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Review: Necromantia |
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Album:
| | THE SOUND OF LUCIFER STORMING HEAVEN, 2007, Dockyard 1 |
Stil:
Wertung:
| |  3 von 7 Punkten | | S.J., 01.02.2008 |
Review:
| | Metal ist Gitarrenmusik. Dennoch erscheinen immer mal wieder Alben von Musikern, die instrumental bewusst andere Wege gehen wollen. Wer jetzt an das jüngst erschienene Bassinvaders Projekt von Markus Grosskopf denkt, liegt da schon gar nicht so falsch. Allerdings ist festzustellen dass die Grundidee gar nicht so neu ist, Metal Bässen anstelle von Gitarren einzuspielen. Die Griechen von Necromantia beispielsweise tun dies schon seit 1989. Ihr aktuelles Werk trägt den Titel THE SOUND OF LUCIFER STORMING HEAVEN und wartet mit einem recht ungewöhnlichen Sound auf.
Es sei dazu gesagt dass ich keine anderen Necromantia Veröffentlichungen kenne, aber der Klang von Bässen ganz ohne die gewohnten 6-Saiter Klang verwirrt doch ein wenig. A propos Saiten: Necromantia nutzen natürlich keine gewöhnlichen 4 Saiter, sondern trumpfen gleich mit zwei 8 saitigen Bässen auf. Dazu eine ordentliche Portion Distortion, und schon ist man dem Gitarrenklang gar nicht mehr so weit entfernt.
"The Sound of Lucifer storming Heaven" ist ein knapp zweiminütiges Intro dass auf die chaotische Verflechtung verschiedener Soundfragmente setzt.
"Order of the black Sphinx" besticht durch bösartigen Gesang der mich am ehesten an den ehemaligen Naglfar Schreihals Jens Rydén erinnert. Die Keyboards dröhnen wie aus weiter Ferne, verstärkt durch ein vielfaches Echo. Der Song ist überwiegend im Midtempo gehalten und erstaunlich abwechslungsreich. Das ist aber auch schon ein Nachteil: Die einzelnen Passagen wirken irgendwie zusammenhangslos, aneinandergereiht und dadurch letztendlich auch austauschbar.
"For the Elder Magi - I Eibon the Necromancer" beginnt ruhiger und melodiöser, verschiedene Keyboardsounds greifen hier ineinander. Das klingt an sich gar nicht schlecht, wenn der Song im weiteren Verlauf aber richtig loshämmert, stört einfach der Drumcomputer zu sehr. Das wirklich streng mechanische Wummern beißt sich förmlich mit der Atmosphäe, die man zuvor mit Keyboards mühsam aufzubauen versuchte.
"Architecture of exquisite Madness" bestärkt diesen Eindruck leider von Anfang an. Gerade die pfeilschnellen Blastpassagen klingen durch die maschinelle Unbetontheit einfach derartig monoton, dass es bisweilen sogar schwerfällt sich als Hörer überhaupt noch zurechtzufinden. "Gut", mag der eine sagen "Black Metal" bricht eben Grenzen auf und darf auch mal ganz anders klingen", aber auch das habe ich schon besser umgesetzt gehört.
"Knights of the black and white Eagle" setzt da leider auch keine neuen Akzente.
"The invisible Empire" ist für mich der beste Track des Albums, ist er doch überwiegend sehr heavy und doomig gestaltet und setzt somit mehr auf Atmosphäre, welche die Bässe sehr gut rüberbringen können als auf Keyboards und mechanisches Drumming.
Zum Ende des Albums versuchen Necromantia noch mit anderen Sprachen aufzutrumpfen: "Hellseher" und "Les Litanies de Satan - Act II - From Hell" können musikalisch aber leider auch nichts wirklich neues bieten.
Fazit: Der experimentelle Ansatz von Necromantia ist durchaus lobenswert. Ähnlich wie aber auch schon beim Bassinvaders Projekt heißt die Schwachstelle "Songwriting". Zu unausgeglichen wirkt THE SOUND OF LUCIFER STORMING HEAVEN als dass ein regelmäßiges Hören reizvoll wäre. |
Titel-Liste:
| | - The sound of Lucifer storming heaven
- Order of the black Sphinx
- For the Elder Magi - I Eibon the Necromancer
- Architecture of exquisite madness
- Knights of the black and white eagle
- The invisible empire
- Hellseher
- Les Litanies de Satan - Act II - From Hell
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/necromantiaband  |
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