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Review: Pharao |
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Album:
| | ROAD TO NOWHERE, 2010, SAOL |
Stil:
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | S.M., 20.03.2011 |
Review:
| | Pharao wurden bereits 1977 noch unter dem Namen Regenbogen in der ehemaligen DDR gegründet und spielten erst melodischen Rock. Mit der Umbenennung in Pharao erfolgte 1986 auch der Wechsel zum traditionellen Heavy Metal. Nach dem einzigen richtigen Album BAD BOYS FROM EAST löste sich die Truppe auf, reformierte sich dann 1997, um sich 2001 erneut aufzulösen. 2003 bekam man dann endlich wieder die Kurve, und 2010 – also 20 Jahre nach dem bisher einzigen Longplayer und 25 Jahre nach der Grundlegung zur Metal-Band Pharao – erblickt das zweite Studioalbum ROAD TO NOWHERE das Licht der Welt.
Die Grundlage des Sounds ist noch immer traditioneller Heavy Metal der alten Schule. Allerdings werden auch teilweise einige modernere Elemente in die Songs eingebracht, die sich in kurzen Melo-Death- oder Metalcore-artigen Passagen mit harschen Vocals bemerkbar machen.
Gleich bei den ersten beiden Stücken "On the Attack" und "Why not" kommen sie zum Einsatz und sorgen dafür, dass man die Stücke am liebsten vorskippen würde. Das klingt einfach richtig schlecht, und diese pseudo-harschen Vocals wirken im Vergleich zu Sängern, die das wirklich können, nahezu lächerlich.
Pharao sind dann gut, wenn sie der oldschooligen Seite Raum geben und ihr freien Lauf lassen. Das ist bei dem melodisch-emotionalen "Mother Earth" zu hören, aber ebenso beim straighten Titeltrack "Road to nowhere" und "The other Side", die beide einen leichten Judas-Priest-Touch haben.
Sänger Jackie Lee Man (hehe, lustig, wenn man weiß, dass der wirkliche Nachname Lehman ist) hat eigentlich eine ausdrucksstarke, klare Stimme in mittelhoher Lage, die den Stücken eine Charakteristik aufdrückt. Lediglich diese halbgaren Versuche von harschen Vocals sollten Pharao bleiben lassen. Ansonsten gibt es technisch nichts zu bemängeln. Die Instrumentalisten machen allesamt einen guten Job.
Von den übrigen Stücken müssen noch das an kraftvolle, neuzeitliche Saxon-Songs erinnernde "We are", das episch-gefühlvolle "I believe" und das ebenso dynamische wie hymnische "Before the Storm" erwähnt werden, die das allgemeine Niveau in der zweiten Albumhälfte nochmal deutlich anheben.
Ganz zum Ende gibt es noch ein Cover des Bachman-Turner-Overdrive-Klassikers "You ain't seen nothing yet", das zwar ganz nett arrangiert ist, das man aber auch nicht wirklich braucht.
Fazit: Nach dem schwachen Albumeinstieg hat sich ROAD TO NOWHERE schließlich doch noch als ordentliches Heavy-Metal-Werk entpuppt. Das schon fast zur Tagesordnung gehörende Name-Dropping (Gastbeiträge von mehreren Saxon-Mitgliedern, von Tom Angelripper und Mario LeMole) bräuchten die Ostdeutschen eigentlich nicht, zumal die Beiträge der renommierten Musiker nicht wirklich zur Geltung kommen.
Auf der Leistung von ROAD TO NOWHERE kann man aber für zukünftige Werke aufbauen. Den Schritt zu einem durchweg gutklassigen Album haben Pharao aber noch nicht getan. Da gibt es auf ROAD TO NOWHERE doch noch zu viele Hänger. Old-School-Metal-Fans sollten aber ruhig mal in die genannten Anspieltipps reinhören. |
Anspieltipps:
| | "Road to nowhere", "We are", "I believe" und "Before the Storm" |
Titel-Liste:
| | - On the Attack
- Why not!
- Mother Earth
- Road to nowhere
- The other Side
- Like a Phoenix
- We are
- Seven Seas
- I believe
- Seconds to Minutes
- Before the Storm
- You ain't seen nothing yet
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.pharao-rockband.de  |
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