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Review: One Fine Day
 
DAWN RIGHT

Album:
 DAWN RIGHT, 2006, rockhit records

Stil:
 Emo, Punk Rock, Metal

Wertung:
 7 von 7
7 von 7 Punkten
 M.W., 10.09.2007

Review:
 In Kooperation mit Produzent Jan-Dirk Poggemann (Donots) entstand die zweite LP der fünf Hamburger. Sie hört auf den schönen Namen DAMN RIGHT. Neben Einflüssen aus den Musikgenres Punk Rock, Emo und Metal fließen mit Sicherheit auch Erfahrungen aus ihren Supportshows, unter anderem für Fall Out Boy oder My Chemical Romance mit ein. Lassen wir uns überraschen, ob uns die fünf die Socken von den Füßen rocken...

Ungewohnte, aber verdammt gut gespielte Gitarren eröffnen die Platte. Die Truppe und Frontmann Marten Pulmer legt tempomäßig gleich richtig los. Der Refrain ist einfach gestrickt, was "Damn right" durchaus Hitpotenzial verleiht. Guter Opener, der sofort im Ohr bleibt und einen ersten positiven Eindruck hinterlässt.
"Burn (a Fire within)" zeigt da ein etwas chilligeres Intro. Anfangs hört es sich an, als würden Billy Talent gleich mit "Fallen Leaves" um die Ecke rocken, dann aber gewinnt der Song die typischen One Fine Day-Charakterzüge. Aber der Gesang erinnert trotzdem weiter an Billy Talent. Die Musik macht Laune, weil sie gradlinig herauskommt und der Rhythmus ins Blut geht. Super Song, zumal er in Zusammenarbeit mit H-Blockx-Sänger Henning Wehland entstand!
In "Not ready to go" schlagen die Hamburger Jungs ruhigere Töne an und setzen mehr auf Emotion und Nachdenklichkeit, was eine willkommene Abwechslung zu den beiden Tracks zuvor bietet. Der Refrain orientiert sich durch seine Unkompliziertheit stark am Punk. Toller Break nach circa drei Minuten, auch wenn er etwas unerwartet platziert ist.
"My Revolution" erinnert von Intro her ein wenig an My Chemical Romance's zweite LP. Auch dieses Werk setzt auf sanfte und zurückhaltende Instrumente sowie harmonischen Gesang. Bis zum Refrain, in dem die Instrumentalisten wieder alles geben. Die Shouts "Revolution" verleihen dem Text Nachdruck.
Jetzt wird es aber mal Zeit für härtere Töne. Das haben sich auch One Fine Day gedacht und legen sowohl das Tempo als auch den Gesang betreffend einen Gang bei "Get down" zu. Hier geht es ums abrocken. Toll gemacht, ihr habt mal wieder einen Pluspunkt gesammelt. Unbedingt anhören - Ohrwurmcharakter garantiert!
Es folgt ein Cover von Cindy Lauper, "She Bop". Der Gesang ist leicht verzerrt und auch dieser Song geht ab. Allerdings wirkt der Refrain ab und an leicht überladen, dafür macht's das schöne Outro wieder einigermaßen wett.
"Goodbye Reality" schlägt härtere Gitarren an. Dieser Song ist ein Radiohit und erinnert besonders durch die Riffs und das Schlagzeug an die frühen Tage von Green Day.
Auch das "One, two, three, four..." sowie ein schöner Gesangsbreak dürfen selbstverständlich nicht fehlen. Was soll ich sagen? Ich bin begeistert!
Wir kommen nun zu "This dying Day", das zwar auch Green Day erinnert, aber wesentlich entfernter als Track # 7. Gesanglich ist er zwar intelligent gemacht und auch gut von den Instrumenten unterlegt. Er wirkt allerdings zwischen den bisher gehörten Tracks ein wenig langweilig. Naja, es sei dem Quintett verziehen, man kann ja nicht nur toll sein, dann hätten Journalisten ja keine schöne Arbeit mehr ;).
"Fading grey" entsprang mit Unterstützung der Dänin Anne Kalstrup am Mikro. Tut auch mal gut eine Frauenstimme zu hören und sorgt gleichzeitig für erneute Abwechslung. Das ist mal ne echt Ballade, die es aber besonders durch den emotionsreichen Gesang und die nur im Hintergrund agierenden Unplugged-Instrumente eine verdammte Gänsehaut erzeugt.
Auch "Give it all" knüpft an den ruhigen Teil an - allerdings keine dreißig Sekunden lang. Naja, irgendwann ist ja auch mal genug mit ruhigem Rumgesülze. Erinnert von den Riffs und dem Aufbau an Blink 182. Ist ganz okay, reißt mich aber insgesamt nicht so mit wie die bisherigen Songs, die die Messlatte natürlich enorm hoch gelegt haben. Nichts desto trotz leisten die Hamburger "Fischköppe" wirklich gute Arbeit und in der Schule wäre mindestens eine 2+ drin gewesen.
Mit "Game over" ist die Platte im wahrsten Sinne des Wortes auch schon wieder fast durch. Hier geht es dann auch wirklich einmal metallastig zur Sache. Frei nach dem Motto "Butter bei die Fische" wird drauf losgejammt, was das Zeug hält. Die Gesangslinien bringen ein wenig Ruhe rein in die an sich wieder recht schnell agierenden Instrumentalisten. Die Jungs geben also noch mal alles zum LP-Ende hin.
"Alien" ist dann wirklich die Verabschiedung der Truppe, was erneut auf Shouts und Tempo setzt. Es sind wieder sowohl Green Day- als auch Blink 182- und +44-Anleihen zu finden. Hört's euch an und ihr werdet begeistert sein. Auch wenn dieser Track nicht unbedingt auf Platz 1 der Schiebe steht, kann er durchaus überzeugen.

Fazit: Insgesamt war es stinklangweilig, DAMN RIGHT zu bewerten. Da hört man in die Platte rein und ist nach knapp einer Viertelstunde erst einmal am Boden zerstört und total enttäuscht. Nachdem man sich dann wieder halbwegs berappelt hat, stellt man sich die Frage nach der Ursache dieses Gemütszustandes...
Antwort: Man konnte einfach nicht wirklich was kritisieren, musste sich Beanstandungen beinahe an den Haaren herbeiziehen, um die LP wenigsten etwas runter zu ziehen. Nach ungefähr 5 guten Songs am Stück denkt man dann auch, dass so langsam mal wenigstens ein Einbruch in irgendeinem Song auffindbar sein sollte, den man schön genüsslich in der Luft zerreißen kann, aber was ist??? Die Jungs haben's einfach drauf, weil es da nichts schlecht zu reden gibt. Genug der langen Worte, Fazit: toll, toll, toll, geil, geil, geil, und so weiter.

Tipp:
 Burn (a Fire within), My Revolution, Goodbye Reality, Fading grey

Titel-Liste:
 
  1. Damn right
  2. Burn (a Fire within)
  3. Not ready to go
  4. My Revolution
  5. Get down
  6. She Bop
  7. Goodbye Reality
  8. This dying Day
  9. Fading grey
  10. Give it all
  11. Game over
  12. Alien

Laufzeit:
 45:44 Min.

Band-Infos:
 
  • www.onefineday.de 


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