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Review: Presence of Mind
 
WORLDS COLLIDE

Album:
 WORLDS COLLIDE, 2008, STF-Records

Stil:
 Emo Rock

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 M.U., 18.08.2008

Review:
 Die mit Sicherheit noch junge Band Presence of Mind kommt aus Bochum und es handelt sich überraschenderweise um eine reine Frauenband. Musikalisch erinnern sie sehr stark an die Göttinger Band Guano Apes. Selbst der Gesang liegt stimmlich auf dem Niveau von Sandra Nasic oder erinnern auch an die NDW-Diva Nena. Die Band war in den letzten sieben Jahren, solange besteht diese Band, sehr aktiv. Man hat zwei Alben und etwa 200 Auftritte vorzuweisen. Bezüglich der Stilrichtung gibt es seitens der Band leider keinerlei Angaben. Da kann man eben nur spekulieren.

Mit dem Opener und zugleich dem Titelsong der CD "Worlds Collide" beginnt diese Scheibe. Gesanglich erinnert es einen, wie bereites erwähnt, an Guano Apes oder Nena. Ein Song, der gefühlvoll und beschwingt dargebracht wird. Zum Mittanzen einfach genial geeignet.
Die ersten Töne von "Nailed Up" klingen extrem rocklastig. Doch kehrt man sehr schnell zum eingeschlagenen Weg zurück. Stilistisch und musikalisch ergeben sich wenig Differenzen zum Opener. Die etwas rockigere Hintergrundmusik macht letztendlich den Unterschied.
Als nächstes folgt der Song "Half the Earth Around". Der Anfang klingt ziemlich alternativ, nicht dem hier gewohnten Stil. Der Song entpuppt sich als eine Art rockiger Ballade. Wiedererkennungswert hat die Stimme der Sängerin auf jeden Fall. Alles im Allem ist er doch sehr ruhig und sehr gefühlvoll.
Richtig fetzig beginnt "Bittersweet". Auch der Gesang nimmt härtere Züge an. Dennoch bleibt der Grundton erhalten, eben nur härter. Das gleiche gilt für die Instrumente. Besonders betont wirkt hier das Schlagzeug. Der Rhythmus ist einfach toll. Man schwingt nach einer Zeit so richtig mit. Der geht einem irgendwie ins Ohr und lässt einen nicht mehr los.
Mit "Serious Intention" wird es wieder etwas ruhiger und etwas gefühlvoller. Anscheinend basiert die gesamte CD auf gefühlvollen Songs, was sie deswegen nicht schlechter macht.
Sehr viel Gefühl liegt im nachfolgenden Song "Everything but a Filler". Dieser ist extrem ruhig. Sogar ruhiger als eine Ballade, auch wenn rockigere Passagen ab und zu durchblitzen.
"Loss" folgt danach. Im Gegensatz zu den letzten Songs wird es wieder richtig hart und fetzig. Wenigstens der Anfang klingt danach. Im Verlauf wird es wieder sehr ruhig, jedoch mit einen sehr schönen rockigen Unterton. Der sorgt dafür, dass der Song nicht zu eintönig wird.
Leicht spacig und utopisch abgehoben startet "The City". Irgendwie bekommt man den Eindruck, dass man sich in einer bestimmten Schiene gefangen fühlt und es irgendwie beginnt, monoton zu werden. Die Songs gleichen sich immer mehr an einander an. Was noch ein bisschen herausragend ist, ist die Tatsache, dass es irgendwie nach Nena klingt.
"To take hold of my Heart" beginnt komplett anders. Sehr nach Synthesizer klingend. Leider ist das Vergnügen nur von kurzer Dauer. Auch wenn es hier wieder relativ rockig zugeht, bleibt der Grundgedanke dieser CD durchgehend erhalten und ebenso erkennbar.
Der vorletzte Song "Violability" ist wieder der Art Rockballade. Sehr gefühlvoll, teilweise ohne weitere instrumentelle Unterstützung und dann wieder richtig rockig untermalt. Ein Auf und Ab der Gefühle.
Der letzte Song "Small Glasses Case" haut richtig rein. Da rockt man noch einmal so richtig ab. Ein schöner Abschluss für dieses Album, denn der letzte Song macht richtig Laune auf mehr und macht spürt in sich das Verlangen, auf das nächste Album zu warten.

Fazit: Eine wirklich gut gelungene Scheibe, besonders aus meiner Sicht, da ich den Guano Apes nie besonders abgeneigt war sondern eher hingezogen fühle. Die Tendenz zur ruhigeren und gefühlvolleren Songs ist klar erkennbar, auch wenn man immer wieder rockige Passagen einfließen lässt. Aber die fröhliche und beschwingte Musik beeindruckt und lässt sich jederzeit hören, ohne dass sie einem gleich auf die Nerven geht. Man kann deshalb sagen: "Hut ab!".

Anspieltipps:
 "Worlds Collide", "Nailed Up", "Bittersweet", "To take hold of my Heart" und "Small Glasses Case" dürften diese CD wohl am bestem widerspiegeln.

Titel-Liste:
 
  1. Worlds Collide
  2. Nailed Up
  3. Half the Earth Around
  4. Bittersweet
  5. Serious Intention
  6. Everything but a Filler
  7. Loss
  8. The City
  9. To take hold of my Heart
  10. Violability
  11. Small Glasses Case

Laufzeit:
 41:36 Min.

Band-Infos:
 
  • www.presenceofmind.de 


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