 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: Palace |
 |
| |
Album:
| | DIVINE INTERVENTION, 2008, STF-Records |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 24.05.2008 |
Review:
| | Obwohl mir bisher ein Silberling der Band Palace noch durch die Finger geflutscht war, so ist es doch für mich ein regelrechtes Deja Vu. Warum? Nun, das hat zunächst nichts mit der Band aus Speyer zu tun, die Fans bereits seit über zehn Jahren mit kernigem Heavy Metal bombardieren.
Stygma4 ist der Grund für das Deja Vu. Es handelte sich dabei um eine mehr als erfolgsversprechende Österreicher Band, die nach 15 Jahren "Schwimmen gegen den heimatlichen Strom" die Reißleine ziehen mussten und weder die erste noch die letzte Heavy Metal Band war und sein wird, die in der Alpenrepublik keinen Fuß in die Türe bekommen.
Wer sich nun an das letzte Stygma4-Album HELL WITHIN erinnert, dem werden sofort Ähnlichkeiten mit der Spielart von Palace auffallen. Besonders die Gitarren-Riffs und auch die Stimmlage des Sängers zeigen erfreuliche Parallelen. Für mich also umso erfreulicher, eine quasi musikalische Fortsetzung gefunden zu haben.
Hören wir also genauer hin, was die bisher mit guten Kritiken überhäuften Palace diesmal mit DIVINE INTERVENTION zu bieten haben. Ich hoffe, dass die "führenden Hände von Oben" göttliche Wirkung gezeigt haben.
Kein großes Intro-Gedudel, keine ausufernden Synthie-Spielereien, lediglich ein paar einführende Klänge und schon kann der Opener "Generation PSI Forces" mit der XXL-Pflugschar durch die Menge rollen. Gerade hier ist die Ähnlichkeit bei den treibenden Gitarren-Riffs und der Gesangslinie mit den bereits genannten nicht mehr als Band existenten Österrreichern überdeutlich. Aber es ist weder der Sänger Ritchie Krenmaier noch der Gitarrist Günter Maier, die hier ihre Finger im Spiel hatten. Egal, genug der Vergleiche. Palace bieten einen energiegeladenen Einstand mit rauer Stimme und Gitarren-Riffs, die sofort für Wohlgefühl im Heavy Metal-Ohr sorgen. So darf es weiter gehen...
...und tut es auch, denn "Metal Angels" wird seinem Titel mehr als gerecht. Traditionell, mit wenig Firlefanz folgt den noch etwas disharmonischen Riffs eine gefällige Hookline, die sofort um einen Dauerplatz im gehörgang kämpft. Der Refrain ist ebenso wie beim Vorgänger mehrstimmig, was der eigenwilligen Stimmlage des Sängers Harald Piller noch besser zur Geltung bringt und ihr mehr Gewicht verleiht. Die Rhythmusfraktion arbeitet dabei schon fast an der Grenze des Power Metal und wird nur durch ein wildes und beeindruckendes Gitarren-Soli kurzzeitig eingebremst. So darf es weiter gehen... aber das hatten wir ja schon.
Der Titelsong "Divine Intervention" überrascht zunächst mit weiblicher Gesangsstimme, die jedoch nach kurzer Zeit der bereits bekannten rauen Männerstimme weichen muss. Gleich geblieben ist auch der treibende Rhythmus, der mühelos jedo störische Kuhherde auch ohne Elektro-Stock von der Weide in den Stall treiben könnte. Abgesehen vom Refrain, der wieder mit weiblicher aufwartet, hat man diesmal auf allzu gefällige Melodik verzichtet und dem kantigen Heavy Metal das Zepter übergeben.
Für Injection of Affection hat Palace mal einen Gang zurückgeschaltet und legt mehr Wert auf Eingängigkeit. Melodische Hooklines und druckvolle Basisarbeit begleiten HPs Gesang, der diesmal in Regionen eines Alice Coopers auf seinem Album THRASH zur Ehre gereicht.
Eine Kante schärfer agieren die Jungs dann wieder bei "The last Waltz". Während HP sind eine höhere Oktave schnappt, beackern die Gitarren die unteren Lagen mit knackigen Riffs, die nicht gänzlich neu klingen, aber dafür tierisch abgehen.
Die große Groove-Maschine lässt man zum ersten Mal so richtig bei "Bloodsuckers" auf Touren kommen. Das Intro mit weiblichem Gesang und Slap-Bass täuscht darüber hinweg, das spätestens nach einer Minute der Groove-Nachbrenner auf volle Leistung hochgefahren ist. Ab dann gibt es kaum noch eine Chance zum Bremsen.
Prägnante Drums, tiefe Gitarren und orchestrale Klänge liefern das Vorspiel für das hymnenartige "The Honest and the Brave". Einmal mehr können Palace mit Intensität und Eingängigkeit punkten, was auch das brillante Gitarren-Solo mit einschließt.
Kurz bevor das Album die Schlussrunde einläutet, wird für "The Healer" noch einmal kräftig das Gaspedal bis zum Bodenblech durchgetreten. Klare Stukturen, handwerklich saubere Gitarrenarbeit, abwechslungsreiche Breaks und passende Soli unterstützen die Gesangslinie von Harald. Dieser hat auch hier keine Probleme sich seinen Frequenzbereich zu sichern.
Für den Abschluss des Albums viel die Wahl auf "When I die", das zumindest thematisch gut passt. Leider ist das Thema auch musikalisch stimmig verpackt deshalb melancholisch vorbelastet. Dies gibt dem Album gerade am Ende noch einen Touch in eine Richtung, die so garnicht repräsentativ für das Gesamtwerk scheint. Abgesehen davon wird wohl jeder gerne dem Silberling eine Extrarunde spendieren.
Fazit: Palace liefern mit DIVINE INTERVENTION ein rundum gelungendes Heavy Metal-Album ab, das durchaus eigenständig klingt, obwohl es nicht immer auf völlig Neues zurückgreift. Manchmal ist eben mehr die geschickte Kombination von alt Bewährtem mit Eigenem entscheidend, als das Rad zum tausendsten Mal neu erfinden zu wollen. Auch wenn HPs Stimme für manche gewöhnungsbedürftig sein mag so war gerade ich mit der beschriebenen musikalischen Vorgeschichte mehr als zufrieden. |
Anspieltipps:
| | "Generation PSI Forces", "Divine Intervention", "Injection of Affection" und "Bloodsuckers" vermitteln ein gutes Bild vom gesamten Album. |
Tipp:
| | Wer nicht, wie ich schon Kontakt mit Stygma 4 hatte und folglich Sänger wie HP stilistisch noch nicht kennt, der sollte einfach Probehören und sich hoffentlich überzeugen lassen. |
Titel-Liste:
| | - Generation PSI Forces
- Metal Angels
- Divine Intervention
- Injection of Affection
- The last Waltz
- Bloodsuckers
- The Honest and the Brave
- The Healer
- When I die
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.palace-music.com  |
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Bandinfos |
 |
 |
Neue Reviews |
 |
|