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Review: Poisonblack |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  4 von 7 Punkten | | S.M., 02.11.2011 |
Review:
| | Poisonblack war anfangs ein Nebenprojekt von Sentenced-Sänger Ville Laihiala. Nachdem Sentenced aber zwischenzeitlich zu Grabe getragen wurde, ist es sein Hauptbetätigungsfeld. DRIVE ist inzwischen das fünfte Full-Length-Album der finnischen Truppe.
Obwohl die Musik von Poisonblack allgemein dem Gothic Metal zugerechnet wird, ist davon auf DRIVE nicht viel zu hören. Vielleicht höchstens mal ein bisschen, wenn es etwas tiefgründiger und emotionaler wird. Doch zumeist schwebt die Mucke hier zwischen traditionellem Hardrock und Groove Metal, erinnert bisweilen an Metallica, nachdem diese ihre Eier verloren hatten.
Selbst Ville Laihialas Gesang macht auf mich manchmal den Eindruck eines James Hetfield, nur mit etwas mehr Variabilität. Handwerklich gibt es an DRIVE aber nichts zu meckern. Der Sound ist von den Riffs geprägt, der Groove ist kraftvoll, und Laihiala stützt durch seinen leicht rauen Gesang diese Marschroute.
Das Songwriting ist allerdings etwas belanglos. Riffs sind eben nicht alles, was Stücke ausmacht. Es fehlen richtig starke Melodien, und auch die Höhepunkte könnten bisweilen etwas prägnanter sein. Es wird zwar versucht, diese über den Songs thronen zu lassen, doch sind auch dabei die Riffs etwas zu präsent, so dass der ein oder andere Höhepunkt gesanglich seine Wirkung verliert.
Ein weitestgehend guter Song ist der typische Hardrocker "Mercury falling", bei dem alles zusammenpasst.
"A good Day for the Crows" ist technisch ausgefeilt und interessant arrangiert, doch leider fehlt hier dem ganz gut erarbeiteten Höhepunkt die letzte Intensität.
Das würde im Grunde noch nichts ausmachen, doch packen Poisonblack auch solche kompletten Nullnummern wie "Maggot Song" auf das Album. Da muss man schwer den Drang bekämpfen, die Skip-Taste zu betätigen.
"From Now-here to nowhere" ist zwar ein netten Wortspiel, der emotionale ausgerichtete Song dahinter aber genauso akzent- und belanglos wie sein direkter Vorgänger.
Wesentlich hörenswerter sind noch das treibende "Sycophant", das nostalgisch untermalte "Futile Man" und das gefühlvolle "Scars".
Fazit: Stilistische Veränderungen mögen ja grundsätzlich nichts Schlechtes sein, aber wenn letztendlich nur ein halbgares Werk dabei herauskommt fragt man sich, ob die betreffenden Künstler gut beraten waren. Auf DRIVE fehlen jedenfalls richtig große Augenblicke, und unterm Strich erwartet den geneigten Hörer hier nur eine durchschnittliche Songwritingleistung. Poisonblack sollten überdenken, ob sie zukünftig wirklich eine recht gesichtslose Truppe im Bereich des groovigen Hardrock/Metal werden wollen. Oder sie müssen kompositorisch halt ordentlich zulegen. |
Titel-Liste:
| | - Piston Head
- Mercury falling
- A good Day for the Crows
- Maggot Song
- From Now-here to nowhere
- Sycophant
- The Dead-End Stream
- Futile Man
- Scars
- Driftwood
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.poisonblack.com  |
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