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Review: Tim Ripper Owens |
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Album:
| | PLAY MY GAME, 2009, Steamhammer |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 13.05.2009 |
Review:
| | Winters Bane, Judas Priest, Iced Earth, Beyond Fear, Yngwie Malmsteen, so könnte man die Laufbahn von Tim "Ripper" Owens in minimalistischem Stil beschreiben. Wer sich dann noch vorstellt, dass der jederzeit motivierte Sänger sich bei Judas Priest als Nachfolger von Metalgod Rob Halford beweisen musste oder bei Iced Earth die schwere Bürde eines übermächtigen Matthew Barlow auferlegt bekam, der kann sich leicht vorstellen, dass Tim dabei kaum ideale Startbedingungen vorfand. beide Ambitionen haben sich inzwischen erledigt, denn sowohl Rob Halford ist zu Judas Priest heimgekehrt und auch Matthew Barlow hat den Polizei-Colt wieder gegen das Mikro bei Iced Earth getauscht.
Was bleibt, ist sein durchaus solides Album mit seiner Band Beyond Fear und die vielfach gelobte Performance beim Schweden Yngwie Malmsteen. Bemerkenswert hierbei, dass sich Tim stets als guter Verlierer gezeigt hatte und "dissen" für ihn ein absolutes Fremdwort zu sein scheint.
Nun schien die Zeit endlich reif für ein eigenes Solo-Album gewesen zu sein und so begann Tim nicht nur mit dem Songwriting, sondern auch mit dem Klinkenputzen bei seinen Musiker-Kollegen. Hätte er bei seinen vorherigen Engagements nur halb so viel Glück gehabt, was wäre wohl aus ihm geworden, frage ich mich, angesichts der stattlichen Liste: Gitarren: Bob Kulick, Bruce Kulick, John Comprix, Craig Goldy, Mike Callahan, Jeff Loomis, Steve Stevens, Doug Aldrich, Neil Zaza, Carlos Cavazo, Michael Wilton, Chris Caffery, Bass: Rudy Sarzo, James Iomenzo, Dennis Hayes, Billy Sheehan, David Ellefson, Tony Franklin, Marco Mendoza, Drums: Simon Wright, Ray Luzier, Brett Chassen, Bobby Jarzombeck.
Nein, ich beschreibe hier weder ein All-Star-Treffen noch das Billing eines Festivals, sondern lediglich die Musiker, die ihrem Kollegen bei seinen Solo-Ambitionen zur Seite standen.
So vielfältig wie die Beteiligten ist dabei auch das Album ausgefallen, welches samt und sonders von Tim Owens und ein paar seiner Kollegen geschrieben wurde.
Ungewöhnlich ruhig beginnt PLAY MY GAME mit der Power-Ballade, "Starting Over", die wohl für "Ripper"-Verhältnisse wenig Tempo bringt, aber dafür sofort die gesanglichen Qualitäten offenbart, die weit über die Anforderungen eines Rippers hinaus gehen. Veredelt wird das Ganze mit einem Gitarren-Solo von Rob Kulick.
Deutlich härter und mit leicht melancholischer Schlagseite aber immer noch in gemäßigten Gewässern, wird die Hymne "Believe" neben dem Frontmann vor allem von dominanten tief agierenden Gitarren bestimmt.
Gut gemeint, aber ich bin einfach kein Freund gesprochener Textbotschaften, wie wichtig oder genial sie auch immer sein mögen. Dafür kommt mir das Up-Tempo bei "The Cover up" und ein in deutlich höheren Lagen trällernder Tim sehr entgegen. Von Mitwippen bis Headbangen ist hier alles erlaubt.
Mit "Pick yourself up" folgt ein prima Mid-Tempo-Tribut an Judas Priest, das ebenso vom Original stammen könnte und sofort für gut Laune sorgt.
"It is me" schwimmt im gleichen Fahrwasser weiter, bekommt jedoch durch das dominante Drumming erheblich mehr Druck nach vorne verpasst.
Auch für "No good Goddbyes" wird nur wenig am Gaspedal herum gespielt, dafür setzt es einen mächtigen Groove und düstere Atmosphäre.
Endlich wieder forciertes Tempo bei "To live again", dass sich etwas arg banal durch die Boxen quält. Die Gitarren-Soli sind hörenswert, aber dem Rest fehlt das gewisse Etwas. Da hilft auch die verlangsamte düstere Passage wenig.
"The World is blind" erinnert etwas an den balladesken Opener, kann aber nicht ganz mit diesem mithalten.
Während "The Light" erneut auf wenig griffiges Riffing setzt und recht düstere Stimmung verbreitet, kann der Nachfolger "Play my Game" schon schneller zünden, lässt aber den Druck mit dem langsamen Intermezzo etwas zu sehr abfallen. Die schnellere Fortsetzung macht dafür schon wieder deutlich mehr Laune.
Bevor Tim sein Solo mit dem recht intensiven "The Shadows are alive" in perfekter Slow-Motion incl. genialer Steigerung ausklingen lässt, legt er bei "Death Race" einen der viel zu seltenen Zwischenspurts ein.
Fazit: Technisch perfekt in Szene gesetzt, trieft die Spielfreude bei dem Album aus jeder Ritze und das ist schon mal ein dickes Plus. Lediglich an Haftwirkung fehlt es mir an so mancher Stelle. Ein bisschen mehr Ohrwurm hätte nicht geschadet und so verpuffen viele gute Ansätze schon nach kurzer Zeit. Da hilft auch das ausgefeilteste Drumming oder genial arrangierte Gitarren-Solo wenig, von der perfekten Gesangsleistung abgesehen.
Was bleibt ist ein sehr abwechslungsreiches Album und in jedem Fall eine makellose Visitenkarte, beurteilt man ausschließlich Gesangs- und Instrumental-Leistung. In jedem Fall hat Tim seinen Traum vom Solo erfüllt und das ist schon mehr, als mancher von sich behaupten kann.
Dass ich insgesamt mehr Tempo erwartet hätte, ist persönlich schade, kann jedoch nicht negativ ausgelegt werden. Ich stelle mir nur gerade vor, wenn alle Songs das Niveau von "Starting Over" und "The Shadows are alive" gehabt hätten... |
Tipp:
| | Er beschreibt es selbst als Album mit maßgeblichen Black Sabbath- und Judas Priest-Einflüssen. Das kann ich nur bestätigen. |
Titel-Liste:
| | - Starting Over
- Believe
- The Cover up
- Pick yourself up
- It is me
- No good Goddbyes
- To live again
- The World is blind
- The Light
- Play my Game
- Death Race
- The Shadows are alive
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.timripperowens.com  |
Empfehlen:
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