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Review: Postmortem
 
SEEDS OF DEVASTATION

Album:
 SEEDS OF DEVASTATION, 2010, Anthem

Stil:
 Death Metal, Thrash Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 J.G., 10.12.2010

Review:
 Da dachte man schon beim letzten Album CONSTANT HATE, was für ein starker Tobak, aber mit dem Neuling SEEDS OF DEVASTATION schaffen es die vier Vollblut-Metaller aus unserer Hauptstadt noch ein Schippchen kompromisslose Härte drauf zupacken. "Keine Gefangenen", so scheint das Motto zu lauten, denn so richtig gelingt es kaum noch die Linie zwischen "noch" Thrash und "schon" Death zu ziehen, Hauptsache, die Keule rotiert mit hoher Drehzahl und der nötigen Durchschlagskraft.

Klar, dass man dem Titel auch gerecht werden möchte, und deshalb beginnt die SAAT DER VERWÜSTUNG schon nach wenigen Sekunden mit dem Opener "Deliverance" schnell zu keimen.
Mit "Give us Hate" geht dann so richtig die Post ab. Hier sollte man schon ein geübter Headbanger sein, will man mit dem Tempo der kreisenden Abrissbirne mithalten.
Stilistisch gesehen wird jede Menge Abwechslung geboten. So herrscht nicht immer Vollgas mit Bleifuß bis zu Bodenblech. "Dark new World" überzeugt auch als walzender Mid-Tempo-Kracher auf der ganzen Linie, bevor man bei "Chopped, shredded and grind to Meatballs" nicht nur Bekanntschaft mit dem bösen Zahnarzt-Bohrer macht und sich gleich an Dustin Hoffmann im Marathon-Mann erinnern mag, der in die Hände eines ehemaligen KZ-Arztes geriet, sondern sogar eine gehörige Portion Death'n'Roll auf die Zwölf bekommt.
Wer sich nun immer noch kein richtiges Bild machen kann, in welcher Liga Postmortem spielen, der sollte sich das diabolische "Drop another Body" mal reinziehen und feststellen, dass sich hier sogar unsere Nachbarn Legion of the Damned warm anziehen müssen, um nicht unter die Räder zu gelangen. Und was an Melodik fehlen sollte, mit Ausnahme des interessanten Gitarren-Intermezzos, das machen die ausgespienen Hassbrocken allemal wett.
Bei dem Genre weiß der eingefleischte Fan, dass sanfte Pianoklänge und melodische Gitarrenriffs, wie bei "Nocturnal Prayer" immer ein dickes Ende mit sich ziehen. Auch wenn das Tempo im unteren Drehzahl Bereich liegt, so entfesselt die gebotene Aggression jede Menge Drehmoment.
Textlos aber nicht weniger bretthart verabschiedet sich das Album mit dem Instrumental "Waranthem" um kurz darauf wieder durchzustarten, gesetz dem Fall, ihr drückt erneut die Playtaste, was ich stillschweigend voraussetzen werde...

Fazit: Postmortem schaffen es auf SEEDS OF DEVASTATION ein Abrissbirne nach der anderen bedrohlich kreisen zu lassen und dabei Melodik und Eingängigkeit nicht gänzlich aus den Augen bzw. Ohren zu verlieren. Von Up-Tempo-Schädelspalter über Mid-Tempo-Groover bis hin zu relativ gemäßigten Walzen ist alles dabei, sodass im Moshpit wohl die Hölle los sein dürfte. Mehr gibt es nicht zu sagen, hören müsst ihr schon selbst.

Titel-Liste:
 
  1. Deliverance
  2. Give us Hate
  3. Ghost of the Warship
  4. Dark new World
  5. Prelude to Devastation
  6. Blood spangled Banner
  7. Drop another Body
  8. Chopped, shredded and grind to Meatballs
  9. Nocturnal Prayer
  10. So cold
  11. Waranthem

Laufzeit:
 46:01 Min.

Band-Infos:
 
  • www.postmortem.de 

  • Probehören und Kaufen:
    Postmortem: SEEDS OF DEVASTATION

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