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Review: Rainbow
 
RISING

Album:
 RISING, 1976, Polydor

Stil:
 Hard Rock

Wertung:
 7 von 7
7 von 7 Punkten
 U.B., 12.01.2008

Review:
 Rainbow Rising DAS Überalbum des Heavy Rock.

Bei der Buchstabenfolge RR kommt vielen Leuten sofort Rolls Royce in den Sinn. Schon lange ein Synonym für erstklassige Qualität. Musikalisch gesehen schießt mir aber ein absoluter Klassiker durch die Gehirnwindungen: Rainbow Rising. Während bei der britischen Nobelmarke nur zwei Herren eben die Gentleman Rolls und Royce federführend zeichneten, waren bei der Entstehung der Kultplatte Rising mehr Personen beteiligt, neben Ritchie Blackmore und Ronnie James Dio noch Cozy Powell, Jimmy Bain und Tony Carey. Was für eine Besetzung, ein Traum. Das Teil präsentiert für mich den Übergang vom Hard Rock zum Heavy Rock.

Nach dem Rauswurf von Gitarrist Ritchie Blackmore bei Deep Purple und dem ersten Album mit neuer Band, Ritchie Blackmore`s Rainbow, setzte die Truppe 1976 mit Rising zu einem musikalischen Höhenflug an. Nur sechs Songs, aber was für Juwelen! Produziert von Martin Birch, genau dem, der später viele Jahre bei Iron Maiden den gleichen Job innehatte. Aufgenommen mit orchestraler Begleitung im Musicland Studio in München.

"Tarot Woman" legt direkt stampfend machtvoll los, Cozy an den Drums sorgt für Druck, in der Mitte des Songs fetzt Ritchie ein Solo auf der Stratocaster das einem Hören und Sehen vergeht und Dio gibt am Mikro eine super Visitenkarte ab. Die Nummer endet mit einem langsamen Fade Out nachdem sich Blackmore und Carey ein Gitarren - Keyboardduell geliefert haben. Hammer.
Der zweite Song "Run with the Wolf", (der Titel gefällt mir natürlich besonders) kommt etwas langsamer daher, klasse Riffs, eingängige Melodie und wieder ein Meistersolo von Ritchie. "Starstruck" der dritte Knaller dauert acht Minuten und setzt Maßstäbe. Tolles Zusammenspiel von Drums und Bass und das Riffing ist nicht von dieser Welt. Dio in absoluter Höchstform, was soll man da noch sagen!!!
Mit "Do you close your Eyes" wird der melodische Teil zurückgefahren und harte Riffs dominieren.
Weiter geht`s mit "Stargazer", ein atmosphärisch sehr dichter Song, der eine unnachahmliche Atmosphäre verbreitet, geheimnisvoll episch. Carey brilliert am Keyboard und spielt sich in perfekter Zusammenarbeit mit Blackmore in einen wahren Rausch. Dio auch hier ein Sangesgott.
Den würdigen Abschluss bildet "Light in the Black". Powell wirbelt am Schlagzeug, Power ohne Ende, Carey haut ein Keyboard Solo raus bevor Blackmore nochmals in die Vollen geht. Acht Minuten Sound auf höchstem Niveau, kann Heavy Rock schöner klingen, wohl kaum.

Fazit: Was bleibt ist ein phantastisches Album das leider mit 33 Minuten recht kurz ist, aber in jeder Rock Sammlung einen Ehrenplatz verdient. Ja, die 70 er Jahre waren eine geile Zeit und ich habe sie voll und ganz genossen. Ätsch! Davon werde ich immer träumen. Es hat eben auch Vorteile schon älter zu sein.

Tipp:
 Sollte es hier jemanden geben, der die Scheibe nicht kennt, weil er (oder sie) damals noch in den Windeln lag oder noch gar nicht unter uns weilte, dem sage ich: Pflichtkauf.

Titel-Liste:
 
  1. Tarot Woman
  2. Run with the Wolf
  3. Starstruck
  4. Do you close your Eyes
  5. Stargazer
  6. A Light in the Black

Laufzeit:
 32:50 Min.


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