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Review: Place Vendome
 
Place Vendome - STREETS OF FIRE

Album:
 STREETS OF FIRE, 2009, Frontiers

Stil:
 Melodic Rock, AOR

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 U.B., 03.03.2009

Review:
 Michael Kiske noch groß vorzustellen wäre wie Eulen nach Athen tragen. Schon in ganz jungen Jahren hat sich Kiske als Frontmann bei Helloween mit den Kultalben KEEPER OF THE SEVEN KEYS I und II unsterblich gemacht. Mit dem Projekt Place Vendome, benannt nach einem Platz in Paris, erscheint jetzt das zweite Album das ganz auf ihn zugeschnitten ist. Mit an Bord bei dieser Studioband sind wieder Uwe Reitenauer Gitarre, Dennis Ward Bass und Kosta Zafiriou Drums alle drei von Pink Cream 69. Die Truppe wird ergänzt durch den Vanden Plas Tastenmann Günter Werno. Wobei Dennis Ward nicht nur den Bass übernommen hat sondern auch noch als Produzent fungiert. In der Funktion hat Ward inzwischen einen so guten Ruf, dass er weit über die Grenzen des Landes bekannt ist. Beim Songwriting griff man direkt auf drei fähige Leute zurück. Es gelang Torsti Spoof (Leverage), Ronny Milianowicz (Saint Demon) und Robert Säll (Work Of Art) zu verpflichten. Nachdem Kiske sich in den letzten Jahren mehr als kritisch zum Heavy Metal geäußert hat und sein Gastauftritt bei Tobi Sammets Avantasia (Teil III) THE SCARECROW von einigen Leuten schon mit Verwunderung zur Kenntnis genommen wurde war klar, hier geht es nicht metallisch zu. Place Vendome macht da weiter wo man mit dem ersten Werk aufhörte, Melodic Rock und AOR für gehobene Ansprüche.

Ein leises Piano Intro wird von heftig rockenden Gitarren weggefegt. Der Titelsong "Streets of Fire" ist das härteste Stück des ganzen Albums. Drums und Bass halten sich ebenfalls nicht zurück. Die Vocals sind ausdrucksstark mit teils deutlichem Tremolo und explodieren zusammen mit den Instrumenten im Chorus. Was für eine Hookline! Dazwischen gibt es ein prima Gitarrensolo bevor der Track mit dem Piano wie am Anfang ausklingt.
Auch "Guardian Angel" startet mit Piano bevor es rockiger zugeht. Die Vocals sind weich wie Samt und einfühlsam, besser kann man das gar nicht singen. Der Refrain entpuppt sich als hymnischer Killer, eine Halb-Ballade fürs Herz ohne einen Anflug von Kitsch. Einfach klasse. Hierzu gibt es ein in grafisches schwarz-weiß gehaltenes Video im Internet was die dichte Atmosphäre des Liedes gut einfängt.
Mit "Completely breathless" legen Place Vendome direkt in gleicher Qualität nach. Der Song ist ruhig mit leicht trauriger Stimmung und offenbart Kiskes tolle Gesangsleistung zur genüge. Da entschwebt die Stimme im Refrain schon mal in größere Höhen und ist sehr variabel. Die Instrumente sind präsent lassen den Vocals aber viel Raum.
Nach drei so starken Nummern fällt "Follow me" von der Melodie doch gehörig ab. Es geht flotter zu als beim Vorgänger mit dem Schwerpunkt auf den Gitarren und den Drums. Der poppige Anstrich ist mir zu seicht und belanglos.
Nach diesem kleinen Durchhänger kehrt "Set me free" wieder auf die Erfolgsspur zurück. Der bekannten Piano Einleitung mit Moll Tönen passen sich die Vocals mit für Kiske ungewöhnlich tiefer Stimme an. Der Chorus ist wie ein energischer Ausbruch. Die beschaulichen Phasen dazwischen sind getragen von der unverwechselbaren Stimme. Hier merkt man, die Nummer passt Kiske wie ein Maßanzug.
Nach so viel Ruhe ist "Believer" ein willkommener gute Laune Song. Dynamisch und rockig gefallen die deftigen Riffs und Drums. Der Rhythmus ist von ansteckender Natur und wird mit einem Gitarrensolo gewürzt.
"Valerie (The Truth is in your Eyes)" ist in meinen Augen das schwächste Stück. Es klingt nach Toto allerdings wie Toto außer Form. Es ist ein seichter Pop Song mit weiblichen Backing Vocals ohne Höhepunkte mit einer Melodie die man sofort wieder vergessen hat.
Deutlich mehr Rock Gene besitzt "A Scene in Replay". Zurückhaltend mit Keyboards im Hintergrund nimmt das Stück langsam Anlauf bis der Chorus sehr intensiv ausfällt. Drums und Bass sind der ruhende Pol, die Gitarren brechen im Gegensatz dazu häufig aus und liefern freche Einlagen. Nicht schlecht aber auch nicht mit sonderlich viel Anspruch.
"Changes" ist melodisch mit starker Rhythmus Fraktion im Midtempo Bereich. Es verbreitet eine positive Stimmung. Hier schnellt Kiskes Stimme mal in größere Höhen und sofort ist die Erinnerung an seine Zeit bei Helloween da. Das trifft aber nur auf seine Stimme zu. Das Stück selbst hat Parallelen zu Chicago.
"Surrender your Soul" ist eine Art Toto - Journey Mischung. Vom Tempo etwas schneller mit aufblitzendem Piano werden ruhige Abschnitte eingeschoben in denen die Vocals das Aushängeschild sind. Im Chorus dürfen die Instrumente erneut zulegen.
Waberndes Keyboard läutet das mit starkem Rhythmus versehene "Dancer" ein. Die Drums und der Bass stampfen prächtig. Die Vocals springen zwischen mittleren und sehr hohen Tonlagen und erfahren im Refrain Unterstützung durch einen Hintergrund Chor. Die guten Gitarreneinlagen runden das Ganze ab. Nach mehreren mittelmäßigen ein richtig gutes Stück.
Zum Schluss folgt mit der Power Ballade "IŽd die for you" noch ein Highlight. Piano und die mit Inbrunst vorgetragenen Vocals zum Auftakt folgen die Drums erst spät. Die Gitarren untermalen nur, Piano und Keyboard dominieren. "IŽd die for you, my love for you is true", was für eine Liebeserklärung. Plötzlich legen die Gitarren fulminant los vom Piano gibt es kurze, harte Anschläge die gut zu den aggressiven Gitarren passen. Nach diesem sehr dramatischen Höhepunkt schließt das Stück mit langsamem Fade Out des Piano.

Fazit: Michael Kiske zeigt welch toller Sänger er ist. Abseits von Tonhöhen knapp unter dem Ultraschall Bereich wie zu alten Helloween Zeiten überzeugt er mit einfühlsamer Stimme in meist mittleren Tonlagen. Es ist erstaunlich was Kiske stimmlich drauf hat neben dem von Helloween hinlänglich bekannten Stil. Die ihm auf den Leib geschriebenen Songs interpretiert er auf beeindruckende Weise. Der Mann ist eben nicht nur ein Power Metal Screamer, er beherrscht auch die leiseren Töne und begeistert mit seiner Ausdruckskraft. Das Grundschema der meisten Songs: in der Strophe werden die Instrumente eingebremst um Kiske die ungeteilte Aufmerksamkeit des Hörers zu garantieren wären der Chorus dann auch den Instrumenten freien Lauf lässt. Wer hier allerdings Hard Rock oder gar Metal erwartet wird nicht fündig. Bis auf den härter rockenden Titelsong geht es sehr beschaulich zu. Sämtliche Musiker besitzen großes Können und die Produktion ist brillant und klar. Indem man drei Songwriter verpflichtete ist das Album auch abwechslungsreich ausgefallen aber wie gesagt, mit einem deutlichen Übergewicht bei den ruhigeren Nummern. Mich können aber nicht alle Songs voll überzeugen, was auch daran liegt, dass nach den drei ersten überragenden Nummern der Rest dieses Niveau gar nicht erreichen kann. Vielleicht wäre es besser gewesen die Stücke in anderer Reihenfolge zu platzieren.
STREETS OF FIRE stellt gegenüber dem selbstbetitelten Debüt eine Steigerung da, nur sind neben tollen Songs auch schwächere wie "Follow me" und "Valerie" dabei. Auch wird mir das Klavier Intro und Outro, super gespielt von Werno keine Frage, zu häufig benutzt. Abgesehen von diesen kleinen Kritikpunkten ist es ein sehr gutes Album geworden mit einem Michael Kiske in Höchstform.

Anspieltipps:
 "Streets of Fire", "My Guardian Angel", "Completely breathless", "Set me free", "Dancer" und "IŽd die for you"

Tipp:
 Für AOR Fans und Leute die auf melodischen, eher sanften Rock ala Toto, Bad English, Night Ranger und Steelheart stehen kann man STREETS OF FIRE voll und ganz empfehlen. Besonders Kiskes Gesang sorgt für einige Gänsehautmomente.

Titel-Liste:
 
  1. Streets of Fire
  2. My Guardian Angel
  3. Completely breathless
  4. Follow me
  5. Set me free
  6. Believer
  7. Valerie (The Truth is in your Eyes)
  8. A Scene in Replay
  9. Changes
  10. Surrender your Soul
  11. Dancer
  12. IŽd die for you

Laufzeit:
 53:04 Min.

Band-Infos:
 
  • www.michaelkiske.de 


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