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Review: Nevermore |
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Album:
| | THE OBSIDIAN CONSPIRACY, 2010, Century Media |
Stil:
| | Power Metal, Thrash Metal |
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | V.R., 16.07.2010 |
Review:
| | Mit ihrem 2005er Album THIS GODLESS ENDEAVOUR haben Nevermore einen modernen Klassiker abgeliefert, der fast überall Höchstwertungen kassiert hatte. Nach diesem Meisterwerk hatte sich die Band erst mal ein paar Jahre Pause gegönnt. Doch damit ist es jetzt vorbei, denn 2010 melden sich Nevermore fulminant mit ihrem neuen Album THE OBSIDIAN CONSPIRACY zurück. Angesichts des Vorgängers sind die Erwartungen natürlich gigantisch. Kann das neue Album den Ansprüchen der Fans gerecht werden? Ist es so gut wie der Vorgänger, vielleicht sogar besser? In den nächsten Zeilen sollen genau diese Fragen geklärt werden.
Der erste Song "The Termination Proclamation" erfüllt jedenfalls schon mal weitgehend die Erwartungen. Mit einer ordentlichen Portion Härte startet die Band um Warrel Dane in das Album. Der Thrashbereich wird hier nicht nur angekratzt. Es muss allerdings deutlich gesagt werden, dass der Titel weder in Sachen Härte noch von der Melodie her an "Born", den genialen Opener des Vorgängeralbums, herankommt.
Der zweite Song kommt nicht ganz so hart daher. Dafür ist "Your Poison Throne" aber ganz klar der bessere Song, denn hier kann die Melodie voll und ganz zünden.
Bei "Moonrise (through Mirrors of Death)" wird es zu Beginn des Songs wieder thrashiger. Dafür wird im Refrain die Härte ordentlich zurückgenommen, um der schönen Melodie mehr Raum zu lassen. In jedem Fall handelt es sich hierbei um einen der interessanteren Titel des Albums.
Wenn die ersten Klänge von "And the Maiden Spoke" erklingen, erwartet man zunächst die typische Nevermore-Halbballade. Aber schon nach 20 Sekunden wird wieder ordentlich Gas gegeben. Im melodischen Refrain wird es dann wieder ruhiger. Der Song ist sehr abwechslungsreich und gehört mit seiner düsteren Stimmung und dem stellenweise eingesetzten finsteren Sprechgesang zu den besten Liedern der Platte.
"Emptiness Unobstructed" kommt für Nevermore-Verhältnisse dann regelrecht poppig daher. Die Strophen sind dabei schon fast balladesk gehalten. Nicht schlecht, aber doch eher ein mittelprächtiger Song.
Die eigentliche Ballade des Albums ist aber "The blue Marble and the new Soul". Im Vergleich zu anderen Nevermore-Balladen ist der Titel wirklich sehr ruhig ausgefallen. Erst gegen Ende gewinnt das Lied an Kraft. Insgesamt ist der Titel jedoch ein bisschen langweilig geraten.
Damit niemand beim Hören des Albums einschläft, ist "Without Morals" wieder härter ausgefallen. Aber auch dieser Titel will nicht so richtig zünden. Zumindest der melodische Refrain kann punkten.
Richtig gut ist dagegen "The Day you built the Wall" geworden. Der wahrscheinlich düsterste Song der CD gehört zwar auch zu den ruhigeren Titeln, kann aber mit seinen finsteren Melodien absolut überzeugen.
Noch eine Halbballade gefällig? Bitte schön, hier ist sie. "She comes in Colors" ist in jedem Fall die bessere Ballade des Albums und erreicht sogar fast das Niveau des Herzensammlers vom DEAD HEART IN A DEAD WORLD-Album. In der Mitte des Liedes nimmt der Härtegrad dann zu und gegen Ende wird es sogar fast schon thrashig. Für Lieder wie dieses wird die Band von den Fans vergöttert.
Und damit sind wir dann auch schon fast am Ende angelangt. Zum Schluss darf mit dem Titelsong noch mal so richtig abgerockt werden. "The Obsidian Conspiracy" weist wieder deutliche Thrash-Einflüsse auf und beweist nochmal, wie genial diese Band sein kann, wenn sie ihre Stärken voll entfaltet. Auf diesem Qualitätsniveau hätten Nevermore gerne das ganze Album einspielen können.
Fazit: Die letzte Nevermore-Platte war nicht weniger als ein Meilenstein. Es war klar, dass es das Nachfolgealbum schwer haben würde. Die Band hat sich 5 Jahre Zeit dafür gelassen. Aber auch das kann leider nicht verhindern, dass THE OBSIDIAN CONSPIRACY dem Vorgänger nicht mal annähernd das Wasser reichen kann. Das heißt nicht, dass wir es hier mit einem schlechten Album zu tun haben. THE OBSIDIAN CONSPIRACY hat durchaus seine Stärken, aber gerade im Mittelteil der Platte haben sich so einige Längen eingeschlichen, was den Gesamteindruck deutlich trübt. Auffällig ist auch, dass das Album wesentlich ruhiger und in diesem Fall leider auch etwas langweiliger ausgefallen ist als die Vorgänger. Auf der anderen Seite könnten viele Bands stolz auf so ein Album sein. Daher kann das Fazit nur lauten: Ein sehr gutes Album, aber für Nevermore-Verhältnisse doch eine kleine Enttäuschung. |
Anspieltipps:
| | "Your Poison Throne", "And the Maiden spoke", "The Day you built the Wall", "She comes in Colors" und "The Obsidian Conspiracy" |
Titel-Liste:
| | - The Terminal Proclamation
- Your Poison Throne
- Moonrise (through Mirrors of Death)
- And the Maiden spoke
- Emptiness Unobstructed
- The blue Marble and the new Soul
- Without Morals
- The Day you built the Wall
- She comes in Colors
- The Obsidian Conspiracy
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/nevermorefans  |
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