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Review: One Morning Left |
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Album:
| | THE BREE-TEENZ, 2011, Spine Farm |
Stil:
Wertung:
| |  0,5 von 7 Punkten | | J.G., 30.09.2011 |
Review:
| | One Morning Left? Ist das wirklich die Band, die schon im Internet mit skurrilen Songideen für geringfügige Aufmerksamkeit sorgen konnte und jetzt tatsächlich einen Plattenvertrag bekommen hat? Ich fasse es nicht. Da fallen mir spontan zwei Dutzend Bands ein, die es mehr verdient hätten. Miksu, Ari, Vesku, Tumppi, Tomppa, nein, das sind nicht die Vettern von Tinky-Winky, Dipsy, Laa-Laa und Po, den berüchtigten Teletubbies, sondern das ist das aktuelle Line-Up der Band.
Mir hätte schon das Anschreiben eine Warnung sein sollen, wo in einem Satz heavy riffs, European techno und Finnish hip-hop aufgezählt wurde. Das kann doch nur ins Auge und nicht ins Ohr gehen! Tut es auch, wie ich noch kurz ausführen werde.
Schon beim Intro "Fintro" ereilt mich ein leichter Schauer in Form eines Déjà-Vu. Als nicht nur Metal- sondern auch Computer-Kind der 80er, erinnern mich die ersten Klänge doch stark an SID, meinen Soundchip im guten alten C64. Obwohl, Stopp! Das wäre beleidigend, denn so mies war der Sound gar nicht, was die Schweden Machinae Suprimacy mit ihren Alben - übrigens beim gleichen Label Spine Farm - unter Beweis stellten.
Zaghafte musikalische Ansätze zeigt lediglich der Titelsong "The Bree Teenz" in den ersten 90 Sekunden, obwohl auch hier in der Folge weniger wieder einmal mehr gewesen wäre. Zumindest dies rettet das Album vor einer totalen Null-Nummer.
So schmerzhaft, wie das Aussprechen des Songtitels "Iwrestledwithmyhaironce" gestaltet sich auch mein Hörempfinden. Sorry Jungs, aber ich muss hier meine Anlage leiser drehen, was in den letzten Jahren nur zweimal passiert ist, wie ich mich erinnere.
"Hey Yo, Let`s Play Tycoon" lässt die Introklänge erahnen, jedoch nicht die verquirlte musikalische Zumutung, die folgen wird und in schneller Folge Screams, mit Popklängen, irrsinnigen Breaks, Rummelplatz-Atmosphäre und Gitarren-Effekte (wie tief kann ich gehen) mit nervendem hohen Pfeifton (ja, ich bin noch nicht schwerhörig!) und Synthie-Teenie-Pop vermischen. Wohl gemerkt, ich spreche vom gleichen Song und der ist immer noch nicht zu Ende...
Aber ich bin es mit meiner Besprechung. Auch wenn ich mir brav auch noch die letzte Aneinanderreihung akustischer Signale namens "Pardon Me! Where do I find 4givness" angehört habe, möchte ich keine weiteren Worte verschwenden. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.
Fazit: Puh, schon lange war ich nicht mehr so froh, dass ein Album nach 38 Minuten schon zu Ende ist. Aber als echter Rock- und Metal-Fan muss man auch manchmal eine Portion Masochismus besitzen. Eigentlich kann ich One Morning Left dankbar sein, haben sie mir doch eindrucksvoll vor Augen oder viel besser an die Ohren geführt, wo meine persönliche Toleranzgrenze liegt. Mit dem Album THE BREE-TEENZ wurde diese Grenze eindeutig überschritten, denn mit selbst noch so viel "Good Will" kann ich aus dem gebotenen Genre-Mix keinerlei Lustgewinn ziehen. Musikalische Splitter in einen Topf geschmissen mit unzähligen Effekte versehen, einen Comic-Strip ins Booklet gedruckt und jede Menge "gute Laune" versprüht, macht noch lange keine Musik - von guter Mucke ganz zu schweigen. Man möge mir an dieser Stelle die Verwendung von "Crossover" verzeihen, aber "Trash" wohlgemerkt ohne "h" hätte zu Irrtümern führen können.
Was fürs kurzlebige Internet mit ihren YouTubes- und Twitter-Fangemeinden noch ausreichen mag, so ist dieses Album nicht einmal eine Meldung im letztgenannten Medium wert. Musik, die die Welt nicht braucht, das trifft wohl voll auf dieses Album zu. |
Tipp:
| | Für Fans des schlechten Geschmacks oder besser ohne Geschmack, sei dieses Werk ans Herz gelegt. |
Titel-Liste:
| | - Fintro
- !LiaFCipe
- Hermione`s Panties
- The Bree Teenz
- Iwrestledwithmyhaironce
- ReetuinDaHouse?
- This Song has a Massive Autotune Chorus
- Depression after Eating
- Hey Yo, Let`s Play Tycoon
- Pardon Me! Where do I find 4givness
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/onemorningleft  |
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