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Review: Nothing
 
THE TORTURE OF THE NAMELESS

Album:
 THE TORTURE OF THE NAMELESS, 2009, Eigenvertrieb

Stil:
 Thrash Metal

Wertung:
 4 von 7
4 von 7 Punkten
 R.J., 12.01.2010

Review:
 Hey, mal Musik von Down Under. Ziemlich selten, kein Wunder hört man doch einiges über die Problematik der Bands innerhalb und außerhalb des Fünften Kontinents Fuß zu fassen. Und wenn es schon Schwierigkeiten macht CDs von den Top Acts im Metalcircus in Läden zu erstehen, dann kann man sich das Dilemma vorstellen. Aber dafür gibt es ja glücklicherweise das Internet.

So nun also zu Nothing. Begonnen haben sie 2005 zu zweit und haben in der Zwischenzeit noch zwei weitere Bandmitglieder hinzugewinnen können. 2007 nahmen sie eine EP auf und verkauften diese bei ihren Auftritten. Zusätzlich schickten sie ihre Demo auch um Welt in der Hoffnung vom Rest der Welt beachtet zu werden. Immerhin durften sie in Australien schon mit Amon Amarth und Children of Bodom zocken.

Die mittlerweile vier Socceroos wollen nach eigenen Aussagen keinem Stil zugeordnet werden, sondern wollen einfach nur Metal spielen, nach dem Motto Alles ist erlaubt, oder Musik ohne Grenzen. Was soll ich sagen, ich nehme es ihnen voll und ganz ab. Ob es nun daran liegt, dass es sie wirklich nicht interessiert, oder ihnen noch nicht klar ist, worauf sie sich spezialisieren sollen, lassen wir mal dahin gestellt.

Fakt ist, dass sie sich aus so ziemlich allen Sparten massiv bedienen. Die Grundausrichtung ist sicherlich Thrash Metal, jedoch gibt es hier und da einen kräftigen Schuss Death Metal, Deathcore und sogar auch Anleihen von Black Metal. Die Jungs schrecken auch nicht davor zurück kurz in die Progressivität abzudriften, dazu dient "Mechanics Of Anonymity%quot; als Beispiel.
Teilweise bauen sich monströse Soundgebilde auf, die wirklich nicht leicht verdaulich sind.

Fazit: Fest steht eins, die Jungs verstehen ihr Handwerk außerordentlich gut. Die Stimme von Fabian Kahwati hält dem schwarzen metallischen Gekrächze ebenso stand, wie dem todes metallischem Gegrunze oder dem coremässigem Gebelle. Find ich schon bemerkenswert. Der Job an den Fellen ist im selben Maße über alle Zweifel erhaben, wie die ziemlich begabte Gitarrenarbeit. Die druckvolle Produktion dieser Eigenproduktion ist klasse.
Einzig, es fällt mir schwer, die gesamte Spieldauer die volle Konzentration aufrecht zu erhalten. Es bricht wirklich viel, zu viel auf den Hörer ein. Den vollbepackten Tracks fehlt es an einigen Stellen an Eingängigkeit, was die hohe Gefahr birgt, dass dem Hörer nach dem Durchlauf nichts hängengeblieben ist - Nothing.
Ich würde den durchweg talentierten Aussies dringend ans Herz legen wollen, die zukünftigen Tracks etwas zu verschlanken und an der Eingängig- und Griffigkeit zu arbeiten, dann steht dem Erfolg definitiv nichts im Weg.

Tipp:
 Experimentierfreudige Metalheads können dieses volumenreiche Werk gern mal an testen.

Titel-Liste:
 
  1. The Decree
  2. Mechanics of Anonymity
  3. Primitive Stain
  4. Progenitor
  5. Floating in a Malestrom
  6. The Frailty of human Kindness
  7. Script of Sorrow
  8. Grey Day
  9. Propaganda
  10. I collect Faces
  11. The Desolation Nocturne

Laufzeit:
 51:06 Min.

Band-Infos:
 
  • www.nothingmetal.net 


  • Probehören und Kaufen:
    Nothing: The torture of the nameless

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