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Review: Noisefreak
 
SICK SESSIONS

Album:
 SICK SESSIONS, 2009, Eigenvertrieb

Stil:
 Hardcore, Grindcore

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 D.R., 23.02.2010

Review:
 Wer von euch kennt denn eine Band die offiziell aus nur zwei jungen Herren besteht? Auf Anhieb ist es gar nicht so einfach eine solche Band aus dem Hut zu zaubern. Umso erstaunlicher ist, dass dies genau bei Noisefreak der Fall ist. Denn nicht nur, dass es eine vollwertige Band mit allen nötigen Instrumenten und Mitteln ist, Nein, die zwei Herren namens Steffen und Jörg sind auch wahre Vollblutmusiker. Eines noch vorneweg: Ganz jung sind die beiden nicht mehr, aber dafür ist die Erfahrung der beiden umso größer.

Selbst bezeichnen die Mecklenburger ihre Musik als "räudiger Bastard aus Hardcore/Metal/Punk und Grindcore". Wie die Jungs selbst wissen, ist dieser Stil nicht für jeden ein Highlight. Das schöne an Noisefreak ist, dass die Texte überwiegend in Deutsch gehalten sind. Doch für die, die sich lieber im englischen Sprachgebrauch auskennen, können aufatmen: es gibt auch englischsprachige Songs.

Grundsätzlich machen sie die Musik für sich selbst. Als Therapie, Entspannung, Freude und Erleichterung. Und das hört man dem Album an. Sie machen einfach das was ihnen gefällt. Musikalisch machen sie nichts falsch. Das kann an der großen Erfahrung der beiden liegen.

Textlich geht es um Wut und Leid, Hass und Gefühl, Schmerz und Freude, sowie Augenzwinkern und einer Prise Sozialkritik. Um es zusammen zu fassen. Den Gesang - so möchte ich das jetzt mal bezeichnen - ist aber manchmal gewöhnungsbedürftig. Das liegt einfach daran, dass die Stimmfarbe ungewöhnlich klingt. Aber das ist ja zum Glück jedem selbst überlassen.

Ansonsten wird es niemals ruhig. Es geht immer schön nach vorne. Wobei es schade wäre, wenn man nur dazu abgehen würde. Immerhin haben sich die Jungs bei den Texten einiges gedacht.

Fazit: Wie bereits gesagt: Stimmlich ist es einfach Geschmackssache. Musikalisch lassen Noisefreak nichts anbrennen. Ein Grund dafür ist auf alle Fälle ihre bisher gesammelte Erfahrung. Textlich sind einige Perlen dabei, die einfach mal zum Nachdenken anregen.

Anspieltipps:
 Ich selbst fand das Lied "Menschenklonen" sehr gut. Das liegt vor allem an der etwas anderen musikalischen Untermalung.

Tipp:
 Für alle die auf Hardcore stehen, ist "Sick Sessions" ein absolutes Muss. Aber auch für Leute, die auf nachdenkliche Texte stehen, ist dieses Album empfehlenswert.

Titel-Liste:
 
  1. Korruption
  2. Du oder Ich
  3. L.T.K.B.
  4. Napalm
  5. Allesfresser
  6. Blender
  7. Brot & Spiele
  8. Therapie
  9. Todesstrafe
  10. Dein Blut
  11. Neid
  12. Ich bin mein Feind
  13. Pumpe
  14. Schnacker
  15. F.L.R.
  16. Wait The Time
  17. They Waste Me
  18. Sick Brain
  19. Menschenklonen
  20. Snob
  21. Stillstand
  22. Keine Chance
  23. Stupid Rigmarole

Laufzeit:
 44:09 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/noisefreaksn 


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