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Review: Pack Of Wolves
 
A NICE BLACK SUITE

Album:
 A NICE BLACK SUITE, 2010, FinestNoise

Stil:
 Punk Rock

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 M.U., 31.05.2010

Review:
 Mit Pack of Wolves wird es schwer, denn die Information über diese Band wir man spärlich beliefert. Die Band wird gegründet 2006 und sagt selber, dass ihre Stilrichtung von vielen anderen Bands wie At The Drive In, Beatstakes, Biffy Clyro usw. beeinflusst wird. Wenn man den Promounterlagen glauben darf, kommt die Band aus Österreich (genauer gesagt Graz). Irgendwie versucht man sich mit den Sex Pistols und den Ramones zu identifizieren, also mit "Uralt"-Punkbands. Vor diesem Album wurde bereits eine EP namens INTIMACY IS A SERIOUS DANGER herausgebracht. Soviel dazu (manchmal sind die Infos zu unbekannteren eben sehr spärlich). Und mit A NICE BLACK SUITE stellen sie ihr erstes Album vor, welches Ende Mai 2010 auf den Markt kam.

Der Anfang von "On my Phone and Knees" erinnert einen schon fast an die guten alten Punkbands der 70er und 80er Jahre. Klappernde Sticks und der Gesang deutet auch eher Richtung Punk den woanders hin. Klingt richtig gut und zaubert einen ein kleines Lächeln auf die Lippen.
In ähnlicher Manier setzt das Album mit dem Song "You like Dreams, we love Nightmares" fort. Eine gute Mischung aus Hardrock und Punk. Da kann man sich die Band so richtig gut vorstellen, wie sie auf der Bühne ab hausen. Schon alleine die überdrehte Gitarre ist irgendwie genial. Richtig schöner Hardrock-Punk.
Und mit "This Love feels like a Heart Attack" geht es nahtlos weiter. Der Song könnte allerdings auch aus der Feder von Billy Talent stammen. Er hat gewisse Ähnlichkeiten mit deren musikalischer Richtung.
Auch "You can't do it anymore" könnte man als Billy Talent-Verschnitt betrachten. Der Song klingt allerdings im weiteren Verlauf ein bisschen nach experimenteller Musik, fast so, als würde man das eine oder andere ausprobieren. Dazu gehören Bass- und Schlagzeug-Soli. Auch die Spiellänge mit knapp über einer Minute unterstützt den experimentellen Charakter.
Bei den Songtiteln haben sie Jungs echt Mühe gegeben. Denn lang sind sie schon. "The more we sink the less we care why" ist so ein Paradebeispiel. Happy Flower Power liegt in der Luft.
Jazziger Bass und ein beeindruckendes Schlagzeug sind Elemente von "Has the World changed or have I" und "What's it like to be you". Der Gesang klingt eher von der von den Red Hot Chili Peppers. Wenn man nicht wüsste, dass sie es nicht sind, könnte sich hier schwer irren. Extreme Verwechslungsgefahr bei den beiden Songs.
"Soft Chemistry could be a Solution" ist eher ein Song der chaotischen Art. Das Schlagzeug lässt sich irgendwie nicht richtig einordnen und die gesamte Stimmung gibt einen Rätsel auf. Auf jeden Fall lässt man es ein bisschen ruhiger angehen. Wenigstens zu Beginn. Aber es gibt dennoch Passagen, in denen man wieder hektischer wird. Eine Mischung aus punkigen und melancholischen Passagen.
Die Gitarre von "Dial B for Bewilderment" lässt dem Hörer einen wohligen Schauer den Rücken hinunter laufen. Diese Stimmung ist einfach genial. Schon die Art, wie Gitarre gespielt wird. Der Song ist wohl der Beste von diesem Album. Denn muss man einfach mehrmals hören. Und dann geht er einem nicht mehr aus dem Kopf.
Nackt und titellos kommt "Untitled" daher. Daher heißt er auch so. Wie "You can't do it anymore" ist eher nur ein musikalisches Schnipsel von knapp über einer Minute. Ein sehr ruhiger Song, der nicht so ganz in die Linie passen will.
Dafür entschädigt einen der letzte Song "Get well soon". Es ist wieder einmal eine Mischung aus Punk, Hardrock, Billy Talent und Red Hot Chili Peppers. Ein schöner Ausklang eines rundum gelungenen Albums.

Fazit: Ein frisches und fröhliches Album, das wirklich Freude macht, es anzuhören. Die Stimmung hat so etwas ganz besonderes, was einen fast schon zu einer gewissen Euphorie hinreissen lässt. Diverse Anleihen bekannter Bands wie Billy Talent oder den Red Hot Chili Peppers lassen sich nicht verleugnen, machen es aber auf der anderen Seite wiederum interessant. Diese Stilrichtungen passen einfach perfekt zum Stil dieser Band. Tja, Österreich ist halt nicht nur Alpen- und Volksmusik. Da sieht man wieder einmal, man kann auch anders (gut, es gibt auch Belphegor, aber das ist eine andere Welt)! Ein Album, das mit Sicherheit nicht im Regal verstauben wird und des öfteren im CD-Player seine Runden drehen wird. Glücklicherweise ist das Album ist seit dem 21. Mai 2010 auf dem Markt.

Anspieltipps:
 Auf jeden Fall "On my Phone and Knees", "You like Dreams, we love Nightmares", "This Love feels like a Heart Attack", "You can't do it anymore" und "Dial B for Bewilderment".

Titel-Liste:
 
  1. On my Phone and Knees
  2. You like Dreams, we love Nightmares
  3. This Love feels like a Heart Attack
  4. You can't do it anymore
  5. The more we sink the less we care why
  6. Has the World changed or have I
  7. What's it like to be you
  8. Soft Chemistry could be a Solution
  9. Dial B for Bewilderment
  10. Untitled
  11. Get well soon

Laufzeit:
 35:27 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/thedesperatewolves 


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