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Review: Nazca |
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Album:
| | THE WHITE WHEEL, 2003, Brennus |
Stil:
| | Hard Rock, Progressive Metal |
Wertung:
| |  7 von 7 Punkten | | V.R., 18.07.2010 |
Review:
| | Von der Insel Reunion mag der eine oder andere ja schon mal gehört haben. Alle anderen werden jetzt über die geographischen Gegebenheiten aufgeklärt. Die Insel liegt im Indischen Ozean unweit der Insel Mauritius, nächstgelegener Kontinent Afrika. Wenn es aber darum geht, den Namen einer Rock- oder Metalband, die von diesem Eiland stammt, zu nennen, dürfte das Schweigen im Walde herrschen. Ich bin auch eher durch Zufall auf die Band Nazca, die auf eben jener Insel beheimatet ist, gestoßen. Zum Glück, so viel sei vorab gesagt, denn das Album THE WHITE WHEEL ist richtig genial. Und so unbekannt Nazca in unseren Breitengraden auch sein mag, ein geläufiger Name fällt dann doch noch im Zusammenhang mit der Band. Produziert hat die Platte nämlich kein Geringerer als Dennis Ward von Pink Cream 69.
Alles Anfang ist super. Mit "The great Masquerade" ist der Band wirklich ein fulminanter Einstieg gelungen. Ohrwurmmelodien treffen hier auf harte Gitarren und flottes Tempo. Dabei wird immer genug Raum für die an einen erdigeren Jon Bon Jovi erinnernde Stimme von Sänger Blanc-Blanc gelassen.
Erstklassig geht es weiter mit dem Titel "Papers & Screens". Als wäre es das natürlichste der Welt, wird hier ganz selbstverständlich erdiger Hard Rock mit verschachteltem Progressive Metal vermischt. Und das Ergebnis ist von wirklich hoher Qualität.
Auch "Child of Guyana" ist keine Spur schlechter. Der Text ist Blanc-Blancs Vater gewidmet, der in Guyana verstorben ist. Es handelt sich hierbei um eines der progressiveren Stücke des Albums.
Eine sanfte Pianomelodie leitet "Little King" ein, die aber nach kurzer Zeit von harten Gitarren abgelöst wird. Dieses Lied geht wieder direkter nach vorne und ist ein sehr guter Hardrocksong.
8:18, so lang ist der fünfte Song namens "Reaching your soul". Wie bei der Länge zu erwarten handelt es sich wieder um ein verschachtelt-progressives Lied. Leider kann die Band bei diesem Lied nicht ganz das extrem hohe Niveau der ersten vier Lieder halten.
Dafür ist der nächste Titel umso besser. Nach einem kurzen Akustikintro entwickelt sich "Angel in me" zu einem soften Rocksong mit Ohrwurmgarantie. Nicht nur wegen der Stimme bietet sich hier die Erfolgsband aus New Jersey als guter Vergleich an, wenngleich der Song doch ein bisschen anspruchsvoller gestrickt ist als die typische Bon Jovi-Nummer.
Auch "Atlantis" ist ein tolles Lied. Eingängige Hard Rock-Songs scheinen der Band am besten zu Gesicht zu stehen, dabei kann sie alle ihre Stärken ausspielen.
Mit "Winds of Fear" beweisen Nazca dann, dass sie auch durchaus gutklassige progressive Nummern einspielen können. An die letzten beiden Titel kommt der Song zwar nicht ganz heran, viele andere Bands wären aber trotzdem stolz auf so einen Song.
Zum Abschluss gibt es noch einen Instrumentaltitel namens "Strange", der in dieser Form auch schon auf der Demo enthalten war. Man mag von reinen Instrumentalstücken halten was man will, dieses hier gehört in jedem Fall zu den besseren Vertretern seiner Art.
Fazit: Was für ein geniales Album! Es ist schon tragisch, dass die Scheibe derart unbekannt ist. Hätte ich nicht mal aus purem Interesse nach Rockbands aus außereuropäischen Ländern gestöbert, wäre ich nie auf Nazca gestoßen. Und was wäre mir dann alles entgangen? THE WHITE WHEEL ist für mich eine der besten Scheiben aus der Schnittmenge zwischen Hard Rock und progressivem Metal. Wenn man berücksichtigt, dass es sich hierbei um ein Debüt-Album handelt, ist gar nicht auszudenken, was man von dieser Band noch alles erwarten kann. Nur wann, das ist leider eine andere Frage. THE WHITE WHEEL ist 2003 erschienen und einen Nachfolger gibt es bislang noch nicht. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das sehr bald ändern wird! |
Anspieltipps:
Tipp:
| | Sowohl Fans von klassischem Hard Rock als auch Progressive-Liebhaber sollten ein Ohr riskieren. |
Titel-Liste:
| | - The great Masquerade
- Papers & Screens
- Child of Guyana
- Little King
- Reaching your Soul
- Angel in me
- Atlantis
- Winds of Fear
- Strange
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.nazcaband.com  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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