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Review: Pain |
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Album:
| | CYNIC PARADISE, 2008, Nuclear Blast |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | J.G., 01.11.2008 |
Review:
| | Wie ein schweizer Präzisionsuhrwerk wird der Schwede Peter Tägtgren seinem Ruf als Workaholic mehr als gerecht. Wenn er nicht gerade mit seiner Hauptband Hypocrisy zugange ist oder sich als begehrter Produzent ein paar kronen dazu verdient, findet er auch immer wieder Zeit für sein Bandprojekt Pain. Nach einem kurzen Gastspiel bei Roadrunner ist er nun im Schwabenländle angekommen und verteibt sein neues Werk CYNIC PARADISE ab sofort über Nuclear Blast.
Peter ist eben immer für Überraschungen gut und die gibt es auch musikalisch zu vermelden. Nachdem er für das Vorgängeralbum PSALMS OF EXTINCTION seinen Schwerpunkt auf interessante Ideen und abgefahrene Soundeffekte gelegt hatte, war diesmal der Song selbst Mittelpunkt seiner bemühungen. Und ehrlich gesagt, hört man das jeder Hookline des Neulings CYNIC PARADISE an. Wer sich die Scheibe das erste Mal reingezogen hat, der wird erstaunt feststellen, dass es noch kein Pain-Album vorher gab mit so vielen Hits wie hier. Einen kleinen Teil trägt sicherlich auch seine Gast-Sängerin, die neue Nightwish-Stimme, Anette Olzon bei, die ihm bei zwei Songs stimmlich unter die Arme greift.
Mit brachialer Gewalt verschafft sich der Opener "I'm going in" Gehör. Drönende Bass-Beats und schneidende Synthesizer werden durch Peters typisch verzerrtem Gesang veredelt, sodass man schon nach wenigen Momenten die zugegebnermaßen blauäugig gewähle Lautstärke der Stereoanlage freiwillig herunter dreht.
Auch beim folgenden "Monkey Business" lässt peter nicht locker. Mit erhöhter Schlagzahl wird hier ein metallisches Riff nach dem anderen in die Gehörgänge gestanzt und erinnert fast etwas an seine Hauptband Hypocrisy .
Nein, wir hören mit "Follow me" kein Pet Shop Boys-Cover, auch wenn gewaltige Pop-Anleihen dem Song einen gewaltigen Hitschub verpassen. Aber, ja, wir hören Anette Olzon, die ihrem schwedischen Kollegen ihre Stimme leiht.
Erstaunt hat mich zunächst "Have a Drink on me", der mit waschechtem Rock'n'Roll inklusive einer Slide-Guitar eine neue aber nicht weniger interessante Seite von Peter zeigt.
"Don't care" macht keine Gefangenen, schlägt gnadenlos in die gleiche Industrial Kerbe wie der Opener I'm going in und wird jeden Pain-Fan in richtige Extase versetzen.
Wer dann lieber doch das Tanzbein schwingen möchte, anstatt von Industrial-Brechern begraben zu werden, der wird in "Generation X" oder dem abschließenden "Feed us" seine/ihre Bedürfnisse voll befriedingen können. Mit Sicherheit werden diese Songs in der nächsten Zeit noch so manche schwache Schwingspule in einschlägigen Discos killen. Sei's drum, ich habe schon zu Anfang gewarnt, den Verstärker nicht zu laut aufzudrehen. Für "Feed us" steuerte übrigens erneut die Nightwish-Sängerin Anette den weiblichen Gesangspart bei.
Fazit: Eines ist klar erkennbar. Abgesehen von der extrem großen Hitdichte auf diesem Album weht wieder ein deutlich härterer Wind als auf den Alben vorher. Nach meinem Geschmack darf dies auch ruhig so bleiben und erinnert mich ein wenig an die Anfangszeiten seines selbstbetitelten Debüts PAIN, wenn auch damals erheblich weniger Hitpotenzial vorhanden war. Wenn er den Weg des Neulings weiter beschreitet, werden die Erfolge sicherlich nicht lange auf sich warten lassen. Aber wir wissen auch, Peter war schon immer für eine Überraschung gut. |
Tipp:
| | In jedem Fall ein weiteres Album, das in keiner Sammlung eines Industrial Metal-Fans fehlen sollte. Für Pain-Konsumenten ein richtiges Sahnestückchen, das nach Dauerlauf im CD-Player schreit. |
Titel-Liste:
| | - I'm going in
- Monkey Business
- Follow me
- Have a Drink on me
- Don't care
- Reach out (and regret)
- Generation X
- No one knows
- Live fast // Die young
- Not your kind
- Feed us
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Laufzeit:
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