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Review: Powerwolf |
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Album:
| | BLOOD OF THE SAINTS, 2011, Metal Blade |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | J.G., 23.09.2011 |
Review:
| | Bereits zum vierten Mal holen die Deutsch-Rumänischen Power-Wölfe zu einer Album-Release aus und jeder fragt sich, ob stilistisch und qualitativ Änderungen oder gar Verbesserungen überhaupt noch möglich sind. Attilas Stimme war bisher schon immer tadellos und auch an der Gitarrenfront oder der druckvollen Basis lässt sich kaum noch etwas verbessern.
BLOOD OF THE SAINTS beweist jedoch sehr schnell, dass man durchaus noch Luft nach oben übrig hat. Bei früheren Alben kehrten die Jungs immer gerne mehr den 'Wolf' heraus und realisierten 'Power' mit gehörigem Basisdruck. Jetzt hat man jedoch endlich die zahllosen Mid-Tempo-Pfade verlassen und setzt Power gleich mit Tempo und Druck.
Glänzten die Vorgänger bereits mit etwas kitschig angehauchtem orchestralem Feeling so hat man auch hier nachgebessert und der Orgel noch mehr Raum gelassen. Die sorgt in jedem Fall für mehr Volumen und verweist die "iPods" dieser Welt schnell in ihre klanglichen Grenzen. Hier sollte man in jedem Fall mit einer Original-CD und der entsprechenden HiFi-Anlage zu Werke gehen, will man das gebotene Volumen auch voll auskosten.
Begibt man sich also mit den Höreindrücken der Vorgänger auf die erste Hörprobe, so verwundert es, dass beim Opener "Sanctified with Dynamite" schon recht bald das Gaspedal voll durchgetreten wird. Angereichert mit orchestralen Elementen und einem hymnischen Refrain erscheinen Powerwolf in ganz neuem Glanz. Auch das Gitarrensolo macht klar, Mid-Tempo war gestern. Einzig und alleine thront Attilas charismatische Stimme über allem, wie eh und je.
Schnell wird klar, hinter "We drink your Blood" lauert kein Kinderlied, sondern ein ausgewachsener Ohrwurm mit 100% Gröhlfaktor, der einfach jeden zum Mitsingen zwingt. Auch Tage später genügen nur wenige Töne und schon dreht der Song eine neue Runde im virtuellen Kopfkino. "We drink you Blood"? - falsch - "We steel your Soul" wäre passender.
Bei "Murder at Midnight" herrschen zunächst die vertrauten Klänge vor. Melodisches, sphärisches Intro verleihen den Song das nötige Gänsehaut-Feeling, aber nur bis man Geschwindigkeit aufnimmt und im gefälligen Up-Tempo los marschiert. Klar, dass man auch hier den melodischen Refrain nicht vergessen hat.
Eines der Highlight versteckt sich für mich hinter der Hymne "All we need is Blood", die den Vorgänger "We drink your Blood" locker toppt und mit brachialer orchestraler und choraler Power im rasenden Galopp die Messlatte für zukünftige Partydauerbrenner ziemlich hoch hängt.
Mit "Dead Boys don't cry" gibt es einen neuen Tempo-Sieger, bevor mit "Son of a Wolf" zum ersten Mal der Fuß etwas vom Gaspedal genommen wird.
Kurz vor der Schlussrunde fahren Powerwolf ihr zweites Highlight auf, denn mehr Orgel und Chöre als bei "Die, die, crucified" wären wohl übertrieben.
Enttäuscht? Enttäuscht, dass es bisher kaum Powerwolf-typische Mid-Tempo-Songs gab? Zumindest der Schlussakt sollte die Enttäuschung mildern, denn der Track "Ira Sancti - When The Saints Are going wild" mit seiner epischen Länge von fast sechseinhalb Minuten bietet alle bekannten Powerwolf-Trademarks und noch ein bisschen mehr.
Fazit: Kaum zu glauben, aber Powerwolf haben es mit BLOOD OF THE SAINTS geschafft, nicht nur die Qualität der Vorgänger zu halten, sondern auch noch Potenzial bewiesen, sich weiter zu entwickeln. Es wird sicherlich einige Fans geben, die mit dem bisherigen Tempo der Songs zufrieden waren, für mich stellt der Geschwindigkeitzuwachs jedoch eine echte Bereicherung dar. Befürchtungen, dass mit fetteren Orgeln und Chören irgend wann einmal zuviel Bombast und Kitsch die Songs überfrachten würde, haben sich ebenfalls nicht bestätigt - glücklicherweise. |
Titel-Liste:
| | - Agnus Dei
- Sanctified with Dynamite
- We drink your Blood
- Murder at Midnight
- All we need is Blood
- Dead Boys don't cry
- Son of a Wolf
- Night Of The Werewolves
- Phantom Of The Funeral
- Die, die, crucified
- Ira Sancti - When The Saints Are going wild
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Laufzeit:
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