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Review: Ratt |
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Album:
| | INFESTATION, 2010, Roadrunner |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | S.M., 12.10.2010 |
Review:
| | Ratt hatte ich eigentlich in meinem Kopf schon abgehakt. So halbwegs bekam ich damals die Querelen zwischen Stephen Pearce, der ja aus der Band ausgestiegen war, und den restlichen Mitgliedern um den Bandnamen mit. Ich hatte nicht erwartet, dass es da eine vernünftige Einigung geben würde, geschweige denn, dass sich die Jungs nochmal zusammenraufen. Doch sie taten es. Es gab eine Wiedervereinigung, das alte Metal-Label Roadrunner nahm sich der kalifornischen Rocker an und mit INFESTATION haben die Ratten jetzt sogar ein neues Werk am Start.
Obgleich sich die ursprünglich 1979 gegründeten Ratt in der Heimat einen Status erspielen konnten, der sie fast auf eine Stufe mit Mötley Crüe hob, blieben in Europa die ganz großen Erfolge aus. Die Alben waren immer okay, es gab keine kompletten Ausfälle, doch in der ersten Liga konnten sie nicht mitspielen.
Auch in der neuzeitlichen Hard- und Sleaze-Rock-Szene führen andere die Renaissance dieser Spielart an und mein Blick wandert dabei automatisch gen Schweden. Doch auch Ratt beweisen mit INFESTATION, dass sie längst nicht zum alten Eisen gehören.
So ein wenig schließt das Werk an die 80er-Zeiten der Band und die halbwegs erfolgreichen Alben OUT OF THE CELLAR und INVASION OF YOUR PRIVACY an. Da sich diese in meinem Besitz befinden, kann ich ganz gut Parallelen ziehen. Unheimlich charakteristisch ist der leicht nasale, aber ausdrucksstarke Gesang von Stephen Pearce. Der Groove ist größtenteils kraftvoll und die Riffs knackig.
Die Songs offenbaren keine Innovationen oder kompositorische Wunderdinge, doch es sind gut rockende Sleaze-Songs mit straighten Konstrukten, vielseitigen Riffs eingängigen Hooks und mitsingkombatiblen Höhepunkten.
Der Eröffnungs-Knaller "Eat me up alive", die Sleaze-Hymne "A little too much", das rifforientierte "Garden of Eden" , die gelungene Halbballade "Take me Home" und der dynamisch-eingängige Rausschmeißer "Don't let go" sind meine Favoriten. Weitere wirkliche Anspieltipps kann ich nicht nennen, da der Rest kaum Akzente setzt. Doch es sind durchweg solide Rocksongs und einen richtig schwachen Track gibt es auch nicht.
Fazit: Ratt melden sich mit einem bodenständigen Sleaze-Rock-Album zurück. Wem die Band früher schon gefallen hat, kann auch bei INFESTATION bedenkenlos zuschlagen. Und wer dem Genre allgemein nicht abgeneigt ist, sollte ruhig mal reinhören. Im Rahmen der Sleaze- und Glam-Rock-Renaissance habe ich wahrlich schon schlechteres gehört. Ich finde es jedenfalls gut, dass Ratt nach den Streitigkeiten wieder aktiv sind und vielleicht können sie beim nächsten Release sogar noch zulegen. |
Titel-Liste:
| | - Eat me up alive
- Best of me
- A little too much
- Look out below
- Last Call
- Lost Weekend
- As good as it gets
- Garden of Eden
- Take a big Bite
- Take me Home
- Don't let go
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.therattpack.com  |
Probehören und Kaufen:
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