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Review: Place Vendome
 
Place Vendome - THUNDER IN THE DISTANCE

Album:
 THUNDER IN THE DISTANCE, 2013, Frontiers

Stil:
 Melodic Rock, AOR

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 U.B., 20.12.2013

Review:
 "Ja is'denn heut' scho' Weihnachten?", fragte Franz Beckenbauer vor einigen Jahren in der Werbung für einen bekannten Mobilfunk Anbieter. Ob schon Weihnachten ist fragten sich bestimmt auch die Melodic Rock Fans als Anfang November das dritte Place Vendome Album erschien. Sozusagen ein verfrühtes Geschenk zum Fest, speziell für die Anhänger von Ausnahmesänger Michael Kiske. Place Vendome, benannt nach einem Platz in Paris, wurde als Projekt von Frontiers Label Direktor Serafino Perogino 2004 ins Leben gerufen. So wundert es auch nicht, dass die Songwriter für Place Vendome aus den eigenen Frontiers Reihen kommen. Neben Alesandro del Veccio der knapp die Hälfte der Lieder schrieb, waren unter anderem noch Roberto Tiranti, Andrea Cantarelli, Magnus Karlsson, Timo Tolkki, Tommy Denander und Brett Jones beteiligt. Die Stücke sind ganz klar auf Kiske zugeschnitten. Nachdem der einstige Helloween Frontmann einige Zeit musikalisch abgetaucht war wurde er für Avantasia von Toby Sammet Anfang des neuen Jahrtausends quasi “reanimiert” und ist nun seit einigen Jahren wieder überaus aktiv. Neben seiner Rolle als Gastsänger bei Avantasia, steht der gute Michael mit seinem Kumpel (aus alten Helloween Tagen) Kai Hansen, bei Unisonic am Mikro und Kiske/Somerville gibt es außer Place Vendome ja noch dazu. Die beiden berühmten Keeper Alben und Kiske sind so untrennbar wie Weihnachten und Christbaum. Bei Place Vendome handelt es sich um Melodic Rock und AOR und nicht um Metal. Dennis Ward Bassist von Pink Cream 69 und anerkannter Produzent zeichnet nicht nur für die Produktion und den Mix verantwortlich, sondern übernahm auch Bass und Rhythmus Gitarre. Sein PC 69 Bandkollege Uwe Reitenauer spielte die Solo Gitarre, Gunter Werno (Vanden Plas) Keyboards und Dirk Bruinenberg (Elegy) Drums. Man kann also von einer hochkarätigen Besetzung sprechen.

Nach Klassik geprägtem Auftakt mit Synthie Geigen wird aus "Talk to me" ein flotter melodic Rocker mit überaus eingängigem Refrain. Kiske präsentiert sich wie man ihn kennt und schätzt mit unverwechselbarer Stimme. Das Vibrato in den Höhen, das Timbre, ich kann mich nicht satt hören. Der Rhythmus von "Power of Music" geht sofort in die Beine, das ist ansteckend. Der Midtempo Track besitzt dazu eine fröhlich, positive Stimmung. "Broken Wings" ist etwas schärfer ausgefallen. Die in Maßen härteren Riffs stehen in Kontrast zu den weichen Piano/Keyboard Akkorden. Nach einigen Keyboard Spielereien mit spacigem Sound gefallen auf "Lost in Paradise" die leisen Passagen die von dem sehr gefühlvollen Gesang getragen werden und ein bisschen melancholisch klingen. Nur im Chorus spielen die Instrumente stärker auf. "It can't rain forever" könnte die Durchhalteparole im vergangenen Mai gewesen sein. Nein, Scherz beiseite, die Nummer ist eine herzerweichende Halbballade, manchem vielleicht schon zu cheeesy. Für mich zeigt Kiske großes Einfühlungsvermögen. Er überpaced nicht was dem ruhigen Stück nur gut tut. Mit "Fragile Ground" und "Hold your Love" folgen die aus meiner Sicht schwächsten Songs des Albums. Nicht schlecht aber da bleibt mir zu wenig hängen. Da macht "Never too late" einen besseren Eindruck. Flotter als gewohnt und schön rockig geht es gut ins Ohr. Klavier Akkorde leiten "Heaven lost" ein. Das Tasteninstrument wird bald von den Gitarren, die übrigens auf dem ganzen Album mehr Raum einnehmen als auf STREETS OF FIRE, verdrängt. Die Backing Vocals harmonieren wunderbar mit Kiskes Stimme. Das hat so einen nostalgischen AOR Touch. Abgerundet wird alles durch ein prima Gitarrensolo bis das Stück mit Klavier leise ausklingt. Licht und Schatten gibt es auf "My heart is dying". Auf der einen Seite schlägt eine schöne Melodie positiv zu Buche die Kiske reichlich Gelegenheit gibt zu glänzen, auf der anderen Seite hat man das schon so oder ähnlich bereits mehrfach gehört. Isoliert betrachtet ein echt guter Song, nur nicht neu. Das trifft auch auf "Breakout" zu. Eine emotional bewegende Melodie, gesanglich so brillant interpretiert wie man es nicht besser machen kann aber es klingt stellenweise wie "Guardian Angel" vom letzten Album. Für vermehrte Gänsehaut sorgt "Maybe tomorrow". Ruhige, beschauliche Melodie und ein sehnsuchtsvoll, schmachtender Gesang, da haben sensible Gemüter eine Träne im Augenwinkel. Es ist ungewöhnlich, dass das Titelstück am Ende kommt. "Thunder in the Distance" entpuppt sich als großes AOR Gefühlskino. Reichlicher Einsatz von Backing Chören und der Lead Gesang mit dem charakteristischen Vibrato in den Höhen sind eine starke Ansage.

Fazit: Mit STREETS OF FIRE von 2008 hatte Place Vendome sich selbst die Messlatte verdammt hoch gelegt. Ob der Adler des Cover Artwork auf THUNDER IN THE DISTANCE abermals zu einem solchen musikalischen Höhenflug ansetzt ist natürlich Geschmackssache. Die neue Scheibe ist sehr gut geworden, Punkt. Kiske singt wie gewohnt absolut mitreisend, gefühlvoll und sorgt für ständige wohlige Gänsehaut. Was mich ein wenig stört, manche Songs sind mir zu glatt, etwas Ecken und Kanten würde dem Ganzen mehr Profil geben. Einige Stücke hat man von der Band zudem schon ähnlich gehört. Aber das sind nur Nuancen. Die Qualität der Musiker, allen voran Kiske, die Produktion und eben mit kleinen Einschränkungen das Songwriting, bewegen sich auf hohem Niveau. Man muss auch kein Kiske Fan sein um das Album zu lieben. Jeder der mit der Schnittmenge von Melodic Rock und AOR was anfangen kann erhält hier einen Musik Festbraten. Während bei Unisonic die härteren Töne angeschlagen werden geht es bei Place Vendome betont melodisch und verhaltener zu. "I`ve got the power of music in me" lautet eine Textstelle und die Kraft der Musik, Gefühle, Emotionen das ist es was THUNDER IN THE DISTANCE ausmacht und zum Hörer transportiert. Nicht perfekt, vielleicht einen Jota schwächer als der Vorgänger, aber ein starkes Album ohne Wenn und Aber. Vergessen wir einfach die kritischen Äußerungen die Kiske vor Jahren gegenüber dem Heavy Metal gemacht hat, hier im Melodic Rock Segment fühlt er sich sichtlich wohl und das kommt in seinem Gesang mit jeder Note zum Ausdruck.

Anspieltipps:
 "Talk to me", "Power of Music", "Lost in Paradise", "Heaven lost", "My Heart is dying", "Thunder in the Distance"

Tipp:
 Eine Empfehlung erübrigt sich fast. Kiske gehört zweifelsfrei zu den Besten. Seine Haare hat er eingebüßt aber nichts von seinen Qualitäten als Sänger. Die Nummern werden ihm von verschiedenen Songwritern auf den Leib geschneidert. Da lässt sich der Meister nicht lumpen und gibt alles. Da kann das Prädikat nur lauten: 1A Melodic Rock!

Titel-Liste:
 
  1. Talk to me
  2. Power of Music
  3. Broken Wings
  4. Lost in Paradise
  5. It can't rain forever
  6. Fragile Ground
  7. Hold your Love
  8. Never too late
  9. Heaven lost
  10. My Heart is dying
  11. Breakout
  12. Maybe tomorrow
  13. Thunder in the Distance

Laufzeit:
 53:55 Min.

Band-Infos:
 
  • www.michael-kiske.de 

  • Probehören und Kaufen:
    Place Vendome: THUNDER IN THE DISTANCE


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