun schon das siebte Album raus. In den Jahren hat sich die Besetzung häufig geändert und nur noch Frontmann R.D. Liapakis, ein gebürtiger Grieche der schon viele Jahre im bayrischen Bad Grönenbach (zwischen Kempten und Memmingen) lebt, ist vom ursprünglichen Line-Up übrig geblieben. Besonders erwähnenswert ist, das man mit Gus G (Firewind) mal den jetzigen Ozzy Osbourne Gitarristen mit an Bord hatte. Liapakis hat nach dessen Weggang die Lücke mit einem weiteren Griechen schließen können. Constantine heißt der Nachfolger der schon auf dem letzten Album FIREANGEL in die Saiten griff. Der Vollständigkeit noch schnell die komplette Besetzung: R.D. Liapakis Vocals, Marcus Pohl Gitarre, Constantine Gitarre, Connie Andreszka Bass und Tyronne Silva Drums. Aufgenommen wurde das Album im Music Factory Studio in Kempten. Den Mix übertrug man keinem Geringeren als Fredrik Nordström der schon für In Flames, Arch Enemy und Opeth gearbeitet hat und als einer der führenden Melodic Death Metal Producer gilt.
Trotz sehr guter Scheiben ist Mystic Prophecy bisher der große Durchbruch verwehrt geblieben. Schade, denn bei dieser Kapelle waren schon immer Vollblutmusiker am Start die nie einem Musik Trend hinterher gelaufen sind sondern nur genau die Mucke abliefern, vor der sie überzeugt sind. Die neue Scheibe ist zwar kein Konzeptalbum handelt aber von dem diabolischen Anführer Ravenlord und seinen Kriegern. Wobei jeder Song die Sichtweise eines der Krieger erzählt. Volldampf Metal für gestandene Männer..... und Frauen wenn sie denn hart im Nehmen sind.
Direkt mit dem Titelsong "Ravenlord" (hat nichts mit dem gleichlautenden Lied von Stormwitch zu tun) knallen einem die Jungs die Mörder Riffs nur so um die Ohren. Der doomig walzende Mid-Tempo Track glänzt mit den markanten Vocals von Liapakis, einem der besten Sänger seines Fachs. Dazu erklingen die mehrstimmige Backing Shouts im Refrain. Ein Gitarrensolo Anfang letztes Drittel ist mehr als gelungen. Trotz aller Härte ist das Stück durchaus melodisch ausgefallen.
"Die now" klingt genau wie der Titel vermuten lässt. Zum Drum Stakkato mit reichlich Double Bass Attacken und galoppierendem Rhythmus gibt es gelegentlich wütend fauchende Growls. Vom Tempo geht es wesentlich schneller zur Sache als beim Vorgänger.
Bei "Eyes of the Devil" liegt der Schwerpunkt auf den heftigen Gitarren Riffs. Die Gesangslinien verleihen dem Stück einen melodischen Anstrich . In der Mitte nimmt man kurz Tempo weg bevor die Gitarren munter solieren.
Auch "Cross of Lies" ist eine schwere Power Granate mit sehr aggressiven Gitarren und derbe hämmernden Drums. Die Vocals sind klar aber teils auch Death Metal artiges Gefauche. Abgerundet wird die Sache durch ein wirbelndes Gitarrensolo von Constantine.
Und weiter geht der Sound Orkan mit "Hollow". Neben den ballernden Drums und den schneidenden Gitarren sind die klaren Vocals hervorzuheben. Die Nummer ist nicht ganz so abgrundtief finster wie die bisherigen Tracks und zumindest stellenweise melodisch. Schön auch der hymnische Refrain.
Wer bei "Wings of Destiny" an ein Album von Magnum denkt, na ja, das gab es. Doch hier bewegen wir uns nicht in Melodic Hard Rock Gefilden wie bei Magnum sondern an der beinharten Mystic Prophecy Kriegsfront. Die ungemein kraftvoll stampfenden Gitarren ziehen eine Schneise der Verwüstung. Deftig sind auch die True Metal artigen Backing Shouts. Ist der Song durchgängig im mittleren Tempo angesiedelt darf die Leadgitarre trotzdem eine schnelle Soloeinlage hinlegen.
"Endless Fire" wirkt auf mich wie eine gute Mischung aus den Songs „Ravenlord“ und "Wings of Destiny".
Ähnlich geht es weiter auf "Damned tonight". Fast kommt es mir so vor als würde das Double Bass Geknüppel hier noch brachialer auf die Trommelfelle eindreschen.
"Reckoning Day", was soll ich sagen, legt noch eine Schippe drauf. Die Drums legen infernalisch los, die Nummer scheint jeden Rahmen sprengen zu wollen. Das knallt und scheppert an allen Ecken und Enden als wolle man den Weltuntergang einläuten. Selbst das Gitarrensolo, was auch hier nicht fehlt, passt sich dem stürmischen Orkan an.
Nachdem man auf dem vorangegangenen Album FIREANGEL den vielleicht bekanntesten Song von Black Sabbath "Paranoid" gecovert hatte ist diesmal "Miracle Man" von Ozzy an der Reihe. Der Track fällt erheblich härter aus als das Original, bewahrt aber dessen Charakter. Der Prince of Darkness hätte sicher seine Freude dran.
Mit dem Bonus-Song "Back with the Storm" verabschiedet sich Mystic Prophecy dann auch ausgesprochen stürmisch. Das Ding ist so richtig schwarz metallisch mit heiser finsteren Vocals. Da befinden sich die klaren Gesangseinlagen in der Minderheit. Gegen Ende wird der Song dann sogar noch heftiger, Dark Metal Power pur.
Fazit: Donnerwetter, das ist heftig was uns Mystic Prophecy hier serviert. Das Label bezeichnet Mystic Prophecy als härteste deutsche Power Metal Band und da kann ich nicht mal widersprechen. Dagegen sind Edguy und Primal Fear, die auch diesem Stil zugeordnet werden, reine Tanzkapellen für die Gartenparty von Oma Hilde. Nach den ausgezeichneten Alben SATANIC CURSES und SAVAGE SOULS die bereits von der Härte keine Wünsche offen ließen, ist RAVENLORD nochmals brutaler, mächtiger und düsterer ausgefallen und übertrifft in dieser Hinsicht sogar den Vorgänger FIREANGEL. Ich weiß nicht ob es am Einfluss von Gitarrist Constantine liegt der auch noch bei der Death-Thrash Metal Band Descending spielt aber der Sound von Mystic Prophecy geht wie bereits beim letzten Album, nun sogar noch stärker, genau in die Richtung Death- Thrash. Waren schon auf der FIREANGEL zaghafte einige kleine Death Metal Anleihen zu hören so hat sich dieser Trend noch verstärkt. Die Bezeichnung Dark Power Metall trifft den Musikstil noch am besten. Ähnlich zackig und krachend gehen nur ganz wenige US Power Metal Bands zur Sache. Roberto Dimitri Liapakis der charismatische Sänger mit seiner markanten, kraftvollen Stimme klingt an einigen Stellen mit seinen wütenden Growls so richtig böse und agiert sonst so souverän wie gewohnt, sein markanter Gesang war und ist das Aushängeschild der Mystischen Prophezeiung. Die deutlichen Thrash und Death Einflüsse haben die Musik wie gesagt härter und finsterer gemacht. Da bleibt der melodiöse Anteil, den ich früher an Mystic Prophecy so geschätzt habe, zwangsweise etwas auf der Strecke und findet sich am ehesten in den Gesangslinien. Die Spielzeit von 43 Minuten ist ok, wenn auch nicht sonderlich lang. Der Aufbau der Songs ist ziemlich ähnlich, hier würde ich mir mehr Abwechslung wünschen. Dennoch, was hier an donnernden Drums, brutalem Riffing und markant aggressivem Gesang geboten wird sucht seinesgleichen. Eine Ballade auf diesem Album würde so gut passen wie Angela Merkel auf dem Titel des nächsten Playboy. (schrecklicher Gedanke!) Fehlt auf der CD nur ein Aufkleber mit dem Hinweis: Nicht in Altbauten abspielen, es besteht Einsturzgefahr. |
Anspieltipps:
| | "Ravenlord", "Eyes of the Devil", "Cross of Lies", "Hollow", "Wings of Desitny", "Reckoning Day". |
Tipp:
| | Power Metal ist euch zu kitschig und hat nicht genug Bums, dann seid ihr hier goldrichtig. Das Album wendet sich an alle die Metal der härten Gangart lieben, mit Anleihen im Thrash und Death Bereich. Kompromisslose Härte steht im Vordergrund mit Gitarren und Drums die wüten wie eine Abrissbirne. |
Titel-Liste:
| | - Ravenlord
- Die now
- Eyes of the Devil
- Cross of Lies
- Hollow
- Wings of Destiny
- Endless Fire
- Damned tonight
- Reckoning Day
- Miracle Man (Ozzy Osbourne Cover)
- - - Bonus Track - - - - Back with the Storm
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.mysticprophecy.net  |
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