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Review: Outloud
 
WE'LL ROCK YOU TO HELL AND BACK AGAIN

Album:
 WE'LL ROCK YOU TO HELL AND BACK AGAIN, 2009, Frontiers

Stil:
 Hard Rock

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 S.M., 01.10.2009

Review:
 Outloud ist mal wieder eines der Projekte, bei dem sich renommierte Künstler zusammenfinden, weil sie entweder immer noch zu viel Freizeit und/oder zu viele unbearbeitete Ideen haben oder manche kreative Outputs in ihren anderen Bands nicht unterbringen können.
Die Truppe besteht aus Babis "Bob" Katsionis (Gitarre), der schon bei mehr bekannten Bands spielte, als ich Finger an den Händen habe, dem Sänger Chandler Mogel (Talon, Legion), Bassist Jason Mercury (der mit Katsionis zusammen auch bei Minuetum spielt), dem Gitarristen Tony Kash und dem viel beschäftigten Drummer Mark Cross (At Vance, Metalium, Firewind, undwasweißichwosonstnoch). Alleine diese Künstlernamen müssen ja schon für Qualität bürgen. Schauen wir mal, ob es sich bewahrheitet. Das Debüt der Multi-Kulti-Truppe heißt WE'LL ROCK YOU TO HELL AND BACK AGAIN.

Auf jeden Fall wird auf WE'LL ROCK YOU TO HELL AND BACK AGAIN schon mal alles serviert, was den Hardrock im weitesten Sinne ausmacht: Knackige Fetzer, kräftige Groover, melodische Nummern mit AOR-Touch, sowie nostalgisch angehauchte Tracks.
Der Opener "What I need" ist gleich mal solch ein Stück mit einer Portion Old-School-Feeling und erinnert etwas an Purple- oder Rainbow-Songs. Dabei geht es gleichermaßen druckvoll wie melodisch zur Sache.
"We run" bedient dann erstmal die Freunde des US-AOR und überzeugt dabei mit einer einprägsamen Hookline und einem starken Höhepunkt. Bei "Tonight" scheint mir die Keyboard-Einleitung etwas arg an Bon Jovis "Runaway" angelehnt. Danach entfernen sich Outloud aber vom Bon Jovi-Einfluss. Der Song bleibt jedoch in einigermaßen airplay-tauglichen Stadion-Rock-Bereichen. Kompositorisch gibt es außer dem leichten Intro-Plagiat aber nichts zu bemängeln.
Auch das Riff, mit dem "Search for Truth" beginnt, ruft irgendeine Erinnerung wach, doch ich komme nicht ganz drauf. AC/DC? Rose Tattoo? Wie auch immer, stilistisch haben wir hier geradlinigen Hardrock, der gut ins Blut geht. Der Höhepunkt ist harmonisch und schön erarbeitet.
Bei "This broken Heart" regiert komplett die emotionale Seite. Doch zaubern Outloud hier eine tolle, romantische Melodie aus dem Ärmel und Chandler Mogel übertrifft sich mit seiner gefühlvollen Performance selbst.
Um den Hörer danach wieder wachzurütteln, kommt "Breathing Fire" mit viel Drive, einem Rhythmus der die Glieder fast automatisch bewegt und dem bislang besten Bridge-Refrain-Konstrukt des Albums. Auch Bobs Gitarre darf im Lead-Solo mal in den Vordergrund rücken.
"Wild Life", ein knackiger Rocker, fährt genau auf dieser energetischen Spur weiter, und "Broken Sleep" bringt neben einem ordentlichen Groove auch wieder die melodischere Komponente ins Spiel.
Auch "Out in the Night" verbindet eine harmonische AOR-Seite mit druckvollem Riffing und geradlinigem Rhythmus.
Bei "Lovesigh" darf nochmal die hochemotionale Seite ran, bevor der härteste Song am Albumende wartet: "Out loud" ist ein wuchtiger Heavy Rocker, der in bester Tradition zu Stücken von W.A.S.P., Twisted Sister oder Lordi steht. Man braucht wohl kaum erwähnen, dass bei der Nummer live die Menge besonders abrocken wird.

Fazit: Ich muss sagen, ich bin von WE'LL ROCK YOU TO HELL AND BACK AGAIN ziemlich begeistert. Es war eine vernünftige Entscheidung der beteiligten Künstler neben ihren anderen Bands auch noch diesem Projekt Leben einzuhauchen. Das Album strotzt nur so vor hochklassigem Songwriting. Einen Ausfall gibt es nicht, dafür fast ausschließlich Songs, die auf ihre Art zünden können.
Absolut einwandfrei ist die technische Leistung der Musiker. Man merkt, dass hier Vollprofis am Werk sind. Sehr gut passt der recht helle, aber trotzdem variable Gesang von Chandler Mogel zum Sound von Outloud.
Wenn dieses Projekt in dieser Besetzung Bestand erhält, könnte sich hier wirklich eine Hardrock-Supertruppe entwickeln. WE'LL ROCK YOU TO HELL AND BACK AGAIN ist schon mal ein erstes starkes Markenzeichen.

Anspieltipps:
 "What I need", "Search For Truth", "Breathing Fire", "Out in the Night" und "Out loud" sind meine Favoriten.

Tipp:
 Hier tut sich ein neues Hardrock-Highlight auf. Genrefans sollten sich das Album nicht entgehen lassen.

Titel-Liste:
 
  1. What I need
  2. We run
  3. Tonight
  4. Search for Truth
  5. This broken Heart
  6. Breathing Fire
  7. Wild Life
  8. Broken Sleep
  9. Out in the Night
  10. Lovesigh
  11. Out loud

Laufzeit:
 48:21 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/outloudtheband 

  • Probehören und Kaufen:
    WE'LL ROCK YOU TO HELL AND BACK AGAIN!
    Outloud

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