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Review: Nifters |
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Album:
| | INVISIBLE CAINE, 2008, NZW-Records |
Stil:
| | Alternative Metal, Nu Metal |
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | M.U., 09.07.2008 |
Review:
| | Nifters sind eine schwedische Metal Band, die zu Beginn ihrer Karriere sich eher dem Punkrock verschrieben hatten. Doch nach einigen Jahren gab es eine Wendung in Richtung Alternative und Nu-Metal, wobei die Melodien in letzter Zeit eher fröhliche und mitschwingende Klänge angenommen haben. Die 5-köpfige Band spielte angeblich auch schon in Deutschland. Auf jeden Fall tourten sie durch die fünf größten europäischen Hauptstädte: Berlin, Kopenhagen, London, Prag und logischerweise Stockholm (sind ja auch Schweden). Ebenso fungierten sie schon als Vorband für Backyard Babies, Hardcore Superstar und Mustasch. Am 15. April 2008 erschien ihr erstes Album in voller Länge: INVISIBLE CAINE. Und dieses wollen wir uns nun einmal anhören.
Mit "The Dandelion" startet das Album mit schrubbenden, elektrifizierenden Gitarrenklängen. Ebenso hart wird das Schlagzeug eingesetzt. Gesanglich bewegt man sich zwischen Death Metal und Punk, wobei die Melodie relativ fröhlich, fast schon lustig und angenehm fürs Ohr klingt. Er schwankt ständig zwischen beheblicher Härte und fröhlichen Gesang hin und her. Irgendwie total klasse.
In gleicher Art und Weise kommt der nächste Song "Salieri" daher, auch wenn er stellenweise sanfter klingt; manchmal schon in Richtung Rockballade. Was im ersten Song die harten Passagen waren, sind hier nun die ruhigeren. Der fröhlichen Stimmung tut das keinen Abbruch.
"If this becomes a Hit I swear I am going to kill myself" ist wohl schon ein seltener Titel. Besonders die Länge hebt sich deutlich von anderen Titeln ab. Rockig, beschwingt und groovig beginnt er. Der Gesang neigt ein bisschen in Richtung Fisher-Z oder New Model Army. Musikalisch bewegen sich besonders die Gitarren eher an der 80er Jahre Stilrichtung. Und passt eben sehr gut zu den genannten Bands, die in dieser Zeit ganz groß waren.
Total anderes beginnt "A Favour in Vain". Hier folgt man strikt der Heavy Metal Linie mit Einschlägen aus der alternativen Ecke. Die teilweise überspitzten Gesangseinlagen, die schon fast überschlagen, sind echt super. Hier lassen System of a Down grüßen.
In guter alter Rockmanier ist "Genesis/Apocalypse" ausgelegt. Man schlägt hier eine Brücke zwischen der harten, metallischen Schiene von eben und der frohgemuten Schiene vom Anfang. Wunderbare, geschmeidige Gitarrenriffs untermalen den Song bestens.
"Selfraping Recycler" weißt eher ruhigere Elemente auf. Es geht eher in Richtung einer Rockballade. Im Vergleich zu den anderen Songs ist dieser teilweise ruhiger gehalten, auch wenn es wieder Abschnitte gibt, in denen die Jungs mächtig zuschlagen. Aber wie gesagt, es ist etwas ruhiger. Nach den Knallern von zuvor, kann man hier kurz verschnaufen. Denn...
Weiter geht es mit dem Titelsong "Invisible Caine". Sprechgesang leitet den Song ein. Der Schlagzeuger drischt unbarmherzig auf sein Instrument ein. Und das einer extrem harten Weise. Der Gesang neigt schon fast ins Punkige. Aggressiv und mit einem Anflug von Gebrüll, Geschrei. Schrille Gitarrensoli vervollständigen den gewonnenen Eindruck.
Hoppla, Sind wir jetzt plötzlich im Dschungel. So auf jeden Fall empfängt uns der Song "17". Schon die Kürze des Titel steht im krassen Kontrast zu dem Vorgänger "If this becomes a Hit I swear I am going to kill myself". Der Song ist extrem ruhig, das Hintergrundgeräusch mit dem seltsamen Klappern erinnert an einen alten Schmalfilmapparat.
Weiter geht es mit "Greyscale Defender". Der Song ist total anders. Seine Rhythmen lehnen sich sehr an Death Metal Einflüsse an. Sehr hart, sehr aggressiv, sehr brutal angelegt. Manche Gesangpassagen klingen wie ein wieherndes Pferd. Voll schräg.
"Lacerated Cor" bringt einen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Klavierklänge leiten ihn ein. Schon fast klassisch. Die danach einsetzenden Gitarren halten sich extrem zurück. Das ist wirklich eine Rockballade von altem Schrot und Korn. Irgendwie schaffen Nifters die Gratwanderung zwischen der Heavy Metal Richtung, ihrem eigentlichen fröhlichen Art und balladenhaften Stücken. Gerade hier klingt man stellenweise nah Linkin Park.
Eigentlich ist es traurig, dass mit "Ryssja" schon der vorletzte Song anfängt. Wenn auch härter als "Lacerated Cor", ist doch noch ein Stück von den Anfängen entfernt. Allerdings gehen einem manche Passagen ganz schön unter die Haut. Gerade der leicht angehauchte depressive Gesang tut ein übriges dazu.
So, mit "Lumen" haben wir das Ende dieses wirklich tollen Albums erreicht. Wie der Anfang klingt er wieder so fröhlich, so leicht, so beschwingt. Damit endet das Album perfekt und schließt den Bogen zum Anfang. Damit macht es eine runden, in sich stimmigen Eindruck.
Fazit: Mit zwölf Titeln erhält man ein anständiges Album, wobei das Booklet ziemlich dürftig gehalten ist und mit weiteren Informationen stark geizt. Musikalisch macht das Album einen sehr starken Eindruck. Selten hört man im diesem Genre Bands, die sich nicht nur dem depressiven Ambiente hingeben, sondern auch mit einer gewissen Fröhlichkeit daherkommen. Das verleiht diesem Album ein gewisses Extra. An manchen Stellen schlägt natürlich der Death Metal durch, aber man wird auch ebenso wieder an Bands wie beispielsweise Billy Talent, Linkin Park oder die 80er Bands Fischer-Z und New Model Army erinnert. Wer nicht nur depressiv durch die Welt gehen möchte, der ist mit diesem Album bestens bedient. Eine echte Kaufempfehlung. |
Anspieltipps:
| | Schon der erste Song "The Dandelion" macht richtig Laune weiter zu hören. Mit "Salieri" wird dieser Eindruck bestens unterstützt. Ebenso hörenswert ist "A Favour in Vain", da dieser sich von seiner Art abhebt. Natürlich darf den Titelsong "Invisible Caine" nicht vergessen. Schließlich sollte man sich noch "Greyscale Defender" anhören. |
Titel-Liste:
| | - The Dandelion
- Salieri
- If this becomes a Hit I swear I am going to kill myself
- A Favour in Vain
- Genesis/Apocalypse
- Selfraping Recycler
- Invisible Caine
- 17
- Greyscale Defender
- Lacerated Cor
- Ryssja
- Lumen
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.nifters.com  |
Empfehlen:
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