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Enjoy it! |
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Review: Primal Fear |
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Album:
| | UNBREAKABLE, 2012, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  7 von 7 Punkten | | J.G., 19.01.2012 |
Review:
| | Nach dem ultrastarken Album 16.6 - BEFORE THE DEVIL KNOW'S YOU'RE DEAD aus dem Jahre 2009 kehrte bei der Band zunächst eine kreative Ruhephase ein, was nicht heißt, dass die einzelnen Heavy Metal-Protagonisten untätig däumchendrehend in der Ecke saßen. Vielmehr war es für Bassist Mat wieder an der Zeit, seinem eigenen Bandprojekt Sinner mit ONE BULLET LEFT (2001) ein weiteres geniales Album zu verpassen. Müsste dann das neunte gewesen sein, wenn ich mich nicht täusche. Auch für Frontmann Ralf Scheepers war es endlich an der Zeit, sein schon vor langem ins Auge gefasste Solo-Projekt in trockene Tücher zu packen. Das bärenstarke Ergebnis, das selbstbetitelte Album SCHEEPERS zeigt Ralf mit einer bis dahin nicht wargenommenen stimmlichen Bandbreite.
Gegen Ende 2011 kehrt jedoch wieder die Pflicht ein im Hause Primal Fear, sodass den Aufnahmen eines weiteren Albums UNBREAKABLE nichts mehr im Wege steht. Im Januar 2012 hat dann das Warten für die Fans ein Ende, wenn sich der Meat-Eagle wieder in die Lüfte erhebt, um Headbanger, Crowdsurfer oder einfach nur Metal-Fans neues Futter zu bescheren.
Im Vergleich zum Vorgänger hat sich das Line-Up nur geringfügig geändert. Gitarrist Henny Wolter hat die band verlassen und zockt nun mit dem ebenfalls ex-Kollegen Drummer Klaus Sperling bei der Rock-Band Nitrogods. Für kam Alexander Beyrodt in die Band, der nebenbei auch in Mat Sinners Band spielt und bereits 2000 beim Ausfall des damaligen Gitarristen Tom Naumann auf der Tour einsprang. Bleibt also quasi alles in der Familie.
Habe ich denn die Scheieb verwechselt und aus Versehen Rhapsody of Fire oder Dragonland eingelegt? Könnte schon sein, denn die liegen gerade mit im Stapel... Aber nein, der symphonische Start ist wirklich das Instrumental-Intro "Unbreakable Part I", was den Weg zum gnadenlos prügelnden Opener "Strike" ebenen soll. Dieser kann sofort überzeugen, folgt hier doch ein 'Strike' dem nächsten. In bester Primal Fear-Manier wird aufs Power-Pedal getreten, rattenscharfes Gitarren-Solo inbegriffen. Da bleibt kein Auge und auch keine Achsel trocken.
So kann es gerne weiter gehen und tut es auch. "Give em Hell" und besonders das galoppierende "Bad Guys wear Black" mit seinem Ohrwurm-Refrain sorgen für mächtig Zunder in der Hütte.
"And there was Silence" - da haben die Jungs wohl was falsch verstanden, denn hier lauert das bis dato schnellste Stück der Scheibe. Mächtig am Tempo von Metal-Kollegen Gamma Ray schrammend, wird Melodik jedoch nicht vernachlässigt. Irgendwie erinnert mich der Refrain an einen Bastard aus Helloween und Sinner -was ja wirklich kein Schadene sein sollte, ganz im Gegenteil. Und wie schon erwähnt, hier is' nix mit Stille.
Mit orientalisch angehauchtem Intro wird bei "Metal Nation" wohl ein Gang zurück geschalten, jedoch der Stamper-Faktor erhöht, sodass sich Primal Fear-Fans mit einem Back-to-the-roots-Feeling beruhig zurücklehnen werden.
Noch etwas ruhiger aber nicht wirklich balladesk kann auch das nachfolgende kraftvolle "Where Angels die" sofort überzeugen. Hier können mich vor allem die Wechsel und Steigerungen in der instrumentellen Dichte begeistern. Dezente Akustik-Gitarren und sanfter Gesang wechseln mit harten E-Gitarren. Nicht zu vergessen auch der üppige Instrumental-Mittelteil mit orchestralen Elementen und dominanten Gitarren - aller erste Sahne!
"Marching again" ist gleichzeitig das Motto. Nach recht verhaltenenem düsteren Instrumental-Intro, folgt die Keule nach knapp einer Minute. Nach kurzem E-Gitarren-Geplänkel setzen der Dreschflegel-Drums ein und brennen einen recht flotten Marsch ab. Begleitet wird dieser von stimmlichen Höhenflügen des Frontmanns, die stellenweise schon eine Spur zu melodisch wirken. Ja, ja, ich weiß, den Kritikern kann man es nie recht machen...
Es folgt "Born again", eine Power-Ballade mit allem, was das Metal-Herz erfreut. Eingängige Hookline mit genau der nötigen Menge Schmacht-Schmalz, mehrstimmigem Chorus, gefühlvollen Soli-Gitarren und dominantem Gesang Marke Scheepers.
Mit "Blaze of Glory" und "Conviction" wird erwartungsgemäß das Tempo wieder erhöht und es darf auch wieder mitgegröhlt werden. Schnell noch kräftig durchgeschnauft und ein paar Schlucke nachgetankt, denn so langsam verlässt mit beim mitzappeln die Puste und es stellt sich quälender Durst ein - nicht nur Durst auf mehr Metal Marke Mega-Primal Fear.
Sirenen läuten schließlich nicht nur den Mid-Tempo-Stampfer "Night of the Jumps", sondern auch die Bonus-Schlussrunde des Albums ein. Wer auch Alben von Sinner kennt, wird sich gleich heimisch fühlen, denn solche Kost könnte man ebenso dort finden, wenn auch mit einer Spur mehr Rock und weniger Metal.
Fazit: Granatenstarkes Album - habe fertig! Nun, zugegeben, das wäre nach der etwas länglichen Vorrede ein ziemlich kurzes Fazit, trifft den Metal-Nagel jedoch genau auf den Kopf. Wie schon bei den Vorgänger-Alben kann man bestätigen, da wo Primal Fear drauf steht, ist 100% solider, abwechslungs- und temporeicher Heavy Metal drin. Was kann ich mir als Fan schon mehr wünschen? Richtig, nichts! Auch diesmal jagt fast eine Stunde lang ein Hit den nächsten, ohne dem Zuhörer dabei eine wirkliche Verschnaufpause zu gönnen. Der stellenweise in Nuancen eingesetzte Symphonic-Einschlag kommt mir persönlich sehr entgegen, verleiht es den Songs mehr räumliche Tiefe im Klang.
Ich verrate an dieser Stelle sicherlich kein Geheimnis, wenn für mich schon in der vierten Kalenderwoche den noch jungen Jahres einer meiner "Best of the Year"-Favoriten fest steht.
Nur eines wird mir wohl ein Rätsel bleiben und das ist die Sprunghöhe des Label Frontiers. Wie hoch war der Satz, den sie da hinlegen mussten, um über ihre übliche weichgespülte AOR/Melodic-Einheits-Brei-Latte zu springen, ohne zu reißen? |
Tipp:
| | Heavy und Power Metal Fans, wie schon bekannt sein müsste, spielt die Musik weiterhin in Deutschland. Denn solange solche Bands wie Primal Fear oder auch Gamma Ray und einige mehr ihr hohes Niveau halten, sehen ehemalige Helden wie Hammerfall oder Stratovarius recht blass aus. |
Titel-Liste:
| | - Unbreakable Part I
- Strike
- Give em Hell
- Bad Guys wear Black
- And there was Silence
- Metal Nation
- Where Angels die
- Unbreakable Part II
- Marching again
- Born again
- Blaze of Glory
- Conviction
- - - Bonus Track - - - - Night of the Jumps
- - - Bonus Video - - - - Bad Guys wear Black
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Laufzeit:
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