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Review: RAM
 
LIGHTBRINGER

Album:
 LIGHTBRINGER, 2009, AFM

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 C.U., 07.08.2009

Review:
 Die Schweden veröffentlichen nach ihrer Eigenproduktion SUDDEN IMPACT (2003) und ihrem offiziellen Debüt FORCED ENTRY (2005) mit LIGHTBRINGER bereits ihre dritte Scheibe. Mir war die Truppe irgendwie als Judas Priest Kopie in Erinnerung geblieben, ohne aber ihre beiden zuvor veröffentlichen Werke zu kennen. Judas Priest ist ja keine wirklich schlechte Referenz, aber ist das wirklich alles???

Die Platte startet mit dem kurzen Intro "Crushing the Dwarf of Ignorance", um dann nahtlos in den Titeltrack "Lightbringer" überzugehen. Hierbei handelt es sich um einen klassischem Priestartigen Metaltrack.
Darauf folgt mit "In Victory" die erste Hymne. Ein wirklich geiler Song! Klasse abwechselnder Gesang.
Aber es geht noch besser! Bei "Awakening the Chimaera" kommen noch Mercyful Fate Elemente hinzu. Nicht nur der Gesang kommt dem King ganz nahe, nein auch die Gitarrenarbeit erinnert stark an diese Truppe. Aufgelockert wird das ganze durch Gastsänger Erik Danielsson von Watain. Der eine düstere Note durch seine dunkle Stimme in diesen Song einbringt.
Bei "Ghost Pilot (MI II)" erinnert mich die Truppe an alte Rage in ihren Anfangstagen. Vor allem der Gesang von Oscar Carlquist, der dem von Peavy, als dieser noch sehr hoch gesungen, sehr ähnelt.
Nun erzählen uns die Jungs in dem neunminütigen Epos "Suomussalmi (The Few of Iron)" die Geschichte von der Schlacht von Suomussalmi, in der 1939/1940 finnische und sowjetische Einheiten aufeinander trafen. Den Song kann man nicht beschreiben, den müsst ihr hören. Klassisch, episch, tolle Instrumentalpassagen. Dieses Lied hat alles was das Metalherz begehrt. Einfach genial!!!
"Blood God" hat es nach diesem Übersong schwer, aber auch dieser findet sicherlich seine Liebhaber. Ein etwas härterer, mit klasse Gesang.
Mit "Titan" hat man, wie der Titel schon sagt, wieder einen gigantischen Track am Start. Eine echte Hymne. Im Mittelteil ein super Instrumentalpart der dem Lied die nötige Abwechslung beschert.
Beim vorletzten Song "The Elixir" kommt die vorliebe zu Mercyful Fate wieder durch.
Hoher Gesang gepaart mit tollen instrumentalen Passagen die für Überraschung im Song sorgen. Wieder mal ein super Teil. Ob das Husten im Lied dazugehört, müsste mal bei der Band nachgefragt werden!
Den Abschluss der Platte macht das schleppende Instrumentalstück "Prelude to Death".

Fazit: Man braucht einige Umläufe um sich an diese Scheibe zu gewöhnen. Als ich sie das erste Mal gehört hatte, fragte ich mich ob das alles war und ein wenig enttäuscht war ich schon. Da hatte ich mehr erwartet! Aber ich gab der Platte noch eine Chance und noch eine usw. und siehe da, das Teil gefiel mir immer besser. Bis das Ding andauernd meinen Player blockierte. Mittlerweile gehört sie zu meinen Lieblingen und ich mich frage warum die beiden ersten Alben nicht in meinem Plattenregal stehen?? Nun, bald werden sie es. Da könnt ihr sicher sein!
Eine reine Judas Priest Kopie ist diese Truppe wirklich nicht! Nein, sie vermischt den Sound von Priest und Mercyful Fate zu einer Einheit.
Sicherlich muß man schon mit hohem Gesang klarkommen um diese Platte zu lieben. Aber der Sänger kann auch abwechslungsreich in mittleren Tonlagen singen und das beweist er auf dieser Platte. Instrumental haben es die Jungs auch drauf. Hört euch die Platte mal in Ruhe mit Kopfhörern an. Ihr werdet begeistert sein und immer wieder etwas Neues entdecken.
Der Sound der Platte ist als ob man eine alte Platte aus den 80zigern aufgelegt hat, dies ist aber wohl so gewollt, um das gewisse Flair zu bekommen und das ist auch gut so.

Anspieltipps:
 "Awakening the Chimaera", "Suomussalmi (The Few of Iron)" und "The Elixir".

Tipp:
 Für traditionelle Heavy Metal Anhänger ein Muss! Denn auf dieser Platte findet ihr keine neuen Sounds sondern nur puren Metal!

Titel-Liste:
 
  1. Crushing the Dwarf of Ignorance
  2. Lightbringer
  3. In Victory
  4. Awakening the Chimaera
  5. Ghost Pilot (MI II)
  6. Suomussalmi (The Few of Iron)
  7. Blood God
  8. Titan
  9. The Elixir
  10. Prelude to Death

Laufzeit:
 48:42 Min.

Band-Infos:
 
  • www.ram-metal.com 


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