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Review: Non Opus Dei
 
ETERNAL CIRCLE

Album:
 ETERNAL CIRCLE, 2010, Witching Hour

Stil:
 Black Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 M.U., 15.08.2010

Review:
 Die Band Non Opus Dei stammen aus Olsztyn (Poland). Halt, Polen? Das war doch vor Kurzem noch eine Band? Ach ja, das war Morowe Anfang Juli diesen Jahres. Die vierköpfige Band besteht bereits seit 1997 und spielen bevorzugt Black Metal. Die beiden ersten Demos YFEL (1999) und LLIAEST (2000) erscheinen noch als Eigenproduktion. Die nachfolgenden Alben erscheinen dann unter verschiedenen Labels bis man für die neue CD ETERNAL CIRCLES (2010) bei Witching Hour Productions unterkommt, da wo auch Morowe beheimatet ist. Ansonsten sind die Informationen sehr spärlich, so dass wir uns gleich dem Album widmen werden.

Los geht es mit dem Song "Woda Dla Umarłych", was das auch immer heißen mag. Auf jeden Fall zeigt man schon mit dem ersten Tönen, wo es lang geht. Schnell, aggressiv und eine brüllender Gesang, der so düster klingt, dass es einem einen kalten Schauer den Rücken runterjagd. Furchteinflößend. Stilrichtung: Black Speed Metal.
Mit "The Prisioner of the Worlds" geht es im gleichen Stil weiter. Der Schlagzeuger malträtiert sein Instrument bis zur Bewusstlosigkeit. Dass das Instrument das aushält, muss von hervorragender Qualität sprechen. Auch hier wieder dieser düstere und depressive Gesang. Linientreu scheint man ja zu sein.
Kindergesang, logischerweise in polnisch. Es klingt wie im einem Kindergarten. Doch damit wird schnell aufgeräumt. Denn "Demon Nietzschego" ist alles andere als ein Song für den Kindergarten. Dazu ist er viel zu brutal, schnell und aggressiv. Man hat den Eindruck, die Songs wollen sich mit diesen Attributen gegenseitig übertrumpfen.
"Dark Nebula" scheint diese Theorie zu bestätigen. Die Spielgeschwindigkeit hat noch einmal ordentlich zu gelegt. Allerdings st der Spuk nach nicht einmal zwei Minuten vorbei. Länger hätten das die Musiker auch nicht ausgehalten.
Doch wer jetzt denkt, dass man am Ende seiner Kräfte sei, der irrt gewaltig. Denn "Przystrojona Słońcem" steigert sich sich nach und nach zu einem Inferno aus einem überdrehenden Schlagzeug, einer brachialen Gitarre und einem Gesang, bei dem man meint, da müssen gleich die Stimmbänder reißen.
Mit coolen Gitarrenklängen eröffnet der Song "Death Hussar Legions" das nächste musikalische Feuerwerk. Doch wirkt der Song um einiges ruhiger und gemäßigter. Geht ihnen doch die Puste aus? Scheint wohl eher nicht der Fall zu sein. Denn man kehrt zum Ende hin wieder zu gewohnten Spielweise zurück. Aber gerade die Mischung aus den eher ruhigen und depressiven Phasen und dem schnellen Spiel macht den Song einzigartig.
Auch "Point Zero" profitiert von der etwas gemäßigteren Spielweise. Es klingt schon fast unheimlich düster und gespenstisch. Könnte man fast für einen Horror- oder Gruselfilm als Hintergrundmusik verwenden. Jeden Moment könnte Dracula hinter einem stehen. So in etwa vermittelt man das Gefühl.
Daher kehren wir lieber mit "Galaxy in her" zum altgewohnten Niveau zurück. Man frönt wieder der schnellen und aggressiven Spielweise untermalt von dem brachial klingenden Gesang und dem völlig durchgeknalltem Schlagzeug.
Und weil es so schön ist, legen sie am Ende des Albums mit "Until the Wheel stops" noch einen oben drauf. Und wenn die Räder stillstehen, dann ist es auch mit diesem Album vorbei. Ein gelungener Titel für den letzten Song. Auf jeden Fall sorgten sich noch einmal dafür, dass man das Album nicht so schnell aus der Erinnerung verliert. Und endet es wie es begonnen hat. Mit Babygeschrei.

Fazit: Wir wissen, dass Polen sehr religiös ist. Dazu passt auch der Bandname. Aber was die Band da von sich gibt, ist alles andere als kirchlich orientiert. Man spielt einen dermassen harten, aggressiven und brutalen Black Metal, das man es schon mit der Angst bekommen kann. Das ist Black Metal vom Feinsten, auch wenn es dem einen oder anderen doch ein bisschen zu übertrieben vorkommt. Gut, wir sind mittlerweile einiges aus Polen gewöhnt, aber mit dieser Band haben wir vorerst den Gipfel erreicht. Es ist schon beeindruckend, wie man über eine halbe Stunde diese gnadenlose Spielweise durchhält. Wer auf ausgefallenen Black Metal steht, für den ist dieses Album schon fast wie die Bibel.

Anspieltipps:
 "Woda Dla Umarłych", "Demon Nietzschego", "Przystrojona Słońcem", "Death Hussar Legions" und "Until the Wheel stops".

Titel-Liste:
 
  1. Woda Dla Umarłych
  2. The Prisioner of the Worlds
  3. Demon Nietzschego
  4. Dark Nebula
  5. Przystrojona Słońcem
  6. Death Hussar Legions
  7. Point Zero
  8. Galaxy in her
  9. Until the Wheel stops

Laufzeit:
 31:54 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/nonopusdeipoland 


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