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Review: Neondaze
 
NEONDAZE

Album:
 NEONDAZE, 2008, MusicBuyMail

Stil:
 Hard Rock, Melodic Rock

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 S.M., 08.10.2008

Review:
 Aus der Hochburg des modernen Hardrock, Schweden, strebt eine weitere junge Truppe mit unheimlich viel Potential auf den Musikmarkt. Die Band heißt Neondaze und veröffentlicht jetzt ihr selbsttituliertes Debüt.

Auch wenn im Promoschreiben von Melodic Hardrock die Rede ist, gehen die Nordlichter sehr abwechslungsreich vor und schöpfen auf NEONDAZE die gesamte Breite des Genre Hardrock aus.
Recht passend finde ich den Vergleich des Promoflyers: man nehme die Power von Hardcore Superstar und vermische das mit den melodischen Hooks von Brother Firetribe. Heraus kommt ungefähr das, was man sich unter Neondaze vorstellen kann.

Die Show auf NEONDAZE beginnt mit dem kräftig groovenden Hardrocker "Intoxicated", bei dem mir der dominante Basslauf genauso gefällt, wie die eingängigen Riffs.
Etwas schleppender wird es mit "Critical Mass". Der Aufbau ist verhalten und wird verzögert, mündet dann aber in einen schön emotionalen Refrain. Sänger Marcus Lundgren hat eine sehr ausdrucksstarke Stimme und ein unterschwellig rauhes Timbre. Er kann damit die Refrains bis ins letzte Quentchen ausreizen.
Auf die recht langsame Nummer folgt mit "Live 4 tonight" ein richtig flotter Rock'n'Roll-Track mit Mitgröhlcharakter. In der gefühlvollen Ballade "Caroline" kann Lundgren dann wieder mit seinem emotionalen Gesang glänzen. Alleine seine Stimme wertet solch eine Nummer schon auf.
Bei Song 5, "Million Miles" kommen wir dann erstmals wirklich beim Melodic Hardrock oder AOR an. Auch diese Spielart beherrschen die Schweden aus dem effeff und krönen das Stück mit einem super Chorus. "Hold me" schließt qualitativ und stilistich nahtlos daran an.
Zwar wieder deutlich druckvoller, aber mit leicht ausgelutschtem 0815-Aufbau kommt dann "Livinī" und präsentiert sich als Lückenfüller oder Ausrutscher, denn schon bei "Stop crying" beweisen Neondaze, wie man eine emotionale Ballade und einen knackigen Rocker verknüpft, so dass der Song die Hörer mitreißt.
Die vielleicht stärkste Nummer heißt "Chains" und gehört wieder in die Sparte Melodic Hardrock. Der Aufbau ist schön groovy, wird dann aber in Richtung Höhepunkt intensiviert und der Refrain ist wieder absolute Spitze.
Deutlich druck- und kraftvoller kommt "Evil in Mind" und bei "Traitorous" fühle ich mich durch die energetische Machart des Songs an knackige Heavy-Rock-Tracks von W.A.S.P. oder Quiet Riot erinnert.
Zum Abschluss wird es bei dem komisch titulierten "Oullbemi Vampire" wieder besinnlich. Es ist eine Ballade mit schöner Melodie und gut geeignet für besonders gefühlvolle Augenblicke, die man optimalerweise nicht alleine verbringt.

Fazit: Wieder mal ein technisch und kompositorisch versiertes Hardrock-Werk aus Schweden. Neondaze liefern mit ihrem Debut eine unerwartet professionelle Leistung ab. Die vier Schweden sollte man im Auge behalten, denn ich glaube, ihre Laufbahn wird geradewegs nach oben gehen.
Großen Anteil am starken Album hat auch Sänger Marcus Lundgren (den Bandleader Lars Boquist erst durch dessen Auftritt beim schwedischen Star Search entdeckte), da seine Stimme die Emotionen sehr gut transportieren und ausdrücken kann. Er hat immer genau das richtige Feeling und drückt den Songs seinen eigenen Stempel auf.
NEONDAZE hat sich seine positive Bewertung redlich verdient.

Anspieltipps:
 "Intoxicated", "Million Miles", Chains" und "Traitorous".

Tipp:
 Neondaze bringen uns knackige Hardrocker, eingängige Melodic Rocker und emotionale Balladen. Auf NEONDAZE ist für jeden etwas dabei, und wer auf abwechslungsreichen Hardrock steht, liegt sogar exakt richtig.

Titel-Liste:
 
  1. Intoxicated
  2. Critical Mass
  3. Live 4 tonight
  4. Caroline
  5. Million Miles
  6. Hold me
  7. Livinī
  8. Stop crying
  9. Chains
  10. Evil in Mind
  11. Traitorous
  12. Oullbemi Vampire

Laufzeit:
 50:01 Min.

Band-Infos:
 
  • www.neondaze.net 


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