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Review: The Prophecy23 |
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Album:
| | ...TO THE PIT, 2010, Massacre |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | M.S., 25.08.2010 |
Review:
| | Die Begriffe „grün“, „Pizza“ und „Dosenbier“ kombiniert Otto Normalverbraucher in der Regel zu den Cartoon-Helden der Turtles zusammen, nicht aber zu einer süddeutschen Thrash-Band. Dabei ist man mit der Assoziation Cartoon eben dieser Band noch einmal einen großen Schritt nähergekommen. Wenn du bis jetzt immer noch nicht versteht, was ich eigentlich sagen will, so liegt das nicht unbedingt an einer übergroßen Jacky-Dosis meinerseits, sondern vielmehr daran, dass du vermutlich noch nichts von The Prophecy23 gehört hast! Dies lässt sich allerdings schnell ändern:
Nachdem sich das Quartett mit der sagenumworbenen „23“ im Namen jahrelang im regionalen Umfeld den Allerwertesten abgearbeitet hat, konnte das renommierte Label Massacre Records nicht mehr anders, als die Band nach einer selbstproduzierten EP sowie einem Album unter Vertrag zu nehmen, sodass nun auch das große weite Metal-Universum in den Genuss des musikalischen Schaffens von The Prophecy23 kommen kann. Dieses wird von Seiten der Band als „brutal Thrash Metal“ bezeichnet, was aber nichts anderes heißt, als dass eine gehörige Portion Old School Thrash mit einer Schlagseite Death Metal vermengt wird. Eigentlich nichts weltbewegendes, würde die geheime bandeigene Musikstil-Rezeptur nicht noch einige Esslöffel Skater-Punk sowie eine ganze Schubkarre Humor enthalten.
Das Ergebnis dieses Stilgemenges ist absolut überzeugend und sorgt für eine gute dreiviertel Stunde voll von reichlich Abwechslung. Besonders überzeugen können dabei die thrashigen Songs "From the Basement to the Pit" und "Immortal Attitude" sowie der Death Metal-Hammer "Modification". Die humoristische Seite zeigt sich besonders gut am Titel von "A Backpack full of Fleshsnacks", einer Hymne für alle Fleischesser, das zukünftig wohl den ein oder anderen Grillabend zum Kochen bringen wird.
Das eigentlich markante an The Prophecy23 ist der Wechselgesang zwischen Gitarrist Johannes Klopprogge und Tobias Scheid, deren Stimme sich perfekt ergänzen. Darüber hinaus schafft es die Band in jeden ihrer Songs eingängige Hooklines zu packen und diese dem Hörer gnadenlos einzutrichtern, allerdings ohne abgedroschen zu wirken oder langatmig zu werden. Als Beispiel könnte an dieser Stelle jeder der 13 Songs herangezogen werden, besonders gelungen erweist sich meiner Meinung nach allerdings "Avoid dull People", das mit seinem markanten Riff und den groovigen Beats am besten die Fähigkeiten von The Prophecy23 beweist.
Fazit: Der Hörer bekommt mit TO THE PIT eine Thrash-Platte der etwas anderen Art, in die sowohl der Bay Area-Fan als auch Liebhaber moderner Klänge reinhören sollte. Ein kleiner zusätzlicher Kaufanreiz könnte das kunstvoll von Martin Clifford (MAD Magazin, diverse PC-Spiele) gestaltete Cover-Artwork sowie die gezeichneten Bandbilder im Comicstyle sein. Definitiv eine Band mit enormem Potential und was man nicht vergessen sollte: mit Superkräften! |
Titel-Liste:
| | - B.T.M.
- From the Basement to the Pit
- A Backpack full of Fleshsnacks
- Immortal Attitude
- Mind your own Shit
- Damned Soul
- 23 Thrash BC
- Modification
- Human Decay
- Struggle to survive
- Avoid dull People
- Surf Nazis must die
- Honor Torture War
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.theprophecy23.de  |
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