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Review: Ramos - Hugo |
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Album:
| | THE DREAM, 2008, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G., 07.10.2008 |
Review:
| | Manchmal hat man den Eindruck, die Bands würden nur so wie Pilze im herbstlichen Klima aus dem Boden sprießen. Wer dabei annimmt, es würden damit auch immer wieder neue Musiker die Szene betreten, der sei gewarnt, denn schon seit geraumer Zeit ist es offensichtlich chic neben einer eventuellen Solo-Karriere auch sein eigenes Projekt zu hegen und zu pflegen. Das Rezept: Man suche sich ein paar namhafte Mitstreiter, ersinne einen Projekt-Namen und schon kann es los gehen oder auch in die Hosen gehen.
Glücklicherweise hat Josh Ramos gleich Nägel mit Köpfen produziert, als er mit seinen Erfahrungen bei The Storm und Two Fires ebenfalls Projekt-Lust verspürt hatte. Für seine Idee konnte er als Sänger Hugo Valenti gewinnen, der es hervorragend verstanden hat, die von Journey geprägte Musik gesanglich richtig in Szene zu setzen. Das Album lässt sich recht gut als Symbiose aus Two Fires und Valentines Erstling beschreiben und stellenweise hat man wirklich den Eindruck, den Großmeistern von Journey greifbar nahe zu sein.
Deutlich rockiger als man es jedoch von den US-Vorbildern gewohnt ist, eröffnet "You're not alone" das Album. Der prägnante Rhythmus geht dabei sofort in jeden Muskel und als Gegenpol laden harmonische Ohrwurm-Hooklines zum Träumen ein.
Mit "All that I wanted" nähert man sich dann mit riesen Schritten den klassischen AOR-Schemen. Gitarren und Piano-Klänge im Gleichklang führen zu einem Schmeichel-Refrain, der schon durch die stimmliche Ähnlichkeit von Hugo Valenti zu Steve Perry schon fast als Journey-Song durchgehen könnte.
Der Titelsong "The Dream" geht, wenn überhaupt möglich, noch einen Schritt weiter und bedient sich fast schon aus Journeys Riff-Fundus. Egal wie gut dies klingen mag, ist es für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten.
Nach einem weiteren ruhigen Titel "Fools Game", nimmt Ramos und Hugo mit "Bring back this Love" wieder etwas mehr Fahrt auf. Deutlich dominantere Gitarren, als bei den Vorgängern lässt richtige Rockstimmung aufkommen.
Mit einem Tick mehr Eigenständigkeit bewegen sich auch die Songs der zweiten Hälfte in ähnlichem Rahmen. Zu erwähnen ist "Tomorrow" mit seinem treibenden Rhythmus und den druckvollen Gitarrenriffs, die ihren Höhepunkt in einem knackigen Solo finden.
Relativ vorhersehbar beendet eine Ballade "I can take you" das Album in standesgemäßer Art. Leider fehlt es hier an markanten greifbaren Strophen, die auch länger im Gedächtnis bleiben. Der melodische Refrain alleine hilft da recht wenig und so plätschern die letzten acht Minuten dann doch belangloser dahin, als nötig, denn dass die Jungs etwas von Melodic Rock verstehen haben einige der Songs schließlich deutlich genug bewiesen.
Fazit: Nachdem gerade der Hauptideengeber Journey mit neuem Sänger Arnel Pineda vor Kurzem wiedererstarkt ist, kann das Album sicherlich nicht mehr 100%ig punkten. Vor ein paar Jahren hätte das noch anders ausgesehen. Jetzt erscheint es stellenweise zu sehr als Klon der AOR-Legende. Wen das nicht stört, bekommt mit Ramos - Hugo ein qualitativ hochwertigens und zeitgemäßes AOR-Album, welches einmal mehr von Dennis Ward den letzten Schliff bekommen hat. |
Tipp:
| | AOR-Freunde können hier fast bedenkenlos zugreifen. Auch wenn es meines Erachtens nicht zum Überflieger gereicht hat, so ist genügend bekömmliches AOR-Futter an Bord. |
Titel-Liste:
| | - You're not alone
- All that I wanted
- The Dream
- Fools Game
- Bring back this Love
- I don't want to say Goodbye
- When you get lonely
- In the City
- Tomorrow
- I can take you
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Laufzeit:
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