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Review: Punish my Heaven |
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Album:
| | FIRST PUNISHMENT, 2010, ASR/Deathrock |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 30.04.2010 |
Review:
| | Es gab Zeiten, da konnte man recht leicht an Hand des Stils auf das Land der Combo schließen. Diese Zeiten sind längst vorbei, denn auch der vorliegende Melodic Death Metal kommt nicht, wie vielleicht vermutet, aus dem skandinavischen Gebiet rund um Göteborg. Vielmehr handelt es sich bei dem Quintett mit Sänger Sebastian Töteberg, den Gitarristen Frank Ruhnke und Eiko Truckenbrodt, Bassist Florian Schulz und Drummer Pierre Leyendecker um fünf Jungs aus Hameln, der Stadt des legendären Rattenfängers.
Das heißt aber nicht, dass man den musikalischen Wurzeln untreu sein muss, denn das von Andy Classen produzierte Album besitzt beinharte Kost, wie man sie auch von Arch Enemy oder Dark Tranquillity erwarten würde. Und obwohl seit der Bandgründung bis zum Debüt erst eineinhalb Jahre vergangen sind, tat dies der Qualität keinen Abbruch. Druckvoll in Szene gesetzt bekommt man hier einen Schädelspalter nach dem anderen serviert, bis man zum Verschnaufen freiwillig die Lautstärke ein paar Dezibel herunter dreht.
Aber nur kurz, denn dafür macht es einfach zu viel Laune, bei Songs wie dem Opener "Becoming the Legend", dem Drumgewitter "When Light turns into Darkness", dem Highspeed-Shredder und Groovemonster "Path of the Seraph" oder der brachialen Dampframme "Blacklight" einfach die Mähne kreisen zu lassen.
Neben jeder Menge Druck und Geballer gibt es aber auch durchaus Songs mit ruhigeren melodisch eingängigen Passagen, wie das "It Withers", das besonders mit seiner Breaklastigkeit und seinem Wechsel aus Growl und Clean-Gesang überzeugen kann.
Nicht "konkret" und "hart" genug? Kein Problem, für die Schlussrunde hat man sich mit "The Cleansing" noch einmal eine richtige Abrissbirne aufgespart, die trotz aller Härte und Tempo mit einem recht melodischen und gefühlvoller Gitarren-Solo überraschen kann.
Fazit: Punish my Heaven haben keine Zeit mit Herumkleckern verschwendet, sondern mit Produzent Andy Classen sofort geklotzt. Das hat sich sicherlich ausgezahlt, denn viele (Eigen-)Produktionen hätten durchaus Potenzial, jedoch fehlt es an der professionellen und druckvollen Umsetzung.
Auch wenn beim ein oder anderen Song des Debüt noch nicht der strahlende Glanz erkennbar sein mag und manches etwas ähnlich klingt, so lässt unschwer erkennen, dass es lediglich etwas Politur bedarf, um das Edelmetall ans Tageslicht zu bringen. Eine der Stärken ist beispielsweise der völlig authentische Growl-Gesang im Wechsel mit cleaner Voice. Hier wirkt nichts aufgesetzt, sondern einfach passend zum jeweiligen Song. Das habe ich auch schon anders erlebt bei Bands dieses Genre. Ich sage deshalb nur: "Weiter so Jungs!" |
Tipp:
| | Fans von In Flames, Arch Enemy und Dark Tranquillity bekommen hier Nachschub, zur Abwechslung mal aus deutschen Landen. |
Titel-Liste:
| | - Becoming the Legend
- When Light turns into Darkness
- The Earth stands still
- Path of the Seraph
- Words of Perception
- Blacklight
- Eulogy
- It Withers
- The Cleansing
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.punishmyheaven.net  |
Probehören und Kaufen:
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