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Review: Rage |
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Album:
| | STRINGS TO A WEB, 2010, Nuclear Blast |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | S.M., 09.03.2010 |
Review:
| | Das dynamische Trio namens Rage beglückt uns mit dem - wenn ich richtig gerechnet habe - 17. (!!!) Full-Length-Studio-Album der Karriere STRINGS TO A WEB. Kaum eine Truppe präsentiert sich vor allen Dingen derart konstant, wie die Jungs aus Westfalen. Geformt 1983 unter dem Namen Avenger, wechselte man diesen zwei Jahre später in Rage und feiert mit dieser Bezeichnung quasi das 25-jährige Jubiläum. Und seitdem ist mir von der Band eigentlich kein schwaches Werk untergekommen. Schauen wir mal, was uns Peavy, Victor und Andre anhand des denkwürdigen Ehrenjahres servieren.
Kaum eine Band kann richtig dynamische Aufbauten so schön mit eingängigen und hymnischen Höhepunkten vereinen, wie Rage. Das zeichnete ihre Alben - mit Ausnahme vielleicht der Lingua-Mortis-Trilogie, die einfach aus diesem Rahmen fällt - schon immer aus. Diese Vermischung aus energetischer Power und melodischen Refrains. So ist es auch auf STRINGS TO A WEB.
Ein "Warmlaufen" ist hier nicht nötig. Man fühlt sich schon nach wenigen Tönen in Rages typisches Spiel hineinversetzt. "The Edge of Darkness" kommt mit toughem Konstrukt und druckvollen Riffs. Doch spätestens beim Refrain, den Peavy mit seinem unvergleichlichen Organ schön ausreizt, wird es melodisch. Auch im Solo zeigt das Trio gleich sein Können. Schöner Einstieg.
Ähnlich geartet ist "Hunter & Prey", bevor die Drei mit "Into the Light" einen Gang rausnehmen und einen teilemotionalen Mid-Tempo-Stampfer einschieben, dessen klasse Höhepunkt sofort die Gehörgänge vereinnahmt. Hohen Anteil daran hat wieder Peavys charakteristischer Gesang.
Rage erfinden auf STRINGS TO A WEB weder das Heavy-Metal-Rad neu, noch bringen sie großartige Innovationen mit sich. Dennoch verstehen es auch die Kompositionen auf diesem Werk den Hörer wieder zu begeistern. Es ist das Händchen für diese tollen Melodien, es ist das unglaubliche Zusammenspiel von unnachgiebiger Power und ohrenschmeichelnder Eingängigkeit, was Rages Alben immer wieder zu bemerkenswerten Erlebnissen macht. Ich kann mir so gar nicht vorstellen, das Rage jemals einen richtigen Fehlgriff machen. Das Trio ist einfach zu professionell.
Ich muss jetzt gar nicht auf jedes der 14 Stücke eingehen, was ohnehin jeden Rahmen von angenehmer Lesetauglichkeit sprengen würde, sondern ich nenne einfach noch die ganz großen Momente auf STRINGS TO A WEB:
Das düster angehauchte und teilweise mit symphonischer Begleitung ummalte "Empty Hollow" ist ein solcher Hit. Auch wenn hier ein paar Einflüsse aus Lingua-Mortis-Zeiten reinspielen, hat der Song solch ein fesselndes Konstrukt, dass man sich dem Reiz nicht entziehen kann. Von dem tollen Höhepunkt ganz zu schweigen. Selbst wenn man die Legende von Sleepy Hollow und dem kopflosen Reiter nicht kennt (oder die Verfilmung mit Johnny Depp), an die dieser Song meines Erachtens soundlich wohl deutlich angelehnt ist, kann man sich anhand der Arrangements und Elemente hervorragend ausmalen, dass es sich um eine vielschichtige Mystery-Story handelt. Starkes Songwriting!
Dieses Stück bildet überhaupt den Mittelpunkt des Albums und wird in teils instrumenteller Arrangierung noch über die folgenden vier Songs weitergeführt.. Abgesehen von dem hervorragend ausgearbeiteten "Strings to a Web" kommen diese aber nicht an den Hauptpart heran.
Ansonsten würde ich noch "Saviour of the Dead" angesichts seines starken Bridge-Refrain-Konstrukts, das straight rockende "Hellgirl" und das ebenso kraftvolle wie melodische "Tomorrow never comes" als Anspieltipps herausfischen.
Fazit: Alles in allem ist STRINGS TO A WEB ein gutes Album, dass sich einwandfrei in Rages Discography hochklassiger Releases einreiht. Solange Rage es verstehen, Power und Melodie gekonnt zu vereinigen, sind sie einfach eine feste Größe des dynamischen Heavy Metal.
Die "schlechteren" Songs auf diesem Album stufe ich immer noch als gut ein, die besten bekommen das Prädikat Spitzenklasse. Da auch die technische Leistung wieder absolut überzeugend ist, haben sich Rage die Wertung mit sechs Punkten redlich verdient. Auf die nächsten 25 Jahre! |
Tipp:
| | Wer Rage bisher mochte, kommt auch an STRING TO A WEB nicht vorbei. |
Titel-Liste:
| | - The Edge of Darkness
- Hunter & Prey
- Into the Light
- The Beggar's last Dime
- Empty Hollow
- Strings to a Web
- Fatal Grace
- Connected
- Empty Hollow Reprise
- Saviour of the Dead
- Hellgirl
- Purified
- Through Ages
- Tomorrow never comes
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Laufzeit:
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